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Undisziplinierte Linzer kassieren empfindliche Niederlage

Eine deutliche Niederlage mussten die Linzer im dritten Spiel gegen den EC Red Bull Salzburg einstecken. Nach einer schnellen 2:0-Führung der Gastgeber kommen die Linzer zunächst heran, verderben sich aber durch zu viele Strafzeiten die Möglichkeit einer Aufholjagd.

EC Red Bull Salzburg – Steinbach Black Wings Linz 5:1 (2:0; 1:1; 2:0)

Tore: 1:0 Troy Bourke (1. Min.), 2:0 Mario Huber (6. Min.), 2:1 Julian Pusnik (PP/22. Min.); 3:1 Thomas Raffl (36. Min.); 4:1 Chay Genoway (45. Min.); 5:1 Thomas Raffl (55. Min.)

Schon früh setzten die Gastgeber aus der Mozartstadt dem Plan der Linzer, so wie am Dienstag auch auswärts Druck auszuüben, ein deutliches Zeichen entgegen. Nachdem Thomas Raffl den ersten Schuss des Abends über das Gehäuse von Tirronen setzte, stürmte der Salzburger Kapitän nur wenige Sekunden später erneut alleine auf den Linzer Goalie zu. Martin Stajnoch blieb in dieser Situation dabei nichts anderes mehr übrig, als die Strafe zu nehmen. Als die Schiedsrichter den Salzburgern schließlich den Penalty-Schuss zusprachen, traf Troy Bourke mit der Backhand zur frühen Führung, nach 51 gespielten Sekunden, für die Hausherren. Auch kurz darauf erlebten die Linzer eine druckvolle Salzburger Mannschaft, die sich in Minute drei nur durch eine Strafe von Tyler Lewington selbst schwächte. Die Steinbach Black Wings fanden in ihrem ersten Powerplay schnell in ihre Position und feuerten mit Kristler einen Torschuss auf Tolvanen ab. Nur wenige Sekunden danach schickten die Schiedsrichter mit Ryan Murphy einen weiteren Salzburger hinaus, was den Linzern kurz eine doppelte Unterzahl bescherte. Nutzen konnte die Oberösterreicher diese jedoch nicht, stattdessen musste wenig später Logan Roe wegen Beinstellens das Eis verlassen. Während die Gäste die übriggebliebene Überzahl in der Folge vergaben, legten die Salzburger im Vier-gegen-Vier nach. Mario Huber arbeitete sich in der sechsten Minute ins Angriffsdrittel vor und netzte in der Mitte zur 2:0-Führung ein.

Erstes Drittel mit Nachteilen für Linz

Insgesamt erlebten die neuerlich gut 700 mitgereisten Fans aus der Stahlstadt ein erstes Drittel mit viel Speed und guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Anders als am Dienstag zeigten sich die Stahlstädter aber weniger konsequent und mit Schwierigkeiten, sich gegen die immer wieder anrollenden Angriffsreihen der Hausherren zu stemmen. Nachdem in der 13. Minute sowohl Kristler als auch Lebler und Bretschneider an Tolvanen scheiterten, konnten die Linzer auch eine weitere Überzahlsituation nicht verwerten. Gerade erst von der Strafbank zurückgekehrt, fuhr Hochkofler einen Konter auf Tirronen, der durch Romig erneut nur mittels einer Strafe gestoppt werden konnte. Wieder fanden sich die Stahlstädter in einer Unterzahl, agierten aber erfolgreich mit zahlreichen Befreiungsschlägen und entscheidenden Störaktionen durch Raphael Wolf. Mit der 2:0-Führung für die Salzburger und einer in der 20. Minute ausgesprochenen Strafe gegen Lucas Thaler, ging es in eine erste Pause.

Linzer Blitzstart gefolgt von Strafenflut

Zurück am Eis fanden die Steinbach Black Wings endlich eine Antwort auf die Treffer der Gastgeber: Nachdem Matt MacKenzie auf das Tor abzog, war es Julian Pusnik, der die Steinbach Black Wings mit seinem allerersten Playoff-Treffer in der 22. Minute wieder heranbrachte. Der Anschluss der Linzer sollte im Mitteldrittel allerdings nur eine von sehr wenigen Offensivaktionen sein, denn die Gäste sahen sich weiter von aggressiv angreifenden Salzburgern konfrontiert. Zu allem Überschuss traten die Mannen von Head Coach Philipp Lukas, die großteils mit Verteidigen beschäftigt waren, hauptsächlich mit Strafen in Erscheinung. Zwar zeigten sich die Oberösterreicher mit einem Mann weniger weiter beherzt, ließen dabei aber wertvolle Kraft liegen. So schwächten sich Brian Lebler und Co. in der 29. Minute erneut und hatten mit Söllinger einen Spieler weniger zur Verfügung. Wieder konnten die Linzer einen Powerplay-Treffer der Heimischen abwehren, kämpften aber auf der anderen Seite mit mangelnden Ideen, um endlich selbst Druck aufzubauen. Gute Möglichkeiten gelangen erst in der 33. Minute wieder, als St-Amant aus spitzem Winkel auf das Tor von Tolvanen abfeuerte. Ausgerechnet, als sich die Gäste langsam stärker in der Offensive wähnten, schlugen die Salzburger wieder zu. Benjamin Nissner brachte die Scheibe in die Mitte, wo Raffl am schnellsten reagierte und den Puck ins Kreuzeck zum 3:1 für die Gastgeber abgefälschte (36. Minute). Anstelle eine Antwort zu finden, ging es für die Steinbach Black Wings weiter nur in die Kühlbox, dieses Mal für Kapitän Brian Lebler. Linz war damit weiter mit verteidigen, wenn auch erfolgreich, beschäftigt. Mit einer neuerlichen Unterzahl kehrten die Gäste ein zweites Mal in die Kabine zurück.

Linz kommt nicht aus der Kühlbox heraus

Mit dem klaren Auftrag noch einmal zurückzukommen, starteten die Steinbach Black Wings schließlich in den Schlussabschnitt. Immer wieder wehrten die Linzer die Angriffe der Gäste ab und setzten mit einem Schuss von Knott sogar selbst ein kleines offensives Ausrufezeichen. Nach überstandenem Penaltykilling musste auch Baltram das Eis verlassen. Linz fand im darauffolgenden Powerplay einmal mehr gut in Position und erzeugte offensive Möglichkeiten, ohne jedoch den dringend benötigten Treffer zu erzielen. Sowohl die Versuche von Kristler als auch von MacKenzie scheiterten.

Salzburg legt nach

Wie schon nach dem Aufbäumen im Mittelabschnitt sollte es auch dieses Mal noch bitterer kommen: Ausgerechnet in dem Moment, als sich die Gäste wieder offensiver zeigten, folgte der nächste Treffer für die Hausherren. Dieses Mal war es Chay Genoway, der sich in der 45. Minute völlig frei mit einem schönen Haken in die Torschützenliste eintragen durfte und das 4:1 erzielte. Während weitere Angriffe in der Folge von Tirronen, der gleich zwei Mal Chancen von Rymsha vereitelte, vermieden werden konnten, nahem weitere Undiszipliniertheiten die Zeit von der Uhr. Als sich die Gäste in den Schlussminuten das Leben mit Fehlpässen oder zu ungenauen Spielzügen schwer machten, legten die Salzburger mit Baltram zum 5:1 Endstand nach.

Nach einer von Strafen durchzogenen dritten Runde geht es nun bereits am Samstag zurück an die Untere Donaulände. Im zweiten Heimspiel im Viertelfinale kämpfen die Steinbach Black Wings abermals um den Ausgleich in der Serie. Tickets sind online unter tickets.blackwings.at und an der Abendkassa erhältlich. Spielbeginn ist um 18 Uhr.