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Linzer ringen Meister mit Defensiv-Schlacht nieder

Die Steinbach Black Wings liefern gegen den Meister eine beherzte Abwehr-Leistung und zwingen Meister Salzburg im vierten Anlauf in die Knie. Die Stahlstädter schmeißen sich gegen den offensiven Dauerdruck der Gäste in jeden Schuss, gleichen einen Rückstand im Schlussdrittel aus und gewinnen neuerlich im Penaltyschießen.

Steinbach Black Wings Linz – EC Red Bull Salzburg 2:1 n.P. (0:1; 0:0; 1:0; 0:0; 1:0)

Tore: 1:1 Nico Feldner (44. Min); 2:1 Graham Knott (entscheidender Penalty) bzw. 0:1 Troy Wayne Bourke (2. Min)

Ohne personelle Änderungen und erstmals wieder mit Stefan Gaffal in der Linz AG Eisarena waren es die Gäste aus Salzburg, denen ein absoluter Traumstart gelang. Nachdem die Stahlstädter gedanklich noch nicht ganz im vierten Saisonduell angekommen waren, nutzte Troy Bourke die erste Gelegenheit des Spiels sofort zur Führung. In der zweiten Minute versenkte der Stürmer einen platzierten Schuss vom Anspiel weg zum 1:0 für die Salzburger. Von Beginn an lieferten beide Teams ein heißes Spiel und es flogen schon in den ersten Minuten die Fäuste. Auch das erste Powerplay ließ nicht lange auf sich warten. Ryan Murphy wurde wegen Hackens für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt und brachte den Linzern so die erste Möglichkeit auf den Ausgleich. Die Eisbullen verteidigten aber konzentriert und ließen kaum Torchancen zu. Nach einem guten Querpass kam Andreas Kristler dann doch in gute Abschlussposition, er konnte seinen Schuss aber nicht gut genug platzieren. Mit jeder verstrichenen Minute wurde das Spiel hitziger und die Oberösterreicher versuchten über die Härte ins Spiel zu kommen. Für die 4150 Fans in der Linz AG Eisarena hieß es geduldig zu sein, denn große Torchancen ließen auf sich warten. Sieben Minuten vor Ertönen der Pausensirene flog die Scheibe, nach einem Fehler der Salzburger Abwehr, Brian Lebler direkt vor die Füße. Der Kapitän der Stahlstädter traf aber nur das Außennetz. Kurz vor der ersten Pause waren es nochmal die Salzburger, die gefährlich wurden. Auf der Gegenseite bestimmten die Gäste das Speilgesch Kurz vor der Schluss musste Brian Lebler eine ungewollte Auszeit nehmen, nachdem er wegen Beinstellens auf die Strafbank geschickt wurde. Anfangs taten sich die roten Bullen schwer, einen Weg durch die Defensive der Oberösterreicher zu finden. Wenige Sekunden vor Ende des Powerplays kombinierten sich die Salzburger aber gut durch und Benjamin Nissner konnte im Rücken der Linzer Abwehr frei in Richtung Tor abziehen. Sein Schuss berührte zwar den Pfosten, ging aber nicht in das Tor. Somit ging es mit der knappen 1:0 Fürhung für die Salzburger in die Kabinen.

Wenig Chancen, viele Zweikämpfe

Die ersten Sekunden des zweiten Abschnitts zeigten sofort, dass beide Mannschaften das Tempo und die Aggressivität aus dem ersten Drittel weiterführen wollten. Brian Lebler konnte die erste Torchance verzeichnen. Mit seinem Distanzschuss traf er aber nur das Fangnetz hinter dem Tor der Salzburger. In Minute 24 wurden auch die Gäste wieder gefährlich. Nachdem der Puck von Tirronen abgeprallt war, flog er Benjamin Nissner vor den Schläger. Der Salzburger Center scheiterte aber im Nachschuss am Finnen im Tor der Linzer. Es war bei weitem kein Feuerwerk an Offensivaktionen, dennoch war es ein Spiel von höchster Qualität, welches sich vor allem durch viele geblockte Schüsse auszeichnete. Mit einer artistischen Drehung gelang es Troy Bourke, sich von seinen Gegenspielern zu befreien. Er platzierte seinen Schuss aber zu weit rechts und das Spielgerät segelte am Tor vorbei. Auch Ryan Murphy gab einen Warnschuss in Richtung Tirronen ab, scheiterte jedoch abermals am Goalie der Stahlstädter. Fünf Minuten vor Ende des zweiten Drittels hieß es, nach einem Hacken von Drake Ryhmsha, zwei Minuten Powerplay für die Hausherren. Der numerische Vorteil hielt aber nur 40 Sekunden, denn auch Niklas Würschl musste für zwei Minuten pausieren. Es waren wieder die Salzburger am Zug. Nach einem tollen Pass von Troy Bourke in die Mitte verpasste Ernest Schilling aber die Scheibe um wenige Zentimeter. In Minute 40 trafen sich mit Dennis Robertson und Emilio Romig zwei alte Bekannte, die ihre Streitigkeiten im ersten Drittel wohl noch nicht beendet hatten und ihren Fight in einer zweiten Runde fortsetzten wollten. Dafür wurden sie beide erneut für zwei Minuten in die Kühlbox geschickt. Das zweite Drittel blieb also torlos und die Salzburger lagen weiterhin mit 1:0 in Führung.

Black Wings kämpfen sich zum Sieg

Dieses intensive und kämpferische Spiel spiegelte sich auch in den Strafen wieder. Auch im letzten Drittel ging es mit einer Nachdenkpause für Nico Feldner weiter. Somit starteten die Stahlstädter in Unterzahl in die entscheidende Phase. Auf Einen war aber an diesem Abend immer Verlass. Ramus Tirronen vereitelte beide Möglichkeiten von Ryan Murphy und Paul Huber und hielt seine Mannschaft so in der Partie. Nach einer starken Drangphase der Gäste, waren es dann die Steinbach Black Wings, die eiskalt zustachen. Nico Feldner und Emilio Romig kombinierten sich mit einem Doppelpass herrlich durch die Defensive der roten Bullen und Nico Feldner konnte den Puck ins kurze Eck zum 1:1 befördern. Der Ausgleichstreffer verlieh den Hausherren plötzlich neuen Rückenwind. Nur wenige Sekunden nach dem Tor kamen die Linzer zur nächsten guten Chance. Marco Brucker spielte mit gutem Überblick einen Pass in die Mitte, fand aber keinen Abnehmer. Trotz der besten Phase der Linzer, gelang es den roten Bullen immer wieder sich zu befreien und selbst zum Abschluss zu kommen. Lukas Thaler gab acht Minuten vor Ende einen Schuss von der rechten Seite ab, traf aber nur den Handschuh von Tirronen. Es ging wieder zurück auf die andere Seite, Niklas Würschl konnte Atte Tolvanen mit seinem Distanzschuss aber nur bedingt gefährlich werden. Nach einem Schuss von Peter Hochkofler nutzte Paul Huber den Rebound auf der linken Seite nicht. Auch bei den Linzern war nach dem Abschluss von Stefan Gaffal keiner für den Nachschuss zur Stelle. Nachdem Tirronen den Schuss von Lucas Thaler abwehren konnte, tauchte Benjamin Nissner in der Mitte auf. Dem Finnen im Tor der Stahlstädter gelang es mit einer Glanzparade den Puck am Tor vorbei zu lenken und es blieb beim Unentschieden. Nach drei intensiven Dritteln ging es also zum dritten Mal im direkten Aufeinandertreffen in die Overtime. Die ersten Minuten waren die Steinbach Black Wings die dominierende Mannschaft und drückten auf die Entscheidung. Brian Lebler arbeitete sich auf der rechten Seite gut durch, scheiterte aber an Tolvanen. Auch Logan Roe konnte einen Nachschuss nicht verwerten. Die Salzburger ließen aber nicht lange auf ihre erste Chance warten. Drake Rymsha befreite sich mit einem Schlenker von seinem Gegenspieler, scheiterte schlussendlich aber wieder am bärenstarken Tirronen. Die Entscheidung musste also wieder im Shootout fallen. In diesem war es dann endgültig der Schlussmann der Gastgeber, der seine Mannschaft zum Sieg führte. Graham Knott traf den ersten Penalty sicher, während alle Schützen von Salzburg an Tirronen scheiterten.

Damit gewannen die Steinbach Black Wings im letzten Anlauf der Regular Season endlich gegen Meister Salzburg. Nach dem 2:1 im Penaltyschießen geht es für die Stahlstädter am Freitag beim HC Pustertal weiter. Das nächste Heimspiel folgt bereits am Sonntag gegen den KAC. Tickets dafür sind online unter tickets.blackwings.at erhältlich.