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Linzer Offensiv-Bemühungen erneut zu wenig

Die Steinbach Black Wings verpassen es erneut, sich für ihre Mühen zu belohnen. Mit dezimierten Line Up geben die Stahlstädter einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand. In einer rasanten Schlussphase können die Linzer auf einen Rückstand zwar erneut antworten, unterliegen aber schlussendlich in der Verlängerung.

Steinbach Black Wings Linz – Asiago 3:4 n.V. (1:0; 1:1; 1:2, 0:1)

Tore: 1:0 Shawn St-Amant (6. Min / PP1); 2:0 Emilio Romig (27. Min); 3:3 Logan Roe (59. Min); 2:1 Emil Oksanen (34. Min); 2:2 Alexander Ierullo (55. Min / PP1); 2:3 Allan McShane (58. Min) 3:4 William Rapuzzi (62. Min)

Aufgrund einiger Ausfälle gingen die Steinbach Black Wings mit zahlreichen Veränderungen im Line-Up gegen Asiago auf das Eis. So musste auch das Jubiläum von Marco Brucker kurzfristig verschoben werden und Patrick Söllinger und Kilian Rappold verstärkten die Stahlstädter. Die Gäste wurden, nach einem Fehlpass der Oberösterreicher, das erste Mal gefährlich. Rasmus Tirronen machte sich aber groß und konnte so einen frühen Rückstand verhindern. Die Italiener wirkten in der Anfangsphase deutlich spitziger als die Hausherren, konnten sich aber keine weitere klare Torchance erspielen. Drei Minuten nach Spielbeginn setzten die Stahlstädter erste Offensivaktionen. Sean Collins stellte De Filippo mit einem Fernschuss auf die Probe. Der Versuch prallte vom Goalie ab, für den Rebound war aber kein Linzer zur Stelle. Das Stahlstädter Offensivfeuerwerk fing aber gerade erst an. St-Amant suchte mit einem Querpass Emilio Romig in der Mitte, der den Puck aber knapp verfehlte.

Nach unsportlichem Verhalten wurde Alexander Ierullo für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt, womit die Steinbach Black Wings ein erstes Mal im Powerlpay agieren durften. Die Hausherren kombinierten geduldig und warteten auf die Lücken in der Abwehr Asiagos. Niklas Würschl bediente den links lauernden St-Amant, der sofort in Richtung Tor abzog und den Puck in das kurze linke Eck zur 1:0 Führung einnetzte. Die Gäste hatten in den darauffolgenden Minuten wenig Zugriff auf das Spiel und kamen kaum aus dem eigenen Drittel raus. Christoph Tialler und Niklas Würschl versuchten es beide mit einem Fernschuss auf den Kasten der Gäste, De Filippo Roia konnte das 2:0 aber mit guten Paraden verhindern. Nach einer Strafe gegen Würschl wurden die Gäste zum ersten Mal seit Beginn der Partie wieder gefährlich. Die 3642 Zuschauer in der Linz AG Eisarena sahen aber eine stabile Defensivleistung ihrer Mannschaft und es ging mit der verdienten Führung in die erste Pause.

Black Wings zu inkonsequent

Die Steinbach Black Wings machten sofort da weiter wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten. Brian Lebler feuerte das Spielgerät nach einer Drehung auf das gegnerische Tor, traf aber nur den Schlussmann der Gäste. Asiago versuchte die Linzer-Offensive unter Kontrolle zu bringen, schadete sich dabei jedoch selbst. Wegen hohen Stocks musste Filippo Rigoni für zwei Minuten in die Kühlbox. Im zweiten Powerplay scheiterte es bei den Oberösterreichern aber an der Konsequenz. Die Gäste verteidigten konzentriert und konnten so die Unterzahlsituation unbeschadet überstehen. Davon ließen sich die Steinbach Black Wings aber nicht verunsichern. Nachdem sein erster Abschluss noch vom Goalie pariert wurde, befreite sich Emilio Romig in der 27. Minute mit einer Drehung geschickt von den Verteidigern und verwandelte in das linke Kreuzeck zum 2:0.

Durch den zweiten Treffer schienen aber die Gäste wieder aufzuwachen. Wie aus dem Nichts gelang Asiago der Anschlusstreffer. Emil Oksanen konnte auf der rechten Seite alleine auf Tirronens Tor zu fahren und verwandelte im Konter eiskalt zum 2:1. Nach dem Anschlusstreffer beruhigte sich das Spiel etwas und beide Mannschaften schalteten einen Gang zurück. Erst kurz vor Ende des zweiten Drittels wurden die Linzer nochmal gefährlich. Mikael Saha kam auf der rechten Seite frei zum Abschluss, scheiterte aber am gut reagierenden De Fillipo. In der Schlussminute ergatterten die Gastgeber eine weitere Überzahl, gingen ohne Erfolg, aber erneut mit dem knappen Vorsprung in die Kabine.

Black Wings mit Auf und Ab in der Schlussphase

Die erste gute Torchance gehörte wieder den Steinbach Black Wings. Nach wildem Gestocher vor De Fillipos Kasten rutschte der Puck irgendwie durch, überquerte die Torlinie jedoch nicht. Mit etwas Glück für Asiago blieb es beim Spielstand von 2:1. Die Italiener wurden aber langsam ungeduldig. Wegen unsportlichem Verhalten musste Maganbosco Aguirre Jose für zwei Minuten pausieren. Asiago stellte in Unterzahl die Passwege aber gut zu und die Linzer taten sich schwer, einen Weg durch die Defensive zu finden. Stattdessen waren es die Gäste die nach Puckgewinn im eigenen Drittel zu ihrer Torchance kamen. Randal Gazzola machte sich allein auf in Richtung Tirronen, setzte seinen Schuss aber zu weit nach links und blieb somit erfolglos.

Die Oberösterreicher wollten unbedingt den Sack zumachen und arbeiteten weiter an Treffer Nummer drei. Graham Knott versuchte den besser platzierten Brian Lebler in der Mitte zu bedienen, Randal Gazzola bekam seinen Schläger aber gerade noch dazwischen. Auch Andreas Kristler scheiterte mit seinem Abschluss und traf nur in die Fanghand von De Filippo. Die ungenutzten Chancen sollten wieder einmal bestraft werden. Nur neun Sekunden nachdem Patrick Söllinger in die Kühlbox geschickt wurde, traf Alexander Ierullo zum 2:2. Nach einem guten Pass in den Rücken der Linzer Abwehr kam Ierullo frei zum Abschluss und verwandelte in das obere Eck zum Anschlusstreffer. Es war der Auftakt in eine wilde Schlussphase, denn es kam noch bitterer für die Steinbach Black Wings.

Nur eine Minute später traf Bryce Misley zum vermeintlich Führungstreffer für die Italiener. Head Coach Philipp Lukas griff auf seine Coaches Challenge zurück und die Referees entschieden auf Torhüterbehinderung. Somit blieb es zunächst beim Unentschieden. Die Gäste witterten nun aber ihre Chance und die Stahlstädter wirkten völlig verunsichert. Allan McShane konnte drei Minuten vor dem Ende alleine auf Tirronen zufahren und feuerte das Spielgerät schließlich doch zum 3:2 aus Sicht der Gäste in die Maschen. Die Linz AG Eisarena wurde kurz still, aber die Steinbach Black Wings zeigten nochmal ihren Kampfgeist. Nur eine Minute nach Asiagos Führungstreffer, schoss Logan Roe seine Mannschaft, nach schöner Kombination, mit dem 3:3 in die Overtime.Weil Graham Knott kurz vor der Sirene aber auf die Strafbank geschickt wurde, gingen die Linzer in Unterzahl in die Extraschicht. Die erste Minute überstanden die Hausherren noch unbeschadet, dann wurde der Druck auf das Tor aber zu groß. William Rapuzzi nutzte seine Chance und schoss seine Mannschaft mit dem 4:3 Gamewinner zum Sieg.

Die Steinbach Black Wings konnten sich für eine arbeitsintensive Leistung erneut nicht belohnen und müssen am Sonntag zum nächsten schweren Auswärtsspiel nach Graz. Das nächste Heimspiel steigt dann am Dienstag, den 23. Jänner, gegen Red Bull Salzburg. Tickets für das Spiel sind online unter tickets.blackwings.at erhältlich.