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Linzer beweisen Kampfgeist bei Gaffal-Comeback

Die Steinbach Black Wings kehren nach vier Niederlagen in Folge auf die Siegerstraße zurück und sichern sich im direkten Duell um die Play-Offs zwei wichtige Punkte gegen Innsbruck. Beim Comeback von Stefan Gaffal kämpften sich die Stahlstädter, trotz einem Zwei-Tore-Rückstand, ins Penaltyschießen. In diesem schoss Emilio Romig die Oberösterreicher zum Sieg.

HC TIWAG Innsbruck – Steinbach Black Wings Linz 4:5 n.P. (1:2; 3:1; 0:1, 0:0, 0:1)

Tore: 0:1 Logan Roe (15. Min); 1:2 Graham Knott (17. Min); 3:4 Niklas Würschl (39. Min), 4:4 Graham Knott (41. Min), 4:5 Emilio Romig (entscheidender Penalty) bzw. 1:1 Gordon Green (17. Min); 2:2 Gordon Green (24. Min), 3:2 Corey Mackin (25. Min) 4:2 Dario Winkler (35. Min)

Fast exakt vier Monate nach seinem schockierenden Unfall feierte Stürmer Stefan Gaffal in Innsbruck sein Comeback in den Spielbetrieb.Der Linzer Eigenbauspieler startete energisch und verlieh den Steinbach Black Wings von Beginn an Schwung. Nico Feldner war der Erste, der einen Warnschuss in Richtung Buitenhuis abgab. Sein Versuch wurde aber entschärft und stellte keine große Gefahr da. Die Innsbrucker taten sich in der Anfangsphase schwer sich aus dem frühen Forechecking der Gäste zu befreien. Erst in der vierten Minuten konnten die Haie Tirronen das erste Mal unter Druck setzen. Corey Mackin arbeitete sich gut durch die Linzer Defensive, scheiterte aber am Finnen im Kasten der Oberösterreicher. Emilio Romig war es, der Buitenhuis daraufhin zum zweiten Mal an diesem Abend forderte. Der Innsbrucker Schlussmann hatte aber keine Probleme bei seinem Abschluss. Die Haie versuchten es immer wieder mit einem langen Aufbaupass, der jedoch selten ankamen. Es waren aber dennoch fortan die Hausherren die das Tempo bestimmten. Die Haie arbeiteten sich immer wieder gut bis zum Tor vor, scheiterten aber ein um das andere Mal an Tirronen. Diese Chancen waren aber erst der Anfang von einer rasanten Schlussphase im ersten Drittel. Etwas überraschend waren es in der 15. Minute die Steinbach Black Wings, die sich die Führung erspielten. Andreas Kristler sah Logan Roe in der Mitte, der unbedrängt abschließen konnte und durch die Beine von Buitenhuis zum 1:0 aus Sicht der Stahlstädter verwandelte. Die Führung hielt aber nicht lange an, denn die Innsbrucker nutzten nur eine Minute später ihre Chance und glichen wieder aus. Gordon Green kam völlig frei zum Abschluss und verwandelte ins lange Eck zum 1:1. Die Stahlstädter wollten aber unbedingt mit einer Führung in die erste Drittelpause gehen und warfen alles nach vorne. Wieder war es Logan Roe, der einen Schuss in Richtung Kasten der Hausherren abgab und neuerdings zum Erfolg kam. Graham Knott fälschte den Schlenzer unhaltbar ab und brachte die Linzer mit dem 2:1 wieder in Führung. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause.

Black Wings geraten in Rückstand

Wie schon im ersten Drittel war es ein wildes Hin und Her zwischen den beiden Mannschaften. Brian Lebler gab als Erster einen Torschuss ab. Der Kapitän der Oberösterreicher arbeitete sich auf der linken Seite gut bis zum Tor vor, sein Abschluss geriet aber zu zentral. Es war ein hitziges Spiel, deswegen ließen auch die ersten Strafen nicht lange auf sich warten. Stefan Gaffal und Noah Kerber wurden nach einer Auseinandersetzung beide für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt. Nachdem beide Teams wieder vollzählig waren, nutzten die Haie einen Wechselfehler der Gäste eiskalt aus und Gordon Green stellte auf 2:2. Die Linzer wirkten nach der Pause etwas müde und unkonzentriert. Nur wenige Sekunden nach dem Ausgleichstreffer wurde es für die Gäste noch schlimmer und Corey Mackin verwandelte auf der rechten Seite gekonnt zur 3:2 Führung für die Innsbrucker. Nach dem erstmaligen Rückstand wachten die Stahlstädter aber wieder auf und Andreas Kristler forderte Buitenhuis mit einem Schuss. Der Goalie der Innsbrucker war aber rechtzeitig zur Stelle und konnte problemlos parieren. Aber auch Rasmus Tirronen hielt die Linzer mit artistischen Reflexen im Spiel. Der Dauerdruck auf seinen Kasten kurz nach der Halbzeit des Spiels wurde in der 35. Minute dann aber doch zu groß. Dario Winkler fälschte den Schuss von Daniel Jakubitzka unhaltbar ab und erhöhte auf 4:2. Die Stahlstädter zeigten in der Phase kaum Torgefährlichkeit und versuchten die wackelnde Defensive wieder zu stabilisieren. Erst kurz vor Drittelende kamen die Oberösterreicher wieder in den Angriff und waren in der 39. Minuten nochmal erfolgreich. Niklas Würschl zog von der rechten Seite ab in Richtung Tor. In der Mitte war die Sicht für Buitenhuis verstellt und so ging der Blueliner durch die Beine vom Innsbrucker Goalie zum 4:3 Anschlusstreffer ins Netz. Mit einer knappen Führung für die Hausherren ging es in die letzte Pause und in das alles entscheidende Drittel.

Black Wings rackern sich zum Sieg

Den Steinbach Black Wings gelang im letzten Drittel dann der perfekte Start. Nur 43 Sekunden nach Wiederbeginn trafen die Stahlstädtern zum Ausgleich. Mit einem wuchtigen Onetimer aus dem hohen Slot erzielte Graham Knott sein zweites Tor an diesem Abend und den 4:4 Ausgleich. Wegen Hackens musste Martin Ulmer im Anschluss für zwei Minuten in die Kühlbox, somit hieß es zum ersten Mal Powerplay für die Gäste. In Unterzahl zeigten sich die Haie aber konzentriert und ließen keine großen Torchancen zu. Stattdessen kamen die Innsbrucker selbst zu einer guten Gelegenheit. Kevin Roy konnte allein auf Tirronen zufahren, scheiterte aber am Finnen. Ohne Erfolg waren die Steinbach Black Wings kurze Zeit später selbst in Unterzahl gefordert. Aber wie die Haie zuvor, verteidigten auch die Linzer konsequent und stellten die Passwege gut zu. Die Innsbrucker fanden keinen Weg durch die Defensive der Stahlstädter und konnten keine Torchancen kreieren.

Mit dem Unentschieden bog das Match ein in die Endphase. Logan Roe spielte sich fünf Minuten vor Schluss gut frei und versuchte es einfach mal mit dem Abschluss. Sein Schuss war aber zu zentral und somit kein Problem für Buitenhuis. Beide Teams suchten die Entscheidung. Auf beiden Seiten waren es aber immer wieder die Goalie, die den Führungstreffer vereitelten. Corey Mackin und Brian Lebler hatten kurz vor Schluss noch zwei gute Gelegenheiten, konnten aber jeweils nicht verwerten.

Nach 60 Minuten ging es mit dem Stand von 4:4 in die Overtime. Sofort zeigten die Linzer, dass sie diese, nach zuvor zwei Niederlagen in der Extraschicht, unbedingt für sich entscheiden wollten. Graham Knott tanzte die Abwehr der Innsbrucker aus, konnte seinen Schuss am Ende aber nicht gut genug platzieren. Gordon Green verzeichnete auf der anderen Seite die nächste gute Gelegenheit. Sean Collins warf sich aber in den Schuss und konnte den Versuch von Green abblocken. Wieder ging es zurück in Richtung Innsbrucker Tor. Graham Knott legte ab in Richtung Würschl, der die Scheibe aber knapp verpasste. Die Entscheidung musste also im Penaltyschießen fallen. Nachdem in diesem Graham Knott und Senna Peeters die erste Runde ebenfalls ohne Sieger in die Verlängerung schickten, durfte der mitgereiste Auswärtssupport doch noch jubeln. Emilio Romig war es, der den entscheidenden Penalty an Buitenhuis vorbei im Netz unterbringen konnte und den Linzern den wichtigen Extrapunkt sicherte.

Die Steinbach Black Wings konnten sich im wichtigen Duell um einem Platz unter den Top-6 durchsetzen und feiern mit einem 5:4, den ersten Sieg nach vier Niederlagen. Das nächste Heimspiel folgt bereits am Dienstag gegen Red Bull Salzburg. Tickets für das Schlagerduell sind online unter tickets.blackwings.at erhältlich.