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Black Wings ringen Bozener Serie nieder

Die Steinbach Black Wings gewinnen als erste Mannschaft seit zehn Spielen gegen den HCB Südtirol und feiern einen 2:0 Heimsieg. In einem schnellen Hin und Her vor 2.858 Zuseher, erzielt Matt MacKenzie in der Schlussphase das Goldtor. Rasmus Tirronen führt die Linzer mit einem Shutout zum siebten Erfolg vor heimischem Publikum in Folge.

Steinbach Black Wings Linz – HCB Südtirol Alperia 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)

Tore: 1:0 Matt MacKenzie (57. Min), 2:0 Emilio Romig (60. Min / EN)

Erstmals seit dem spannenden Viertelfinale im Vorjahr war am Dienstagabend wieder der HCB Südtirol zu Gast in der Linz AG Eisarena. Gegen die formstarken Foxes versuchten es die Linzer von Beginn an mit Tempo, es waren aber die Gäste, die erstmals gefährlich vor das Tor kamen. Christian Thomas umkurvte das Gehäuse von hinten und nahm am linken Pfosten den Schuss. Rasmus Tirronen machte die Ecke aber rechtzeitig zu und die erste Chance somit erfolgreich zunichte. Beide Mannschaften kamen in den Anfangsminuten kaum mit ihrem Aufbau über die neutrale Zone hinaus und blieben immer wieder mit ungenauen Pässen am Gegner hängen. Es dauerte bis zur fünften Minute ehe die Stahlstädter erstmals kontrolliert in den Angriff kamen, wurden im Konter aber sofort brandgefährlich. Matt MacKenzie bekam im hohen Slot das Zuspiel und feuerte auf Niklas Svedberg. Der schwedische Goalie musste sich ordentlich Strecken, der heran stürmende Pusnik verpasste den entstandenen Rebound aber knapp. Zwei Minuten später packte Sean Collins beim Eintritt in das Offensivdrittel einen sehenswerten Haken aus, sein Pass zur Mitte auf Brian Lebler wurde aber von einem gegnerischen Schlittschuh abgeblockt.

In der achten Minute war es erneut ein schneller Gegenstoß, in welchem die zweite Linie an der Führung anklopfte. Bei freier Sicht packte Svedberg gegen St-Amant aber sicher zu. Auf der anderen Seite waren die Foxes in der elften Minute aus dem Nichts ganz nah am 1:0 dran. Zuerst fälschte Mike Halmo an der rechten Stange ganz frei einen Pass ab, blieb aber an Tirronen hängen. Nur knapp eine Minute später rettete das Metal dann selbst in höchster Not für die Linzer. Connor Ford schloss eine schöne Kombination vor Tirronen ab, mit vereinten Kräften kratzten die Hausherren die zurück springende Scheibe aber aus dem Gefahrenbereich weg. Dieser Warnschuss sollte Wirkung zeigen bei den Oberösterreichern, denn mit einem druckvollen Wechsel erarbeiteten sich die Gastgeber daraufhin ein erstes Powerplay. In diesem hatte Emilio Romig im Slot die große Chance, schob seinen Schuss im Getümmel aber hauchdünn am linken Pfosten vorbei.

Dies sollte sich beinahe bestraft machen, denn als Pascal Brunner aus der Kühlbox zurückkehrte, war er plötzlich im Breakaway auf und davon. Rasmus Tirronen blieb im Duell aber ruhig und rettete die Linzer vor dem Rückstand. Eine Minute vor der ersten Pause war es auf der Gegenseite wieder Svedberg, der eine echte Glanzparade auspackte. Graham Knott sah in der Mitte Brian Lebler und bediente ihn mit einem perfekten Pass. Direkt vor dem Tor brachte der Kapitän die Scheibe aber nicht am Goalie vorbei und auch Andreas Kristler verzog den Nachschuss aus spitzem Winkel. Ohne Torerfolg gingen beide Teams damit zurück in die Kabinen.

Defensiv-Schlacht wird härter

Den Mittelabschnitt eröffnete Brian Lebler in der 23. Minute mit zwei gefährlichen Abschlüssen. Zunächst schickte er einen Versuch im drei gegen zwei Konter auf das Tor von Bozen. Beim dadurch entstandenen Bully zog der Routinier dann mit einem verdeckten Distanzschuss ab. Bei viel Verkehr vor Svedberg, strich die Scheibe aber über das Tor vorbei. Auch die Füchse blieben mit Tempo gefährlich und kamen durch Christian Thomas zur nächsten guten Möglichkeit. Der Angreifer lenkte aus kurzer Distanz einen scharfen Pass auf Tirronen ab, der Finne blieb aber erneut Sieger. In der 27. Minute war der Schlussmann auch gegen einen verdeckten Blueliner von Scott Valentine zur Stelle und schickte so ein schnelles Match weiter torlos in die Halbzeit.

Bei dieser angekommen, konnte der erste Block der Steinbach Black Wings erstmals für längere Zeit druckvoll im Angriff kombinieren. Bei zwei Hereingaben vor das Tor war aber stets ein Schläger der Gäste dazwischen. In der 33. Minute waren die Hausherren in Unterzahl gefragt, wehrten sich gegen eine Direktabnahme von Mantenuto und einen Distanzschuss von Frigo aber erfolgreich. Nur wenige Augenblicke darauf sahen sich die Linzer erneut mit einem Mann weniger konfrontiert, konnten ein druckvolles Powerplay aber erneut abwenden. Das Match wurde ruppiger und beide Mannschaften bearbeiten sich in harten Zweikämpfen. So ging auch der Mittelabschnitt ohne Tore zu Ende und es ging mit einem spannenden 0:0 in die letzte Pause.

MacKenzie erlöst druckvolle Linzer

Aus dieser herausgekommen, starteten die Oberösterreicher mit viel Power und erspielten sich gleich in den ersten beiden Wechseln gute Möglichkeiten. Shawn St-Amant und Niklas Würschl gaben gefährliche Weitschüsse ab, doch wieder wollte die Scheibe nicht bis hinter die Linie. Die Torsperre sollte auch in der 46. Minute anhalten, als Brian Lebler den perfekten Pass bekam und im Breakaway auf und davon zog. Der Stürmer zögerte zu lange und kam so nicht am gut positionierten Svedberg vorbei. Die Steinbach Black Wings feuerten aus allen Lagen und kamen zwei Minuten später zur nächsten Riesenchance. St-Amant konnte einen Seitenwechsel aber nicht ideal annehmen und verfehlte mit seinem Onetimer das Tor. Angekommen in den letzten zehn Minuten wurde klar, dass das Spiel durch einen Fehler entschieden werden würde. Anders als noch am Sonntag, waren es dieses Mal die Steinbach Black Wings, die auf diese Nachlässigkeit drückten. In der 54. Minute war es beinahe soweit, als Svedberg nach einem optimistischen Versuch von St-Amant aus dem Mittelkreis kurz die Orientierung verlor. Zwar konnte er dieses Mal noch rechtzeitig nachfassen, knapp drei Minuten vor dem Ende war der Schwede dann aber endlich geschlagen.

Matt MacKenzie schaltete sich in einem Konter mit ein und bekam auf halb rechter Seite das Zuspiel. Der Verteidiger bekam viel Platz, visierte die Lücke perfekt an und brachte die 2.858 Zuseher mit dem 1:0 doch noch zum Jubeln. Die Linz AG Eisarena peitschte die Stahlstädter daraufhin in Richtung Schlusssirene. Die Gäste riskierten nach einem Time-Out noch einmal alles und brachten den zusätzlichen Feldspieler. Die Oberösterreicher gewannen aber das folgende Anspiel, die Scheibe kam zu Emilio Romig, der diese aus dem eigenen Drittel ins Empty Net zum 2:0 Sieg verwandelte.

Die Steinbach Black Wings sind damit die erste Mannschaft, die dem HC Bozen nach zehn ungeschlagenen Spielen einen Sieg abringen. Gleichzeitig verlängerten die Oberösterreicher damit ihre Serie von sieben Heimsiegen in Serie. Bereits am Donnerstag reisen die Steinbach Black Wings nach Italien zum Auswärtsdoppel gegen Asiago und den HC Pustertal. Das nächste Heimspiel in der Linz AG Eisarena steigt am Freitag, den 8. Dezember, gegen die Vienna Capitals. Tickets dafür sind online unter tickets.blackwings.at erhältlich.