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Black Wings drehen Krimi gegen Spitzenreiter

Die Steinbach Black Wings feierten vor 4.057 Zusehern einen 3:2 Sieg gegen den Tabellenführer Hydro Fehervar. Nachdem die Stahlstädter zweimal in Rückstand gerieten, retteten sie sich in letzter Minute in die Overtime, in der Logan Roe das entscheidende Tor erzielen konnte.

Steinbach Black Wings Linz – Hydro Fehervar 3:2 n.V. (0:0, 1:1, 1:1, 1:0)

Tore: 0:1 Gleason Fournier (36. Min), 1:1 Kilian Rappold (36. Min), 1:2 Daniel Leavens (45. Min), 2:2 Andreas Kristler (59. Min), 3:2 Logan Roe (O.T.)

Das Spitzenduell zwischen den Steinbach Black Wings und Hydro Fehervar startete sofort mit viel Tempo. In den ersten Minuten ging es hin und her, ohne dass eine Mannschaft eine gute Torchancen kreieren konnte. Graham Knott war es, der den ersten Warnschuss an diesem Abend abgab. Der Puck verfehlte jedoch knapp sein Ziel und ging rechts am Kasten vorbei. Nach drei Spielminuten mussten die Stahlstädter wegen übertriebener Härte in Unterzahl auf das Eis. Die Hausherren stellten die Gäste aber gut zu und setzten sie früh unter Druck, sodass keine gefährlichen Torchancen entstehen konnten. Es war ein vorsichtiges Abtasten beider Mannschaften, mit Fortlauf übernahmen die Magayeren aber das Spielgeschehen. Nach 10 gespielten Minuten erkämpfte sich Shawn St-Amant den Puck im Defensivdrittel der roten Teufel. Der Stürmer fackelte nicht lange und feuerte den Puck sofort in Richtung Tor. Sein Schuss geriet jedoch zu zentral und war so kein Problem für Olivier Roy. Auf der Gegenseite kamen die Ungarn brandgefährlich zur Chance auf die Führung. Nach einer technischen Unsauberkeit bei Logan Roe landete das Spielgerät bei Istvan Bartalis, der in weiterer Folge alleine auf Rasmus Tirronen zufuhr. Dem Finnen gelang es im Liegen den Puck abzuwehren und es blieb beim 0:0. Es ging sofort weiter, diesmal auf der anderen Seite. Brodi Stuart arbeitete sich rechts gut durch, sein Abschluss ging aber knapp am Kasten vorbei. Nachdem Tirronen weitere Male gerade noch retten konnte, ging es ohne Treffer ein erstes Mal in die Pause.

Black Wings gelingt sekundenschneller Ausgleich

Anders als im ersten Abschnitt, fanden die Linzer im Mitteldrittel einen besseren Start und agierten von Beginn zielstrebiger als noch zuvor. Graham Knott setzte mit einem tollen Pass in die Tiefe Emilio Romig in Szene. Der Wiener konnte allein auf den Schlussmann der Ungarn zufahren, mit seinem Schuss traf er aber nur den Pfosten. Auch die Gäste ließen nicht lange auf sich warten. Kristof Nemeth und Tim Mcgauley gaben beide einen Schuss auf Tirronens Kasten ab. Der Finne konnte aber beide ohne große Probleme entschärfen. Aber nicht nur Rasmus Tirronen sondern auch Olivier Roy war an diesem Abend ein guter Rückhalt für seine Vorderleute.

Sean Collins fand sich auf der rechten Seite wenige Meter vor dem Tor wieder. Die Defensive der roten Teufel setzte ihn jedoch sofort in Bedrängnis, deswegen konnte er seinen Schuss nicht genug platzieren und Roy hatte keine Schwierigkeiten mit seinem Abschluss. Wenig später dann das zweite Powerplay für Hydro Fehervar. Raphael Wolf wurde wegen eines Crosschecks für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt. Aber auch in Unterzahl verteidigten die Linzer konsequent und ließen den Gästen keine Chance auf den Führungstreffer. Allerdings mussten die Oberösterreicher einen bitteren Wermutstropfen hinnehmen, denn Brodi Stuart musste nach einem harten Check vorzeitig in die Kabine.

Das Match wurde intensiver und es waren die berühmten Kleinigkeiten, die den Ausschlag machen sollten. So waren es die Gäste, die in der 36. Minute in Führung gingen. Gleason Fournier wurde von Daniel Leavens angeschossen und fälschte den Schuss knapp vor dem Tor unhaltbar ab. Der Puck ging durch Tirronens Beine und zum 1:0 für die Ungarn. Es dauerte aber nicht lange, bis sich die Steinbach Black Wings zurückmeldeten. Logan Roe erkämpfte sich den Puck hinter dem gegnerischen Kasten, legte ab auf Graham Knott, der den in der Mitte lauernden Kilian Rappold bediente. Nur 33 Sekunden nach dem Führungstreffer der Ungarn, verwandelte der Youngstar zum viel umjubelten Ausgleich. Mit dem 1:1 ging es für beide Teams in die zweite Pause.

Black Wings retten sich in Overtime

Drei Minuten nach Beginn des finalen Drittels kam es zum dritten Powerplay für die Gäste aus Ungarn. Martin Stajnoch musste wegen Behinderung für zwei Minuten in die Kühlbox. Diese Unterzahlsituation war eine zu viel und wurde von den Gästen doppelt bestraft. Daniel Leavens erarbeitete sich gut den Puck und schloss zielstrebig ab. Die Scheibe segelte durch die Beine von Tirronen zum 2:1 Führungstreffer aus Sicht der Gäste. Wenige Augenblicke später kamen auch die Hausherren endlich zu ihrem ersten Powerplay. Die roten Teufel verteidigten aber sehr konzentriert und ließen der Heimmannschaft keine Chance zum erneut schnellen Ausgleich. Die Steinbach Black Wings versuchten weiterhin alles nach vorne zu werfen, scheiterten jedoch immer wieder an der gut formierten Defensive von Hydro Fehervar. Falls sich doch einmal Lücken auftaten war es Roy der die Führung für seine Mannschaft festhielt. Die Ungarn stellten die Passwege gut zu und den Linzern fehlte die Kreativität im Angriff, so lief diesen langsam aber sicher die Zeit davon. In der 59. Minute sollte es dann aber doch noch klappen. Shawn St-Amant konnte ohne Gegenwehr von der linken Seite in die Mitte fahren und den gut positionierten Andreas Kristler bedienen, der den Puck zum 2:2 ins Netzt hämmerte.

Roe sichert Linzer neunten Heimsieg in Serie

Mit dem verdienten 2:2 ging es also in die Overtime. Die ersten guten Möglichkeiten zum Siegtreffer gehörten den Stahlstädtern. In einer zwei gegen eins Situation fuhren Niklas Würschl und Graham Knott auf Roys Gehäuse zu. Würschl bediente den Kanadier auf der linken Seite, der aber das Tor knapp verfehlte. Man merkte den Stahlstädtern an, wie hart sie dafür gearbeitet hatten, um in die Overtime zu kommen und jetzt unbedingt den Sieg nach Hause holen wollten. Es war Logan Roe, der die Linz AG Eisarena dann endgültig zum Beben brachte. Nach einem gewonnenen Face-Off von Sean Collins im Angriffsdrittel landete der Puck vor Roe’s Füßen. Der Defender fand viel Platz vor und verwandelte mit einem gezielten Schuss zum 3:2 Endstand.

Mit dem neunten Heimsieg in Folge legten die Steinbach Black Wings den ersten Meilenstein im Endspurt der Regular-Season. Bereits kommenden Dienstag wartet die nächste Herausforderung auf die Linzer. Am Stefanitag gastiere die Haie aus Innsbruck an der Unteren Donaulände. Tickets für das Spiel sind online unter tickets.blackwings.at erhältlich.