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Bittere Niederlage im Spitzenspiel

Die Steinbach Black Wings bleiben erstmals seit sieben Spiele wieder ohne Punkte. In einem spannenden Spitzenspiel kämpfen sich die Linzer durch eine fünfminütige Unterzahl und erspielen sich selbst gute Chancen auf den Sieg. In der Schlussphase entscheidet ein unglückliches Powerplay für die Hausherren das Match.

Hydro Fehervar AV 19 – Steinbach Black Wings Linz 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)

Tore: 1:0 Guillaume Lecerlc (15. Min), 2:1 Janos Hari (58. Min / PP1) bzw. (1:1 Emilio Romig (37. Min)

Mit Rasmus Tirronen gegen sein Ex-Team zurück im Tor gingen die Steinbach Black Wings in das Spitzenspiel gegen Fehervar. Kurzfristig auf der Bank nahm der 18-Jährige Benedikt Oschgan als Back Up Torhüter Platz, nachdem Thomas Höneckl krankheitsbedingt daheim bleiben musste. Im Duell der besten Offensive gegen die beste Defensive waren es die Gastgeber, die über Daniel Leavens den ersten Schuss abgaben, damit aber für keine Gefahr sorgten. Die Anfangsminuten verstrichen ohne nennenswerte Aktionen, ehe die Oberösterreicher in der dritten Minute erstmals im Angriff vorstellig wurden. Emilo Romig probierte es auf der linken Seite aus spitzem Winkel, konnte Olivier Roy damit aber nicht überlisten. Beide Teams brauchten ein wenig, um ihr Tempo im Spiel zu finden, mit einem Schlag sollte sich dies aber ändern. Gerd Kragl ließ bei einem Zweikampf im Konter unglücklich das Bein stehen und erwischte Mihaly am Knie. Die Schiedsrichter bewerteten dies als Kniecheck und schickten den Verteidiger mit einer Spieldauerstrafe bereits kurz nach Beginn unter die Dusche.

Die Steinbach Black Wings bekamen somit früh die erste richtig große Bewährungsprobe zu bewältigen und fanden sich fünf Minuten in Unterzahl wieder. Aber die Oberösterreicher verteidigten hervorragend und ließen keine einzige gefährliche Abschlussmöglichkeit der Hausherren zu. Im Gegenteil: gleich zweimal fanden die Special Teams selbst ihre Riesenchance auf die Führung vor. Zuerst waren Brodi Stuart und Julian Pusnik im Zwei-auf-Eins Konter auf und davon, Ersterer verzog seinen Schuss aber etwas über die Querlatte. In der 10. Minute fing dann St-Amant einen Pass in der neutralen Zone ab und schickte Graham Knott auf die Reise. Im Breakaway scheiterte der Topscorer aber an der Fanghand von Roy. Hinten einwandfrei, vorne fast schon zu inkonsequent überstanden die Stahlstädter das Powerplay der Ungarn schadlos und übernahmen daraufhin das Spielgeschehen.

Nachdem Stuart ein weiteres Mal knapp aus guter Position scheiterte, schlug Fehervar aber aus dem Nichts zu. Guillaume Lecerlc bekam in der 15. Minute ein schnelles Zuspiel zur Mitte und stand plötzlich ganz alleine vor Tirronen. Mit einem eleganten Haken auf die Rückhandseite brachte er den Finnen aus der Position und verwandelte zum 1:0 für die Gastgeber. Das Match nahm Fahrt auf und die Gäste waren um eine schnelle Antwort bemüht. Wieder eroberte St-Amant die Scheibe im eigenen Drittel und zog mit einem schönen Lauf die Gegenspieler auf sich. Im hohen Slot legte er mit einem guten Pass die Scheibe vor das Tor zu Romig, der direkt vor Roy aber seinen Abschluss nicht vorbeibrachte. Trotz engagiertem Startdrittel ging es für die Oberösterreicher so mit einem knappen Rückstand erstmals in die Pause.

Black Wings belohnen sich spät für Dauerdruck

Die Mannschaft von Head Coach Philipp Lukas war damit gefragt, ihre Schwächen im Mittelabschnitt abzulegen, wenn sie den Turnaround schaffen wollte. Dieses Vorhaben begannen die Gäste mit gutem Forechecking und nahmen den Ungarn so mehrmals die Scheibe im Spielaufbau frühzeitig ab. Nach einem gewonnenen Face-Off im Angriffsdrittel zog MacKenzie mit einem wuchtigen Schuss von der blauen Linie sofort ab und Roy musste kurz prallen lassen. Eine Sekunde zu spät rauschte Romig aber für den möglichen Rebound heran und konnte so nicht mehr entscheidend nach stochern. In der 24. Minute tänzelte sich Graham Knott herrlich über die rechte Seite durch die Verteidigung, vor dem Tor hob er im Abschluss den Puck aber am Kreuzeck vorbei. Die Steinbach Black Wings feuerten aus allen Lagen und kamen nur eine Minute später zur nächsten Riesenchance. Andreas Kristler bekam am langen Eck das Zuspiel, doch wieder war Roy rechtzeitig zur Stelle.

Die fehlende Effizienz der Linzer machte sich bemerkbar und wurde beinahe von den roten Teufeln bestraft. Janos Harri tauchte im Konter brandgefährlich vor dem Tor auf, doch Tirronen bewahrte seine Teamkollegen vor einem höheren Rückstand. Während sich vor Halbzeit des Spiels die Angriffe fast ausschließlich in Richtung Roy bewegten, versuchte es Fehervar kurz nach der 30. Minute selbst mit Scheibenbesitz. So waren es dieses Mal die Oberösterreicher, die zweimal die Möglichkeit im Gegenstoß bekamen. Zunächst scheiterte Lebler mit einem Handgelenkschuss von links, ehe Niklas Bretschneider einen Drei-gegen-Eins Konter einleitete. Der Stürmer entschied sich auf der rechten Seite selbst für den Schuss und setzte diesen am Außennetz vorbei.

In der 37. Minute war es aber dann endlich soweit und die Steinbach Black Wings konnten sich für ihr Offensivfeuerwerk belohnen. Graham Knott sah an der Bande hinter dem Tor den freistehenden Emilio Romig in der Mitte und bediente ihn mit einem schönen Zuspiel. Im hohen Slot schloss der Stürmer sofort ab und verwandelte mit einem gezielten Schuss ins Kreuzeck zum 1:1 Ausgleich. Kurz darauf fand Würschl mit einem guten Abschluss auch noch die Chance auf die Führung vor, es ging aber mit dem Unentschieden in den spannenden Schlussabschnitt.

Bittere Entscheidung kurz vor dem Ende

In diesem angekommen starteten die Steinbach Black Wings nach wenigen Sekunden mit einem ersten Powerplay, straften sich gleich darauf aber selbst. MacKenzie legte nach einem Scheibenverlust Leclerc im Konter und so matchten sich beide Teams erstmals bei viel Platz im vier gegen vier. Dabei konnte aber keine der beiden Mannschaften gefährlich werden. In der 44. Minute durften die Linzer dann wirklich ihre Überzahl-Formationen aufziehen, doch die Gäste hatten neuerlich Probleme ihre Aufstellung zu finden. Bis auf einen verdeckten Weitschuss von Kristler ließen die Ungarn keinen Raum zum Kombinieren. Druckvoller agierte die erste Linie wieder bei numerischem Gleichstand, einen Schuss von Collins konnte Roy aber parieren.

Mit dem umkämpften 1:1 bog das Match in seine alles entscheidende Phase ein. Zehn Minuten vor dem Ende waren es auf einmal die Magyaren, die mit einem druckvollen Wechsel auf die neuerliche Führung drängten. Terbocs und Bartalis überliefen zweimal mit Tempo die Verteidigung der Gäste, wurden von Tirronen aber gerade noch ausgebremst. Eine hektische Endphase nahm ihren Lauf, in dem eine Unkonzentriertheit von Brian Lebler das Spiel zugunsten der Hausherren entscheiden sollte. Der Kapitän wollte das Spielgerät über die Bande aus dem eigenen Drittel chipen, bugsierte sie dabei aber unberührt über das Glas in die Zuschauer. So kam es im folgenden Powerplay wegen Spielverzögerung wie es kommen musste: Janos Hari bekam auf der rechten Seite für einen Moment zu viel Platz, visierte das rechte obere Eck an und traf zum 2:1 Siegtreffer. Damit mussten die Linzer zum ersten Mal seit sieben Spielen wieder ohne Punkte die Heimreise antreten.

Für die Steinbach Black Wings geht es bereits am Dienstag daheim mit dem nächsten Brocken gegen Bozen weiter. Tickets dafür sind online unter tickets.blackwings.at erhältlich.