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Schade um dieses Spiel Steel Wings LINZ AG - HC Meran/o Pircher 2:4 (0:1, 2:0, 0:3)

Das Thema, dass die Mannschaft schon die ganze Saison begleitet, wurde auch heute wieder deutlich. Wieder ein gutes Spiel, dass erneut mangels Chancenverwertung nicht siegreich beendet werden konnte.

Aufstellung

Oschgan (Reder); L. Liesch „C“ – Brikmanis; Moser – Dorion „C“; Necesany – Lindner; Pirklbauer – D. Stöttner; Theirich – Wilding – Persson; Feldbaumer – T. Sticha – Rappold; Koller – Mosaad – Grasser; D. Sticha – Haiböck – Maurer.

Torschützen

0:1 06:47 #25 Fabrizio Ricci (Thaler/Garreffa), PP

1:1 35:00 #68 Manuel Feldbaumer (Rappold/Sticha)

2:1 38:27 #54 William Persson (Dorion/Rappold), PP

2:2 45:59 #29 Calder Anderson (Ritchie)

2:3 50:27 #14 Brandon McNally (Ritchie/Ricci), SH

2:4 59:16 #29 Calder Anderson (Ritchie/Ricci), EN

Ein Spielbeginn, wie man es sich als Fan nur wünschen konnte. Energiegeladen, entschlossen in den Zweikämpfen und mit starkem Forechecking den Gegner gut beschäftigt, so präsentierten sich die Linzer in den ersten Minuten. In der 3. Minute erzeugte ein vorm Meraner Tor frei liegender Puck kurze für Aufregung, von den Linzern genutzt wurde diese Gelegenheit jedoch nicht. In der 7. Minute dann der Führungstreffer für Meran in Überzahl durch #25 Fabrizio Ricci, der nach dem guten Start ins Spiel etwas weh tat. Danach war etwas Unruhe ins System geraten, wobei die Linzer dennoch gut spielten; wenn da nicht die Sache mit der Chancenverwertung wäre. Schlussendlich – nach einem zu Nahekommen am Linzer Goalie – der zu einem beidseitigen Strafausspruch führte, ging’s 4 gegen 4 für zwei Minuten, dieses Mal folgenlos, weiter. Was das Kreieren von Chancen betraf, hatten bis zum Schluss die Linzer die Nase vorn, jedoch zum Ausgleichstreffer kam es bis zur ersten Pause nicht

Foto: Nadja Lang//#54 William Persson

Wie zu erwarten war, versuchten die Linzer durch viel erzeugten Druck im Angriffsdrittel auf einen raschen Ausgleichstreffer zu drängen. Doch auch in dieser Phase wollte der Puck nicht unbedingt für die Linzer springen. Die Linzer ließen weiterhin nicht locker, was sich leider auch in einer Strafe ausdrückte. Dank gutem PK, wurden auch diese zwei Minuten gut überstanden. Trotz mehr Schussabgaben aufs Tor als unsere Gäste, gelang dieser wichtige Ausgleichstreffer nicht. Auch ein Power Play in der 32. Minute war dabei nicht hilfreich. Noch nicht, wie sich in der 35. Minute zeigte. Nach einem perfekten Kombinationsspiel von #20 Kilian Rappold und #17 Timo Sticha, versenkte #68 Manuel Feldbaumer den Puck zum befreienden 1:1 im Meraner Tor. Auch unsere Gäste blieben der Strafbank nicht fern und luden gleich zweimal auf ein Power Play ein, weshalb sich #54 William Persson auch nicht lange bitten ließ. Dieser schoss nach Zuspiel von Kapitän #10 Marc-André Dorion und #20 Kilian Rappold kraftvoll die Linzer zur 2:1 Führung. Auch ein Führungsausbau in letzter Minute lag schon in der Luft, scheiterte jedoch am Abschluss. Mit 2:1 ging’s in die letzte Pause.

Foto: Katjana Ferres//#18 Benjamin Mosaad

Mit 22 Sekunden Überzahl gingen die Linzer in dieses entscheidende Drittel. Wie schon im Spiel gegen Jesenice ließen die Linzer erneut alles am Eis, nur knapp fand gleich zu anfangs der Puck zweimalig nicht den Weg ins gegnerische Tor. In der 46. Minute dann – nach einem Fehler in der Verteidigung – ein zu leicht „verschenktes“ Tor an unsere Gäste. Den Ausgleich für Meran erzielte #29 Calder Anderson. Nerven brauchte es auch in der 49. Minute, als ein fast serviertes Tor von den Linzern keine Verwertung fand. In der 50. Minute wieder ein Power Play für Linz, dass nicht die Linzer, sondern die Meraner für einen Shorthander nutzten. Leider war es dem Schützen #14 Brandon McNally nach einem Konter in der 51. möglich, völlig frei zum 2:3 abzuziehen. Noch 9 Minuten waren Zeit für den erneuten Ausgleichstreffer, aber auch diese Zeit blieb nicht straffrei für Linz. Zu viele vergebene Chancen markierten auch die letzten 5 Minuten. In der 59. Minute dann der letzte Versuch mit 6 Mann am Eis den Ausgleichstreffe zu erzielen, der jedoch scheiterte und mit einem Gegentreffer zum 2:4 endete. Schade um dieses gute Spiel, dass am Ende aus der Hand gegeben wurde.

Stimmen nach dem Spiel

Wir haben gegen eine Mannschaft mit sehr, sehr viel Erfahrung und den zwei Top-Scorern der Liga gespielt. Uns war das bewusst und wir haben uns darauf eingestellt. Wir konnten im Spiel damit auch gut umgehen und haben den Gegner dominiert. Haben aber auch – und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison – wieder einen Weg gefunden ein Spiel zu verlieren. Und das ist sehr schade für die Jungs, die sehr viel Zeit und harte Arbeit investieren und sich aber schlussendlich leider dafür nicht belohnen.
Assist. Coach Harry Pschernig
Ich habe das Gefühl, dass wir Spiele wegen uns selbst verlieren, und das ist es, was mich die meiste Zeit der Saison ärgert. In unseren Spielen haben wir zwar überwiegend ein hart arbeitendes Team, machen aber zu viel Fehler. Am Anfang haben wir gesagt, wir würden daraus lernen, aber wir machen jetzt immer noch die gleichen Fehler. Wir wussten, dass da heute gute Spieler am Eis sein werden, die uns für jeden Fehler bezahlen lassen würden. Und genau das haben sie getan.
Kapitän #10 Marc-André Dorion