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Linzer gaben Spiel aus der Hand Steel Wings LINZ AG – HC Gherdeina Valgardina.it 4:5 OT (1:0, 3:1, 1:3)

An diesem etwas vernebelten Donnerstagabend, war ein spannendes Spiel gegen den Tabellennächsten HC Gherdeina valgardena.it. zu erwarten. Nur 2 Punkte trennten Linz von den Südtirolern, was ein ausgeglichenes und hartes Spiel vermuten ließ. Am Ende hieß es dann 1 Punkt für Linz.

Aufstellung

Oschgan (Reder); L. Liesch „C“ – Brikmanis; Söllinger – Necesany; Moser – Lindner; Pirklbauer – L. Stöttner; Theirich – Saha – Grasser; Wilding – T. Sticha – Maurer; Aigner – Mosaad „A“ – D. Stöttner; Koller – Haiböck – Fichtinger.

Torschützen

1:0 04:50 #79 Dominik Stöttner (Aigner/Moser)

2:0 34:22 #24 Ben Grasser (Haiböck/Theirich), PP

3:0 37:03 #88 Raffael Aigner (Mosaad/Saha)

3:1 39:12 #91 Anthony De Luca (Luisetti/Pitschieler)

3:2 48:28 #28 Kevin Schulze (Messner/Pitschieler), PP

3:3 50:38 #28 Kevin Schulze (De Luca/Pitschieler)

4:3 51:40 #88 Raffael Aigner (Stöttner/Mosaad)

4:4 55:16 #84 Julian Senoner (Cristellon/De Luca)

4:5 60:54 #91 Anthony De Luca (McGowan/Luisetti), OT

Von lautem Getrommel getrieben, schafften es die Linzer immer wieder aufs Neue sich im Angriffsdrittel festzusetzen und bereits in den ersten Minuten einige Schüsse aufs Tor abzugeben. Das intensive Arbeiten nach vorne hatte sich dann in der 5. Minute für die Linzer gelohnt. Die perfekt eingestellte Linie um Center #18 Benjamin Mosaad brachte die Mannschaft durch #79 Dominik Stöttner nach Assist von #88 Raffael Aigner und #20 Alexander Moser in Führung. Die Trommeln ließen auch weiterhin nicht locker und so auch nicht die Steel Wings LINZ AG. Eine Strafe für Gherdeina rief in der 12. Minute das Special Team der Linzer auf den Plan, das Überzahlspiel verlief jedoch ungenutzt. Auch auffällig in diesem Drittel war das konsequente zurückarbeiten der Mannschaft, dass in diesem Drittel bereits in der Vorbereitung einige Torschüsse der Gäste erfolgreich vereitelte. Mit 1:0 ging’s in die erste Pause.

Die zweiten zwanzig Minuten waren kaum angelaufen, zeigten sich die Linzer abermals sehr präsent im Angriffsdrittel. Auch das gute Arbeiten in der Neutralen Zone, ermöglichte den Gästen nur wenige Angriffe. Ein schneller Konter der Linzer in der 21. Minute ließ beinahe die Herzen der Fans erneut höherschlagen. #78 Sebastian Wilding und #17 Timo Sticha im Nachschuss, scheiterten nur ganz knapp am Schlussmann der Gäste. Noch ein ungenutztes Power Play musste verstreichen, bis dann im nächsten, in 35. Minute, die Sirene zum 2:0 ertönte. Dieses Mal war es #24 Ben Grasser der sich nach Assists von #7 Mathias Haiböck und #41 Maximilian Theirich am Scoreboard eintragen durfte. Keine zwei Minuten später ein gelungener Überraschungsangriff der Linzer, indem das Trio #18 Benjamin Mosaad, #59 Mikael Saha und #88 Raffael Aigner in spielerischer Leichtigkeit aufs Tor zogen und 1, 2, 3 #88 Raffel Aigner nach Assist von #18 Benjamin Mosaad und #59 Mikael Saha zum 3:0 einnetzte. Kurz vor Drittelende, in letzter Minute, ereignete sich der Anschlusstreffer von Gröden zum 3:1, der Spielstand, mit dem es in die zweite Pause ging.

Im letzten Drittel waren die Gäste mit Vorsicht zu genießen. Dass sie es schafften, den Linzer Schlussmann zu überwinden, dürfte sie motiviert haben. Doch nun hieß es nicht locker zu lassen, das Spiel nicht aus der Hand zu geben und vor allem auch diszipliniert zu bleiben. Letzteres funktionierte leider nicht ganz, ein Power Play-Tor in der 49. Minute durch #28 Kevin Schulze führte zum 3:2 und einer nur mehr knappen Führung für Linz. 9 Minuten 48 waren noch auf der Uhr, was im Eishockey eine lange Zeit sein kann. Dass darin viel passieren konnte, zeigte auch dieses Spiel. Ein Ausgleichstreffer in der 50. durch #28 Kevin Schulze und Gott sei Dank auch die rasche Antwort darauf in der 52. Minute durch #88 Raffael Aigner nach Zuspiel von #79 Dominik Stöttner und #18 Benjamin Mosaad, was erneut eine knappe Führung für Linz bedeutete. Und wieder war das Glück nicht auf der Linzer Seite, in der 56. Minute erneuter Ausgleich der Südtiroler durch #84 Julian Senoner. Fast schon traditionell machten es die Linzer auch in dieser Begegnung spannend bis zum Schluss. Die reguläre Spielzeit ging ohne Entscheidung 4:4 zu Ende.

In 5 Minuten Overtime drei gegen drei sollte nun die Entscheidung fallen. Ein Strafausspruch in dieser Zeit war keinesfalls hilfreich. Mit einem Mann am Eis mehr drehte Gröden das Spiel und ging durch den Torschützen #91 Anthony De Luca als Sieger mit 2 Punkten vom Eis.

Stimmen zum Spiel

Wir haben das erste Drittel so begonnen, wie wir uns das vorgenommen haben. Waren aber in der Umsetzung nicht gut genug, sodass wir nur mit einer 1:0 Führung in die erste Drittelpause gingen. Im zweiten Drittel gingen wir dann verdient mit 3:0 in Führung, ließen aber in letzter Minute den Gegner durch einen Fehler in der Offensive Zone wieder ins Spiel kommen, was wohl der Wendepunkt in diesem Spiel war. Im dritten Drittel haben wir dem Gegner zu viel Raum und Platz gelassen, was diese routinierte Mannschaft gekonnt nutzte. Jetzt gilt es schnell die Lehren aus diesem Spiel zu ziehen, um daraus gestärkt am Samstag gegen Cortina anzutreten.
Assist. Coach Harry Pschernig