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Es wäre mehr möglich gewesen EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel - Steel Wings LINZ AG 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)

Das letzte Spiel vor Weihnachten, führte heute die Steel Wings LINZ AG auswärts nach Tirol zum EC „Die Adler“ Stadtwerke Kitzbühel. Dass es wohl heute ein besonders prickelndes Spiel werden wird, lag bereits bei Antritt der Fahrt in der Luft.

Aufstellung

Oschgan (Reder); L. Liesch „C“ – Brikmanis; Söllinger – Necesany; Moser – Lindner; Pirklbauer; Theirich – Wilding – Persson; Feldbaumer – T. Sticha – D. Stöttner; Aigner – Mosaad „A“ – Grasser; Koller – Haiböck – Maurer.

Torschützen

1:0 25:19 #19 Chris Seto (Rotter/Podlipnik)
1:1 38:30 #23 Patrick Söllinger (Necesany/Aigner)
2:1 42:59 #19 Chris Seto (Rotter/Matzka)
3:1 59:45 #11 Henrik Hochfilzer (Lehtonen/Kreuter)

Erstes Bully zwar verloren, jedoch haben sich die Linzer dennoch schnell in Puck-Besitz bringen können. Schnell und physisch ging’s dann gleich bis zur 2. Minute weiter, wo ein gefährlicher Angriff der Linzer im Angriffsdrittel gestoppt wurde. Das Special Team der Linzer war nun am Eis, jedoch kleine Fehler fallweise schon im Aufbau, sowie Pass- und Annahmefehler vorm gegnerischen Tor, ließen diese 2 Minute torlos ablaufen. Die Spieler waren weiterhin mit hohem Tempo unterwegs, in ihren Kontern wechselten sie sich ebenso schnell ab. In der 15. Minute dann eine Strafe für Linz, in der sich die jungen Cracks nicht nur immer wieder befreien, sondern gleich zu Beginn der Unterzahl einen fast erfolgreichen Gegengriff finalisieren konnten. Die Strafe für Linz kaum abgelaufen, gerieten nach einem Stockschlag #11 Henrik Hochfilzer und #92 Patrick Lindner aneinander. Ergebnis waren jeweils 5 Minute Strafe, den Stockschlag durch #11 Henrik Hochfilzer, saß die #77 Jonas Repo ab.

Auch diese 20 Minuten starteten nicht weniger emotionsgeladen. Leider gesellte sich auch ein Konzentrationsfehler dazu, die den Kitzbühlern, nach 6-Mann-am-Eis der Linzer, ein Power Play verschaffte. Verwertet wurde dieses in der 26. Minute durch #19 Chris Seto nach Zuspiel von #6 Rafael Rotter und #78 Alexander Maxa. Von einem Spielfluss konnte man bislang auch nicht wirklich sprechen, zu viele Unterbrechungen und zu viele erhitzte Gemüter die es häufig zu beruhigen galt. In der 28. Minute erneut eine Strafe, die, das bisherige Spiel betrachtend, wenig überraschte. Die Linzer konnte diese Möglichkeit zum Ausgleich jedoch nicht nutzen. Ab der 32. Minute kamen die Linzer dann leider auch etwas in Bedrängnis, schafften es nicht den Puck aus dem eigenen Drittel zu bekommen. Der Linzer Tormann #40 Benedikt Oschgan aber auch in diesem Spiel zur Stelle und hielt die Mannschaft mit Big Saves im Spiel. Dann in der 39. Minute endlich der erlösenden Ausgleichstreffer der Linzer. Nach perfekten Zuspiel von #73 Lukas Necesany und #88 Raffael Aigner, platzierte #23 Patrick Söllinger den Puck gekonnt ins lange Kreuzeck der Kitzbühler. Mit 1:1 ging’s in die letzte Pause.

Das letzte Drittel war angelaufen und man „muss“ es leider sagen, einen Schönheitspreis wird dieses Spiel wohl nicht mehr gewinnen. Beide Mannschaften drängten von Beginn an auf ein weiteres Tor, dass durchwegs spielentscheidend sein könnte. In der 43. Minute waren es dann leider die Hausherren, die erneut durch #19 Chris Seto über Zuspiel von #8 Moritz Matzka und #78 Alexander Maxa, nach einem Verteidigerfehler punkten konnten. Das Momentum schien nun komplett auf der Seite der Adler zu sein, die in ihrem Drittel kaum etwas zuließen. In der 56. Minute dann ein Doppel-Ausschluss bei den Linzern, mit 5 gegen 4 ging’s für 2 Minuten weiter. #24 Ben Grasser kam hingegen nach Ablauf dieser beiden Minuten nicht mehr ins Spiel zurück, er hatte eine 10 Minuten-Strafe wegen unsportlichem Verhaltens „abzusitzen“. Am Ende entfachte noch regelrecht ein Krimi am Eis. Head Coach Matej Hocevar hatte bereits den Tormann (59.) gezogen und in kürzester Zeit ging gleich dreimal der Kelch an den Linzern und am leerem Tor vorüber. 15 Sekunden vor der Schlusssirene dann noch ein Empty Net-Goal zum 3:1, was auch den Endstand markierte.

Stimmen zum Spiel

Im ersten Drittel sind wir ziemlich gut gelaufen und wir hatten das Spiel auch gut unter Kontrolle. Im zweiten waren wir nicht mehr so stark, vor allem was das Puck-Management in der neutralen Zone anging. Ins dritte Drittel hatten wir einen guten Start, haben gleich den Ton angegeben. Als wir jedoch ein einfaches Tor kassierten, fehlte uns der letzte Push, um den Ausgleich zu erzielen. Aber dieses Spiel war auch eine gute Erfahrung für einige Jungs, sie hatten heute eine etwas größere Rolle als sonst zu übernehmen und konnten sehen, was im Profibereich verlangt wird. Abschließend möchte ich noch all unseren Fans frohe Weihnachten wünschen und ich hoffe, dass wir uns bei den nächsten Heimspielen in der Halle sehen.
Head Coach Matej Hocevar zum heutigen Spiel
Im ersten Drittel haben wir bereits in den ersten fünf Minuten gut ins Spiel gefunden, danach aber leider etwas nachgelassen. Dennoch waren wir die Mannschaft, die mehr Druck gemacht hat. Im zweiten Drittel hatten wir dann leider einen Durchhänger. Es ging uns nicht gut und wir waren einfach nicht konsequent genug an der Scheibe. Im letzten Drittel fanden wir dann wieder besser ins Spiel, haben es aber trotzdem nicht geschafft ein Tor zu schießen.
#88 Raffael Aigner zu Spiel und Mannschaft