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Ein Spiel zum Vergessen Steel Wings LINZ AG – HK RST Pellet Celje 2:4 (0:1, 1:1, 1:2)

Kapitän Marc-André Dorion war nach längerer Verletzungspause wieder zurück ins Line-up gekehrt, die Brüder #17 Timo und #53 Dennis Sticha zum ersten Mal gemeinsam am Eis und Journalist Markus Prinz von den OÖ Nachrichten in der LINZ AG Eisarena. Das Spiel konnte also nur unter einem guten Stern stehen. Doch all das hilft nichts, wenn’s nicht läuft – und heute, lief’s ganz und gar nicht.

Aufstellung

Oschgan (Reder); L. Liesch „A“-Brikmanis; Söllinger- Dorion „C“; Lindner-Necesany; Moser-Maurer; Theirich – Saha – Persson; Feldbaumer-T. Sticha-Rappold „A“; Aigner-Mosaad-Grasser; Wilding-Haiböck-D.Sticha.

Torschützen

0:1 03:50 #16 Mikus Mintautiskis (Povse/Sotlar)

1:1 27:01 #92 Lorenz Lindner (Theirich/Saha)

1:2 37:05 #16 Mikus Mintautiskis (Freidenfelds/Sotlar)

2:2 40:36 #20 Kilian Rappold (Feldbaumer)

3:2 49:43 #8 Jure Povse (Sotlar/Bernard)

2:4 53:58 #22 Bohdan Panasenko (Secen/Jenko)

Rasanter Start ins erste Drittel und gute Körpersprache bei den Linzern – alles war angerichtet für ein erfolgreiches Spiel. Leider waren es die slowenischen Gäste, die in der 4. Minute den ersten Führungstreffer durch #16 Mikus Mintautiskis, der einen kleinen Fehler in der Verteidigung zu verwerten wusste, erzielten. Die Linzer kämpften jedoch unbeeindruckt weiter und drängten auf einen schnellen Ausgleich, der trotz guter Chancen, in diesen 20 Minuten nicht fallen wollte. Celje überdies war nicht nur im eigenen Drittel stark. In die Pause ging‘s nach nur wenigen Unterbrechung mit 0:1 in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Drittels zeigte sich ein etwas holpriges Spiel. Das Forechecking wollte nicht ganz gelingen und auch eine schöne Einzelaktion von #92 Lorenz Lindner scheiterte leider am Schlussmann der Slowenen. Jede Gelegenheit, um Druck vorm gegnerischen Tor zu erzeugen wurde zwar von Beginn weg genutzt, jedoch verhinderte eine gut positionierte gegnerische Mannschaft gefährlich werdende Schüsse aufs Tor. Dann in der 28. Minute der lang ersehnte Ausgleichstreffer, erzielt durch #92 Lorenz Lindner nach Zuspiel von #41 Maximilian Theirich und #59 Mikael Saha, der den Puck aus der Distanz zwischen den Beinen des Goalkeepers hindurch im Tor von Celje platzierte. Was es auf Linzer Seite aber zu verbessern galt, war jedenfalls auch das Stickhandling. Den Puck im eigenen Drittel am Eis liegen zu lassen, war Vieles, aber keineswegs empfehlenswert. Auch gut vorbereite Angriffe, scheiterten zweimal am konsequenten Abschluss. Celje war in ihrer Effizienz besser aufgestellt und nutzte – bei deutlich weniger Möglichkeiten – ihre Chance, um erneut bei Minute 38 in Führung zu gehen. Torschütze war auch dieses Mal die #16 Mikus Mintautiskis. Mit 1:2 ging’s in die letzte Pause.

Begleitet von Sprechchören und lauten Trommeln, wurden die Linzer im Schlussdrittel förmlich vorangetrieben. Und das erfolgreich, wie sich nach 36 gespielten Sekunden zeigte. Im zweiten Angriff gelang es #20 Kilian Rappold „A“, perfekt bedient von #68 Manuel Feldbaumer, den Puck über die linke Schulter des Goalies im Tor zu versenken. Die weiteren Minuten, bis etwa zur Mitte der Spielhälfte, war gekennzeichnet von weiteren ungenutzten Chancen, zu steilen Pässen vorm gegnerischen Tor, die eine Annahme schwierig machten und Schrecksekunden für die Linzer Fans, verursacht von der Mannschaft aus Celje, die nun öfter gefährlich im Linzer Drittel auftauchten. In der 50. Minute schoss sich Celje, abgefälscht durch die #8 Jure Povse erneut in Führung; Wenig später der Führungsausbau zum 2:4 durch #22 Bohdan Panasenko, was eine Steigerung der Spielintensität auslöste. Diese beiden letzten Tore gingen gefühlt etwas zu einfach.

Nun einen Zwei-Tore-Rückstand, bei nur mehr gut 3 Minuten auf der Uhr, zu egalisieren, war jetzt die große Herausforderung. Mit einem Feldspieler mehr am Eis bei den Linzern ging’s ab 57:17 weiter. Am Spielstand von 2:4 hatte aber auch diese Maßnahme nichts mehr geändert.

 

Stimmen nach dem Spiel

Wir waren am Anfang etwas eingerostet, wir haben fast zwei Wochen lang kein Spiel bestritten und das hat sich natürlich auf unser Spiel ausgewirkt. Sie hatten das Momentum des Spiels im ersten Drittel übernommen und als wir dann unser erstes Tor erzielten, denke ich, war das Momentum mit großen Torchancen auf unserer Seite. Ein Fehler in der D-Zone hat uns dann leider das zweite Tor gekostet und danach war es schwer, Celje einzuholen. Das war jetzt einmal ein Spiel, von sieben Weiteren, die noch folgen werden, auf das wir im nächsten gegen Jesenice reagieren werden.
(Head Coach Matej Hocevar)
Wir hatten jetzt länger kein Spiel und ich glaube, dass das auch unser heutiges Spiel beeinflusst hat. Wir sind grundsätzlich gut ins erste Drittel gestartet, als aber dann unsere Gegner das erste Tor geschossen haben, hat das irgendwie unseren Spielfluss unterbrochen. Im zweiten Drittel sind wir dann einfach viel zu viel im eigenen Drittel „geschwommen“ und brachten nicht konsequent genug die Scheibe raus. Für die Chancen vorne, die wir auch in diesem Spiel richtig gut erarbeitet hatten, bedeutet es nun für die nächsten Begegnung diese auch unbedingt umzusetzen.
(Torhüter #40 Benedikt Oschgan)