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Bittere Niederlage für Linz Steel Wings LINZ AG - Red Bull Hockey Juniors 0:3 (0:1, 0:0, 0:2)

Mit einer 30minütigen Verzögerung – bedingt durch einen technischen Defekt der Eismaschine – begann die heutige Begegnung gegen die Red Bull Hockey Juniors. Doch dies tat der Leidenschaft und dem Einsatz der Spieler keinen Abbruch.

Fotos: Daniel Wolkerstorfer

Aufstellung

Oschgan (Reder); L. Liesch „A“ – Brikmanis; Söllinger – Dorion „C“; Necesany – Tialler; Koller – Lindner; Theirich – Saha – Persson; Wilding – T. Stiche – Maurer; Feldbaumer – Haiböck – D. Stöttner; Aigner – Mosaad „A“ – Grasser.

Torschützen

0:1 18:31 #24 Paul Vinzens (Kirchebner/Zelenov)
0:2 46:51 #07 Maximilian Wurzer
0:3 58:56 #08 David Cernik (Murnieks/Helander

Wie erwartet, trat der heutige Gegner gleich mit Spielbeginn stark auf. Auch sie beherrschen ein gutes Forechecking und taten das Nötige dazu, die Linzer nicht aus ihrem Drittel zu lassen. Für kurze Zeit zogen die Linzer das Momentum auf ihre Seite und beschäftigten die gegnerische Verteidigung. Der Spielverlauf zeigte weiterhin sehr ausgeglichene Mannschaften, mit Chancen zum Führungstreffer auf beiden Seiten. In der 17. Minute dann die erste Spielunterbrechung in dem sonst sehr flüssigen und weiterhin intensiven Spiel und zwei Minuten Strafe für Linz. In der 19. Minute verwandelte #24 Paul Vinzens nach Pass von #20 Maximilian Kirchebner und #48 Vasily Zelenov seinen Schuss in ein Power-Play-Tor. Mit 0:1 ging’s in die Pause.

Ein guter Start ins zweite Drittel war dieses Mal von den Linzern zu sehen. Der massiv erzeugte Druck der Hausherren, die auf einen schnellen Ausgleichstreffer drängten, wurde mit intensivem Körpereinsatz quittiert. Eine zumindest diskussionswürdige Entscheidung des Schiedsrichters, führte in der 31. Minute erneut zu einem Power Play für Salzburg. Die Strafe wegen Spielverzögerung wurden von #17 Timo Sticha abgesessen. Dank sehr gutem Penalty Killing und herzhaftem Einsatz von #18 Benjamin Mosaad – der fast zu einem Shorthander führte – überstanden die Linzer diese Unterzahl unbeschadet. In der 35. Minuten hieß es dann auch Strafe für Salzburg, #20 Maximilian Kirchebner musste nach Beinstellen auf die Strafbank. Leider konnten die Linzer ihr erstes Power Play nicht verwerten. Knapp zwei Minuten später erneut eine Strafe für Salzburg, was auch einiges an Emotion beider Mannschaften zur Folge. Wegen Bandenchecks musste #48 Vasily Zelenov eine Zwangspause einlegen. Auch Power Play Nummer 2 blieb erfolglos, wenngleich der dabei dargelegte Einsatz des Special Teams einen Treffer verdient hätte. Das sehr hart gespielte zweite Drittel ging schlussendlich torlos zu Ende.

Mit Ende der letzten Pause, begann wohl das spannendste und gleichsam spielerisch intensivste Drittel. Gerade mal 48 Sekunden gespielt und schon hieß es für #54 William Persson wegen Bandenchecks für 2 Minuten auf die Strafbank. Aber auch dieses Mal wehrte der Linzer Schlussmann #40 Benedikt Oschgan alles ab und hielt die Mannschaft im Spiel. Doch einen Weg durch die Salzburger Verteidigung zu finden, war nicht einfach. Sie standen gut und waren auch läuferisch sehr aktiv. In der Minute 47 waren es dann aber die mitgereisten Salzburger Fans, die abermals Jubeln durften. Eine gute gemachte Einzelaktion des #7 Maximilian Wurzer führte zum 0:2. Nur mehr 8 Minuten auf der Uhr und kein Anschlusstreffer in Sicht. In der 59. Minute zog Head Coach Matej Hocevar den Tormann und verstärkte somit seine Feldspieler. Leider benötigten die Salzburger gerade mal 26 Sekunden, um durch ein Empty-Net-Goal – ihr Torschütze war #8 David Cernik – die Führung auszubauen. Mit einer bitteren Niederlage für Linz ging diese Begegnung bei einem Spielstand von 0:3 zu Ende.

Verletzungsbedingt musste #41 Maximilian Theirich das Spiel frühzeitig beenden. Wir wünschen ihm alles Gute!

Stimmen nach dem Spiel

Head Coach Matej Hocevar zu diesem Spiel und über die Leistung seiner Mannschaft

Es war ein sehr schnelles und körperbetontes Spiel. Sie waren im ersten Drittel besser und wir im zweiten. Wir hatten so viele gute Torchancen, um den Ausgleich zu erzielen, aber der Puck ging nicht rein. Im dritten Drittel hatten wir zwar zu Beginn auch einige Chancen, aber nach dem zweiten Gegentreffer fehlte uns der letzte Push. Mir ist wichtig zu sagen, dass meine Mannschaft stolz auf ihre Leistung sein kann, denn wir haben bislang nicht viele Mannschaften gesehen, die 60 Minuten lang so aggressiv und schnell spielen können. Dennoch war es ein gutes Spiel für uns, wir werden daraus lernen und wollen es beim nächsten Mal besser machen.

#73 Lukas Necesany zu den Fragen woran's heute lag und wie es ist, gegen das ehemalige Team anzutreten

Gefehlt haben heute die Tore. Chance dafür haben wir uns zwar erarbeitet, aber das letzte Bisschen hat heute gefehlt. Vielleicht war heute auch etwas Pech dabei. Wir müssen einfach Tore schießen, wenn wir gewinnen wollen und das haben wir leider nicht geschafft. Am Einsatz hat es nicht gelegen, wir geben bei jedem Spiel immer alles. Ich glaube, das Spiel gesamt war auch in einem sehr hohen Tempo, da können wir uns nichts vorwerfen.
Ja, also, ich denke da eigentlich gar nicht so viel daran, dass das mein ehemaliges Team ist. Kurz vorm Spiel wird man dann vielleicht etwas nervöser als sonst, aber ich versuch das und meistens schaff’ ich es auch, so gut wie möglich auszublenden.