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Am Ende war’s zu wenig Steel Wings LINZ AG - SHC Fassa Falcons 3:5 (1:1, 2:1, 0:3)

Letztes Heimspiel im Grunddurchgang, vorletzte Chance in den Rängen für Bonuspunkte zu landen – beides Parameter, die für die heutige Begegnung Spannung und Emotionen erwarten ließen. Leider hat’s für die Linzer am Ende nicht für einen Sieg gereicht.

Aufstellung

Oschgan (Reder); L. Liesch „C“ – Brikmanis; Söllinger – Necesany; Moser – Lindner; Pirklbauer; Theirich – Saha – Grasser; Feldbaumer – T. Sticha – Maurer; Aigner – Mosaad „A“ – D. Stöttner; Wilding – Haiböck – Koller.

Torschützen

0:1 PP  07:00 #45 Edgar De Toni (Rossi/Schiavone)

1:1        18:15 #14 Philipp Maurer (Necesany/Sticha)

1:2        20:24 #06 Viktor Näslund (Selin/Sylwander)

2:2 PP  26:40 #92 Lorenz Lindner (Theirich/Brikmanis)

3:2        32:11 #23 Patrick Söllinger (Feldbaumer/Sticha)

3:3        46:04 #23 Jan Sylwander (Selin/Forte)

3:4        57:58 #44 Davide Schiavone (De Toni/Iori)

3:5 EN  59:34 #72 Sebastiano Rossi (Schiavone)

Würde man es nicht besser wissen, könnte man fast annehmen, die ersten Spielminuten hatten Play Off-Charakter. Mit vollem Einsatz und hohem Tempo waren beide Mannschaften am Eis zugange, den oft Spiel entscheidenden wichtigen ersten Führungstreffer zu erzielen. Im Power Play gelang dies dann in 7. Minute den Fassa Falcons durch #45 Edgar De Toni. Das richtige wäre eine schnelle Antwort gewesen, die Linzer entschieden sich jedoch dafür ihr PK unter Beweis zu stellen – gleich weitere zweimal. Trotz guter Torchancen mussten sich die Steel Wings bis 1 Minute 45 gedulden, bis der Ausgleichstreffer noch in diesem Drittel durch #14 Philipp Maurer nach Zuspiel von #73 Lukas Necesany und #17 Timo Sticha erzielt werden konnte. Mit 1:1 ging’s in die Pause.

Ein schneller Start und ein Verteidigungsfehler gleich zu Beginn des zweiten Drittels, bescherte den Falcons einen weiteren Erfolg. In der 21. Minute nutze #6 Viktor Näslund die Gelegenheit zum 1:2. Mit der 27. Minute dann das Momentum auf Seite der Linzer, bei einem schlussendlichen 5 gegen 3 Überzahlspiel, sollte doch die Scheibe über die Linie rutschen. Gesagt getan, der Linzer Verteidiger #92 Lorenz Lindner in guter Position aufgestellt und perfekt bedient von #41 Maximilian Theirich und #2 Arturs Brikmanis, zog ab und schoss sein Team in 27. Minute zum Ausgleich. Manche würden es „Das Glück des Tüchtigen“ nennen, aber weder Glück noch die Mithilfe der Gegner, waren für diesen Führungstreffer der Linzer durch den Verteidiger #23 Patrick Söllinger, der mit voller Kraft seinen Stick, nach Zuspiel von #68 Manuel Feldbaumer und #17 Timo Sticha, zum Einsatz brachte, verantwortlich. Der massiv erzeugte Druck und das schnelle Passspiel im Angriffsdrittel ermöglichten diesen Shot in 33. Minute. Noch weitere Torchancen sollten sich für die äußert aktiven Linzer in diesen 20 Minuten ereignen, über die Linie mochte der Puck jedoch in diesen 20 Minuten nicht mehr.

Der Strafbank fernbleiben und die Spielintensität weiterhin hochhalten, sollte die Devise der Linzer für das entscheidende letzte Drittel sein. Auch physisch wurde den Spielern beider Mannschaften einiges abverlangt. Erst in der 47. Minute musste sich dann die Linzer den auf den Ausgleich drängenden Falcons geschlagen geben, denen der Treffer durch #23 Jan Sylwander gelang. Ein paar wenigen Minuten brauchte es, bis die Mannschaft nach diesem Rückschlag wieder auf Schiene ware. Ein Power Play für Linz in 53. Minute, sollte dies unterstützen, blieb jedoch ungenutzt. Nur mehr 3 Minute 42 auf der Uhr und Möglichkeiten für eine neuerliche Führung ereigneten sich für beide Mannschaften fast Schlag auf Schlag. In 58. Minute waren die Südtiroler die Glücklichen, die sich mit einer neuerlichen Führung, erzielt durch #44 Davide Schiavone, belohnen durften. Nach einem Time-Out, zog Head Coach Matej Hocevar den Tormann #40 Benedikt Oschgan vom Eis. Die Chance auf einen Ausgleich wurde jedoch durch ein Empty Net-Goal, 26 Sekunden vor Schluss, vereitelt. Trotz guter Spielleistung der Linzer, ging die Begegnung 3:5 für den SHC Fassa Falcons zu Ende.

Stimmen zum Spiel

Der Start ins Spiel war nicht wirklich einfach für uns, nahmen wir doch bereits im ersten Drittel drei Strafen. Im zweiten Drittel waren wir besser, waren viel m Angriffsdrittel. Wir kreierten auch einige gute Torchancen, hätten mehr als nur 3 Tore erzielen können. Im letzten Drittel haben wir die ersten 5, 6 Minuten richtig gut angefangen und dann kassierten wir ein einfaches Tor. Und das hat uns irgendwie aus dem Spiel genommen. Das letzte Tor zwei Minuten vor Schluss gab uns dann noch den Rest.
Head Coach Matej Hocevar
Ich denke, wir sind gut ins Spiel gestartet und haben im ersten und zweiten Drittel ziemlich viel Druck gemacht und auch hart gespielt. Aus meiner Sicht waren wir da auch die überlegene Mannschaft. Wenn man dann im dritten Drittel das Spiel aus der Hand gibt, braucht es vom Gegner nicht viel, die Chancen, die sie hatten und auch unsere Fehler, eiskalt auszunutzen. Wir müssen einfach mehr Routine mit ins dritte Drittel mitnehmen, einfacher cooler an die Sache herangehen.
#92 Lorenz Lindner - Torschütze zum 2:2