Am Freitagabend waren die Steinbach Black Wings zum zweiten Mal in dieser Saison auf fremdem Eis im Einsatz. Gegen die Vienna Capitals kehrten Luka Maver und Ryan MacKinnon ins Line-up der Oberösterreicher zurück. Rasmus Tirronen hütete wie gewohnt das Tor der Linzer.
Die Hausherren machten sich von Beginn an durch starkes Forechecking bemerkbar, dennoch verbuchten die Linzer die erste Torchance. Travis Barron kam auf der linken Seite frei zum Abschluss, seinem Schuss fehlte jedoch etwas Tempo, und Evan Cowley konnte ohne Probleme abwehren. Wenig später durften die Gäste erstmals jubeln: Graham Knott traf nach gutem Zuspiel von Emil Romig ins linke Eck zur 1:0-Führung für die Linzer (4. Minute). Die Hauptstädter ließen sich davon aber nicht lange beirren und suchten ihrerseits den Weg nach vorne. Durch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Andi Kristler wegen Beinstellens kamen die Caps zu ihrer ersten Überzahlsituation. Die erste Großchance hatten jedoch erneut die Stahlstädter: Shawn St-Amant eroberte den Puck und zog gemeinsam mit Patrick Söllinger Richtung Tor. Der letzte Pass von Söllinger verfehlte St-Amant jedoch um wenige Zentimeter. Kurz darauf nutzten die Wiener ihr erstes Powerplay doch noch: Simon Bourque zog von der blauen Linie ab und traf ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich (6. Minute).
Wenig später kamen auch die Gäste zu ihrem ersten Powerplay, als Erik Kirschläger für zwei Minuten pausieren musste. Brian Lebler fackelte nicht lange und verwandelte von der rechten Seite zur erneuten Führung für die Stahlstädter (9. Minute). In der 11. Minute dann die nächste Schrecksekunde für die Oberösterreicher: Niklas Würschl wollte einen Schussversuch abwehren, lenkte das Spielgerät jedoch in Richtung eigenes Tor. Tirronen konnte die Scheibe kurz vor der Linie abfangen und so das zweite Gegentor verhindern. Nach ihrem Führungstreffer übernahmen die Linzer über weite Strecken das Kommando. Brian Lebler versuchte es mit einem Schuss ins lange Eck, doch Cowley parierte im letzten Moment mit dem Schienbeinschoner. Auch den Nachschuss von Logan Roe lenkte der Caps-Goalie über die Querlatte. In dieser starken Druckphase der Linzer dann ein Schreckmoment: Luis Lindner blieb reglos auf dem Eis liegen und musste wenig später von Sanitätern in die Kabine begleitet werden. Die Linzer wirkten danach für kurze Zeit unkonzentriert, was die Hausherren sofort zu einem gefährlichen Angriff nutzten. Carter Souch tauchte auf der linken Seite völlig frei vor Tirronen auf, doch der Finne zeichnete sich abermals mit einer herausragenden Parade aus. Im Anschluss übernahmen die Oberösterreicher wieder das Kommando: Brian Lebler startete die nächste Offensivaktion, zog ab, und ein Wiener Verteidiger fälschte den Puck unhaltbar über die Schulter seines Goalies zum 3:1 ab (17. Minute). Die Linzer waren nach der ausgeglichenen Anfangsphase die klar bessere Mannschaft und belohnten sich noch vor der ersten Drittelpause mit dem vierten Treffer. Patrick Söllinger zog von der linken Seite ab und verwandelte ins kurze Eck zur 4:1-Führung (19. Minute).