Am Freitagabend empfingen die Linzer das Tabellenschlusslicht aus Vorarlberg in der Linz AG Eisarena. Erneut fehlten einige Stammkräfte im Line-up von Head Coach Philipp Lukas, und Thomas Höneckl führte seine Mannschaft aufs Eis. Bereits in der ersten Spielminute wurde er von Casey Dornbach geprüft, der zentral zum Abschluss kam. Der Schlussmann der Oberösterreicher parierte jedoch und verhinderte so ein frühes Gegentor. Kurz darauf bot sich den Linzern das erste Powerplay, nachdem Luis Lindner hinter dem Tor von Thomas Höneckl zu Fall gebracht worden war. Die Stahlstädter belagerten daraufhin das Defensivdrittel der Gäste und feuerten einen Schuss nach dem anderen auf das Tor von Alex Caffi ab. Graham Knott zog von der linken Seite ab und traf nur den Pfosten, ehe wenig später Travis Barron aus spitzem Winkel von rechts knapp verzog. Als Julius Reini ebenfalls auf der Strafbank Platz nehmen musste, konnten die Oberösterreicher 33 Sekunden in doppelter Überzahl agieren, zunächst jedoch ohne zählbaren Erfolg. Zurück im 5-gegen-4 setzte sich Knott gegen drei Verteidiger durch, legte sich die Scheibe aber etwas zu weit vor und brachte dadurch nicht mehr genug Druck hinter den Schuss. Shawn St-Amant lauerte auf den Rebound, traf aber nur den Schienbeinschoner von Caffi. Die Linzer dominierten weiterhin das Geschehen und ließen das heimische Publikum kurz darauf erstmals jubeln: Barron zog von der rechten Seite ab, Caffi lenkte den Puck noch vorbei, doch Knott lauerte auf der Gegenseite und verwertete zur 1:0-Führung für die Hausherren (6. Minute). Von den Pioneers kam in der Anfangsphase kaum etwas, und kurz nach dem Gegentreffer kassierten sie eine weitere Strafe. Im folgenden Powerplay verlor Ryan MacKinnon an der blauen Linie die Scheibe an Kevin Macierzynski, der alleine auf Höneckl zulief und eiskalt ins linke Eck zum 1:1-Ausgleich verwertete (7. Minute). Die Oberösterreicher versuchten sofort, das Spiel wieder an sich zu reißen und drängten auf einen weiteren Treffer. Stattdessen mussten sie jedoch die erste Strafe gegen Luis Lindner hinnehmen, der wegen Behinderung in die Kühlbox musste. Eine Schwäche der Pioneers in dieser Saison ist ihre Powerplay-Effizienz von nur 10,67 Prozent und auch in ihrer ersten Überzahlsituation des Abends konnten die Gäste keine nennenswerte Chance herausspielen. Wieder bei gleicher Spieleranzahl waren es dennoch die Vorarlberger, die erneut jubelten: Collin Adams tankte sich auf der rechten Seite bis vor das Tor durch, zog mit einem Haken an Höneckl vorbei und schoss den Puck zur 2:1-Führung der Gäste in die Maschen. Die erste Linie der Oberösterreicher versuchte direkt nachzulegen, als Knott mit guter Übersicht auf die rechte Seite zu Emilio Romig passte. Dieser konnte die Scheibe jedoch nicht sauber kontrollieren und kam daher nicht zum Abschluss. Der Nachschuss von Shawn St-Amant segelte anschließend über das Tor. Kurz vor der Pausensirene kassierten die Hausherren eine weitere Strafe, sodass die Pioneers mit einem Powerplay in das zweite Drittel starteten.