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Linzer kassieren nächsten Nackenschlag

Frühe Gegentreffer, unnötige Fehler und mangelnde Durchschlagskraft besiegeln eine 2:6 Niederlage in Villach. Die Linzer erwischen einen schlechten Start, laufen lange einem Rückstand hinterher und finden über weite Strecken kein Mittel gegen kompakte Adler.

EC Wärmepumpen VSV – Steinbach Black Wings Linz 6:2 (3:1, 0:0, 3:1)

Torschützen: 1:0 Felix Maxa (3. Min), 1:1 Brian Lebler (3. Min), 2:1 John Hughes (4. Min), 3:1 Nick Hutchison (11. Min), 4:1 Adam Helewka (42. Min/PP), 4:2 Jonathan Oschgan (51. Min), 5:2 Gus Van Nes (57. Min), 6:2 Philipp Lindner (60. Min/PP)

Die Linzer forderten am Freitagabend auswärts die Villacher Adler. Im wichtigen Spiel im Kampf um die Pre-Playoffs musste Head Coach Philipp Lukas auf zwei wichtige Spieler verzichten. Graham Knott fehlte aufgrund einer Oberkörperverletzung, während Niklas Würschl krankheitsbedingt zu Hause bleiben musste. Dafür kehrte Ryan MacKinnon nach überstandener Verletzung zurück ins Line-up, und auch Travis Barron gab nach drei Spielen Pause sein Comeback. Die Linzer zeigten von den Anfangsminuten an ein aggressives Forechecking und gaben Joe Cannata im Kasten der Adler direkt einiges zu tun. Yohann Auvitu feuerte nach gewonnenem Face-off in Richtung gegnerisches Tor, verfehlte sein Ziel jedoch knapp. Emil Romig wagte den nächsten Vorstoß, visierte das kurze Eck an, verzog seinen Schuss jedoch und wurde somit nicht gefährlich. Plötzlich wurden die Hausherren gefährlich, als Paul Sintschnig einen guten Pass in die Spitze bekam. Der junge Stürmer wurde vor dem Tor am Abschluss gehindert, und die Schiedsrichter entschieden auf einen Penalty. Nick Hutchison übernahm für seine Mannschaft und wollte Rasmus Tirronen mit einem Schuss durch die Beine überraschen, doch der Finne im Kasten der Linzer reagierte blitzschnell und verhinderte mit einer Parade den frühen Rückstand für die Stahlstädter. Kurz darauf musste Tirronen dann aber doch hinter sich greifen, als MacPherson die Scheibe in Richtung Tor brachte und Felix Maxa das Spielgerät unhaltbar zum 1:0 für Villach abfälschte (3. Minute). Brian Lebler hatte auf Seiten der Gäste jedoch die schnelle Antwort: Nach einem Turnover in der neutralen Zone bekam der Kapitän der Linzer, der von der Abwehr vergessen wurde, den schnellen Pass und verwandelte über die Stockhand von Cannata zum 1:1-Ausgleich (3. Minute).

Es waren wilde Anfangsminuten in der Villacher Stadthalle, denn nur wenige Sekunden später fiel der nächste Treffer. John Hughes schoss seine Mannschaft abermals in Führung: Nick Hutchison tankte sich auf der linken Seite gut durch und bediente John Hughes in der Mitte, der auf 2:1 stellte (4. Minute). Das Momentum verlagerte sich wieder auf Seiten der Oberösterreicher. Nach viel Verkehr vor dem Tor der Villacher landete das Spielgerät bei Ryan MacKinnon auf der rechten Seite, dessen Schuss von Philipp Lindner entschärft wurde. Es ging erneut auf die andere Seite, wo die Hausherren über den nächsten Treffer jubeln durften: Tirronen zunächst noch mit einer starken Parade, hatte die Scheibe eigentlich schon im Fanghandschuh, verlor sie dann aber wieder und kam neben seinem Kasten zu liegen. Die Adler brachten die Scheibe noch zur Mitte, wo Nick Hutchison das Spielgerät zum 3:1 über die Linie drückte (11. Minute). Kurz vor der ersten Drittelpause brach einem Villacher Verteidiger der Stock, und Shawn St-Amant schnappte sich die Scheibe. Der Stürmer wurde kurz vor Cannata jedoch zu Fall gebracht – es gab somit den nächsten Penalty. Der Kanadier trat selbst an, doch Cannata behielt die Oberhand, blieb lange stehen und verhinderte den Anschlusstreffer. Mit einem 1:3-Rückstand für die Linzer ging es erstmals in die Kabinen.

Linzer schwächen sich selbst

Im zweiten Abschnitt kassierten die Oberösterreicher früh die erste Strafe. Henrik Neubauer wurde aufgrund eines Stockschlags für zwei Minuten in die Kühlbox geschickt. Die Linzer zeigten ein starkes Unterzahlspiel und hinderten die Adler an gefährlichen Abschlüssen. Rebernig gab kurz vor Ablauf der Strafzeit noch einen Schuss von der rechten Seite ab, der jedoch von Ryan MacKinnon geblockt wurde. Wieder vollzählig wurde Julian Pusnik mit einem Handgelenksschuss gefährlich, der jedoch etwas zu hoch geriet. Kurz darauf folgte die erste Strafe gegen die Hausherren: Thomas Vallant kassierte ebenfalls zwei Minuten wegen Stockschlags. In Überzahl taten sich die Linzer jedoch schwer, Chancen zu kreieren, und konnten sich kaum im Defensivdrittel der Adler festsetzen. Die Stahlstädter hatten im zweiten Drittel generell Schwierigkeiten, die Defensivreihen der Villacher zu überwinden und selbst für Gefahr zu sorgen. Die Hausherren machten durch Adam Helewka wieder auf sich aufmerksam, der von rechts zum Abschluss kam, jedoch zu zentral auf Tirronen zielte. Im Vergleich zum ersten Abschnitt verlor die Partie etwas an Geschwindigkeit, und beide Mannschaften gingen nicht mehr das letzte Risiko. Travis Barron legte mit guter Übersicht auf Auvitu ab, der den gegnerischen Kasten anvisierte, doch Cannata lenkte das Spielgerät noch über sein Tor. Wenig später wurde es dann richtig hitzig: Brian Lebler und Philipp Lindner gerieten aneinander, nachdem der Linzer Kapitän Guus Van Nes in die Bande gecheckt hatte. Die Schiedsrichter zogen den Videobeweis heran und entschieden nach Betrachtung der Bilder auf eine Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauer gegen Brian Lebler. Somit mussten die Oberösterreicher nicht nur fünf Minuten in Unterzahl überstehen, sondern auch für den Rest der Partie auf ihren Kapitän verzichten. Mit viereinhalb Minuten verbleibender Strafzeit auf der Uhr ging es jedoch zunächst in die zweite Pause.

Adler machen Deckel drauf

Die Überzahlsituation nutzten die Hausherren früh aus: Adam Helewka schoss Greg Moro an, von dem die Scheibe unglücklich zum 4:1 hinter Tirronen in die Maschen sprang (42. Minute). Den Adlern blieben jedoch noch mehr als drei Minuten in Überzahl, in denen die Linzer die Villacher weitgehend vom eigenen Tor fernhalten konnten. Wieder im Fünf-gegen-fünf kassierte Thomas Vallant aufgrund von Behinderung die nächste Strafe. Auch in ihrem zweiten Powerplay schafften es die Oberösterreicher nicht, für große Torgefahr zu sorgen. Auvitu versuchte es mit einem Schuss von der Blauen, doch Cannata brachte die Beine rechtzeitig zu. Wenig später schrieben die Linzer dann doch noch an: Jonathan Oschgan bekam in der Mitte die Scheibe und verwandelte aus der Drehung ins obere Kreuzeck zum 2:4-Anschlusstreffer (51. Minute). Die Stahlstädter versuchten nun direkt, den nächsten Treffer nachzulegen, scheiterten aber immer wieder am starken Cannata im Tor der Adler. Vier Minuten vor dem Ende nahm Head Coach Philipp Lukas Rasmus Tirronen zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Dies brachte den Linzern jedoch keinen weiteren Treffer mehr ein, und Gus Van Nes verwertete drei Minuten vor dem Ende den Empty-Net-Treffer zum 5:1 (57. Minute). Aber damit noch nicht genug, Philipp Lindner kam auf der linken Seite zum Abschluss und verwandelte zum 6:1 Endstand (60. Minute).

Am Sonntag reisen die Linzer zu den Innsbrucker Haien, ehe sie kommenden Mittwoch den HC Bozen an der Unteren Donaulände empfangen. Tickets sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.