Am Mittwochabend empfingen die Linzer den HCB Südtirol Alperia an der unteren Donaulände. Thomas Höneckl fiel aufgrund einer Erkrankung kurzfristig aus, für ihn rückte Martin Reder ins Line-up nach. Da zudem vier weitere Stammkräfte fehlten, bekam Jonathan Oschgan die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Außerdem feierte mit Paul Eder der nächste Eigenbauspieler sein Debüt in der höchsten Spielklasse des Landes. Rasmus Tirronen führte seine Mannschaft wie gewohnt aufs Eis. Die ersten Offensivaktionen gehörten den Gästen aus Südtirol. Max Gildon kam auf der linken Seite in Scheibenbesitz, zögerte nicht lange und zog ab. Sein Schuss geriet jedoch zu zentral und stellte Rasmus Tirronen vor keine größeren Probleme. In den Anfangsminuten spielte sich die Partie überwiegend in der neutralen Zone ab. Beide Mannschaften attackierten früh und verhinderten so klare Torchancen. Dennoch blieben die Südtiroler das aktivere Team und kamen nach vier Minuten zur nächsten Möglichkeit: Brad MacClure tankte sich auf der rechten Seite bis zum Tor durch, doch Tirronen vereitelte die Chance mit einer starken Reaktion. Kurz darauf sorgten die Linzer erstmals für Torgefahr, als sich die erste Linie in Richtung Sam Harvey aufmachte. Graham Knott legte ab für Shawn St-Amant, der in der Mitte mitgefahren war. St-Amant kam zum Abschluss, doch ein Verteidiger der Gäste lenkte die Scheibe über das Tor ab. Direkt nach dieser Möglichkeit mussten die Oberösterreicher jedoch eine bittere Strafe für zu viele Spieler am Eis hinnehmen. In Unterzahl präsentierten sich die Stahlstädter stabil und konnten sich mehrfach befreien. Die Foxes kamen durch Brad MacClure zwar noch zu einem Abschluss, doch die Scheibe segelte über das Tor hinweg. Wie aus dem Nichts durften die Fans in der LINZ AG Eisarena dann erstmals jubeln: Graham Knott ließ mit einem Haken gleich mehrere Gegenspieler stehen und versenkte die Scheibe sehenswert ins obere Kreuzeck – 1:0 für die Hausherren (9. Minute). Die Freude hielt jedoch nicht lange an. Nur wenige Sekunden später stellte Cole Schneider per Schuss durch die Beine von Tirronen auf 1:1 (ebenfalls 9. Minute).
Es entwickelte sich ein schnelles Hin und Her, bei dem sich kein Team länger im Offensivdrittel festsetzen konnte. Sam Harvey musste kurz darauf erneut eingreifen, als Travis Barron von der linken Seite abzog. Der Goalie der Südtiroler parierte sicher, da der Schuss direkt auf seinen Körper ging. Die Oberösterreicher erhöhten nun das Tempo und drängten auf den zweiten Treffer. Graham Knott prüfte Sam Harvey, von dem der Puck abprallte, doch Shawn St-Amant kam in der Mitte einen Schritt zu spät für den Rebound. In ihrer besten Phase kamen die Linzer, nach einer Zweiminutenstrafe gegen Matt Bradley, zu ihrem ersten Powerplay. In Überzahl fanden die Linzer zunächst nicht richtig in ihre Formation. Kurz vor dem Ablauf der Strafzeit fasste sich Niklas Würschl ein Herz, zog auf der linken Seite per Onetimer ab und versenkte den Puck traumhaft ins kurze Eck zur erneuten Führung für die Oberösterreicher (15. Minute). Wenig später tauchte Graham Knott auf der rechten Seite auf und versuchte es mit der Backhand, blieb jedoch ohne Erfolg. Auch ein Schuss von Shawn St-Amant, den Harvey noch leicht abfälschte, ging knapp am Tor vorbei. Den Nachschuss von Knott konnte die Defensive ebenfalls entschärfen und so ging es mit einer knappen 2:1 Führung für die Hausherren in die erste Pause.