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Linzer bejubeln in Budapest ersten Auswärtssieg

Die Steinbach Black Wings Linz feierten am Mittwochabend ihren ersten Auswärtssieg. Nach einem starken ersten Drittel schafften es die Ungarn innerhalb von zwei Minuten, die Partie auf 3:3 zu drehen. Letztendlich sicherten sich die Linzer mit einem starken Schlussabschnitt aber verdient drei wichtige Punkte.

FTC Budapest – Steinbach Black Wings 3:5 (0:2; 3:2; 0:1)

Tore: 0:1 Emilio Romig (7. Min.); 0:2 Brady Shaw (11. Min.); 0:3 Brian Lebler (32. Min./PP); 1:3 Bálint Molnár (34. Min.); 2:3 Topi Rönni (35. Min.); 3:3 Jussi Tammela (36. Min.); 3:4 Kyle Topping (39. Min.); 3:5 Brady Shaw (59. Min./EN)

Nach der knappen Niederlage im Pustertal waren die Steinbach Black Wings nur drei Tage später erneut auswärts gefordert. Die Reise führte die Linzer nach Ungarn, wo sie im dritten Auswärtsspiel der Saison auf den FTC Budapest trafen. Sein Grunddurchgangsdebüt feierte Luca Erne, der nach einer Schulterverletzung aus der Vorbereitung bis dato pausieren musste. Lukas Kainz und Julian Pusnik fehlten verletzungsbedingt weiterhin im Line-up von Head Coach Philipp Lukas. Auch Paul Eder pausierte bei dieser Partie. Schlussmann Dylan Wells führte die Stahlstädter aufs Eis. Nach einem gewonnenen Face-off durch die Hausherren versuchten sich beide Mannschaften an einem druckvollen Spiel. In der zweiten Minute kam Dylan Wells durch Márk Schlekmann unter Beschuss, der Linzer Schlussmann konnte den Torversuch jedoch erfolgreich abwehren. Nach einem nicht ganz geglückten Abschluss durch Henrik Neubauer probierte Emilio Romig sein Glück. Bence Balizs war jedoch zur Stelle und verteidigte seine Torlinie. Auch Graham Knott kämpfte sich in der vierten Minute vors Tor, die Budapester Verteidigung war jedoch zur Stelle und schickte die Scheibe zurück in die neutrale Zone.

Gefährlich wurde es erneut vor dem Tor der Stahlstädter, als Bendegúz Dobos einen beherzten Schuss aufs Tor abgab. Dylan Wells war jedoch zum Glück der Gäste zur Stelle. Zum 1:0 für die Linzer kam es, als Emilio Romig nach einer Backhand von Neubauer und dem Nachsetzen von Trenton Bliss die Scheibe an der Budapester Verteidigung vorbei über die Torlinie schob (7. Minute). Eine erneute Möglichkeit der Linzer bot sich in der 11. Minute, als Brady Shaw zur Stelle war. Er fälschte das Zuspiel von Christoph Tialler gekonnt ab und beförderte den Puck direkt ins Kreuzeck (11. Minute). Somit bauten die Oberösterreicher ihre Führung auf 2:0 aus. Zur ersten Strafe in der Partie und damit zum ersten Überzahlspiel für die Hausherren kam es, als Kapitän Brian Lebler für zwei Minuten wegen Beinstellens auf die Strafbank musste.

Die Linzer schafften es, trotz Unterzahl dem Druck der Budapester standzuhalten. Vollständig zurück auf dem Eis ergab sich die nächste Chance der Oberösterreicher. Nach einem Zuspiel von Bliss versuchte Neubauer per Backhand, die Führung weiter auszubauen, der gegnerische Torwart war jedoch zur Stelle. Zu einer brenzligen Situation vor dem Tor von Wells kam es, als die Scheibe von der Bande direkt neben dem rechten Pfosten landete. Der Linzer Tormann ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. In der letzten Spielminute des ersten Abschnitts ergab sich erneut eine Chance für die Budapester, die jedoch nicht verwertet werden konnte. Zehn Sekunden vor der ersten Drittelpause musste Brady Shaw wegen zu vieler Spieler auf dem Eis für zwei Minuten auf die Strafbank. Mit einer 2:0-Führung und ausstehendem Unterzahlspiel für die Gäste ging es in die erste Pause des Abends.

Linzer Blackout führt zum Ausgleich

Zum ersten Überzahlspiel für die Linzer kam es, als Paavo Tyni wegen Haltens für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Trotz einiger Versuche kam es zu keinem weiteren Ausbau der Führung, während Budapest durch Rönni zum Gegenschlag ansetzte. Diesem machte Dylan Wells jedoch einen Strich durch die Rechnung. Mit beiden Mannschaften wieder vollständig auf dem Eis kam es nach wenigen Minuten erneut zu einer Strafe gegen beide Teams. Zsombor Galajda wegen Haltens und Marlon Tschofen wegen Hakens mussten jeweils zwei Minuten auf die Strafbank. Somit ging es fünf gegen fünf weiter. Sowohl die Hausherren als auch die Gäste konnten sich in den darauffolgenden Minuten keine zwingende Chance erspielen. In der 31. Minute kam es zu einer Vier-Minuten-Strafe gegen die Budapester. Bálint Molnár musste wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank. Das Powerplay für die Linzer konnte bereits in den ersten Sekunden erfolgreich verwertet werden: Brian Lebler baute die Führung der Oberösterreicher nach einem Zuspiel von Graham Knott auf 3:0 aus (32. Minute).

So erfolgreich sie ihren numerischen Vorteil begannen, so schlampig spielten sie diesen zu Ende und sorgten so für zweieinhalb Minuten Kopfschütteln. Direkt von der Strafbank aus schafften es die Hausherren, aus dem Nichts anzuschreiben. Alleine vor dem Tor brachte Bálint Molnár die Scheibe an Dylan Wells vorbei und sorgte somit für den neuen Spielstand von 1:3 (34. Minute). Topi Rönni verkürzte wenige Sekunden später die Führung der Linzer. Vom Bully weg schaffte er es mit einem schönen Haken, sich an Wells‘ rechter Seite vorbeizuspielen (35. Minute). Mit dem 2:3 stand der bis dahin souveräne Auftritt der Oberösterreicher auf dem Kopf und sollte abermals nur eine Minute später den Ausgleich erhalten. Nach einer erneuten Unachtsamkeit der Linzer Verteidigung schafften es die Hausherren, einen Rebound in ein Tor zu verwandeln. Jussi Tammela stellte mit dem 3:3 alles wieder auf null (36. Minute). Aber die Stahlstädter bewiesen umgehend, dass sie sich von diesem Blackout nicht unterkriegen lassen wollten. Im Gestocher drückte Kyle Topping eine Minute vor dem Drittelende die Scheibe zum erneuten Vorsprung zum 4:3 über die Linie.

Linzer finden ihren Fokus wieder

Ins letzte Drittel des Abends starteten die Stahlstädter offensiv wieder druckvoller. Stefan Gaffal brachte nach einem Zuspiel von Tschofen die Scheibe an die Latte, jedoch auf der falschen Seite des Gehäuses. Zur nächsten Strafe gegen Budapest kam es aufgrund eines hohen Stocks von Savoie. Die Stahlstädter zeigten sich in diesem Überzahlspiel durchaus offensiv und erspielten sich einige Torchancen, die jedoch nicht erfolgreich beendet werden konnten. In den darauffolgenden Minuten mangelte es beiden Mannschaften an gefährlichen Abschlüssen und das Match bog in eine spannende Schlussphase ein. Mit nur noch sechs Minuten auf der Uhr setzten die Linzer alles daran, ihre Führung weiter auszubauen. Trenton Bliss brachte einen gefährlichen Abschluss aufs Tor, der Schuss ging jedoch zentral in die Arme des Schlussmanns. Nach einem Zuspiel von Shawn St-Amant schaffte es Brady Shaw daraufhin nicht ganz, die Scheibe ins Tor zu befördern. Die Hausherren probierten, in eine letzte offensive Drangphase zu gelangen, doch die Linzer verteidigten konsequent. Die Gäste behaupteten selbst das Spiel mit der Scheibe und verhinderten dadurch bis zum Ende einen neuerlichen Turnaround. In letzter Verzweiflung brachten die Ungarn den zusätzlichen Feldspieler. Dieser Versuch ging jedoch sofort nach hinten los, als die Linzer ihre Führung mit einem Empty-Net-Treffer durch Shaw zum 5:3 alles klar machten.

Lange Zeit zum Feiern bleibt Brian Lebler und Co. jedoch nicht. Nach dem ersten Auswärtssieg in der Meisterschaft steht bereits am kommenden Freitag das nächste Heimspiel auf dem Programm. Vor heimischem Publikum treffen die Stahlstädter auf Graz. Im zweiten Teil des Heimspielkrachers erwarten die Stahlstädter am Sonntag den Tabellenführer aus Klagenfurt. Tickets für beide Heimspiele sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.

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