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HCB Südtirol Alperia vs. Steinbach Black Wings Linz
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Knappe Niederlage im Pustertal

Die Steinbach Black Wings müssen sich im zweiten Auswärtsspiel 4:5 geschlagen geben. Der Vizemeister kann sich zuerst in Führung spielen, die Stahlstädter gleichen jedoch schnell aus und legen selbst vor. Durch zu viele Strafen gestaltet man das Spiel zu offen und die Wölfe können sich abermals in Führung spielen. Trotz zweier Treffer kurz vor Ende reicht es nicht mehr für den Ausgleich.

HC Falkensteiner Pustertal Wölfe – Steinbach Black Wings 5:4 (1:1; 0:1; 4:2)

Tore: 1:0 Gunner Fontaine (11. Min), 1:1 Trenton Bliss (16. Min/PP), 1:2 Henrik Neubauer (31. Min), 2:2 Austin Rueschhoff (41. Min/PP), 3:2 Gunner Fontaine (45. Min), 4:2 Gerry Fitzgerald (53. Min), 4:3 Trenton Bliss (54. Min), 5:3 Gerry Fitzgerald (56. Min), 5:4 Niklas Würschl (57. Min)

Nach drei Heimspielen und zwei Siegen in Folge ging es für die Steinbach Black Wings am Sonntag ins Pustertal zu ihrem zweiten Auswärtsduell gegen den Vizemeister. Dylan Wells übernahm bei diesem Aufeinandertreffen die Position zwischen den Pfosten. Ansonsten blieb das Line-up von Head Coach Philipp Lukas im Vergleich zur vergangenen Freitagspartie unverändert. Luca Erne, Julian Pusnik, Vojtech Mozík und Lukas Kainz mussten weiterhin verletzungsbedingt pausieren.

Die Partie startete schwungvoll, und die Gastgeber brachten einige Schüsse aufs Tor. Tommy Purdeller probierte es mit einem zentralen Schuss, doch Schlussmann Dylan Wells vereitelte diese Chance. Wenige Sekunden später kam Wells erneut ins Schwitzen, als Gunnar Fontaine die Scheibe vors Tor brachte. Der Linzer Schlussmann wehrte diese jedoch zum Glück der Gäste gekonnt ab. Die Wölfe zeigten sich offensiv, doch Trenton Bliss schaffte es, sich vor dem Pustertaler Schlussmann Edward Pasquale zu positionieren. Seine Chance konnte er jedoch nicht in ein Tor ummünzen. In der achten Minute versuchten die Hausherren erneut, in Führung zu gehen. David Farrance setzte zu einem Schuss an, doch Dylan Wells machte sich zwischen seinen Pfosten breit. Zum ersten Unterzahlspiel für die Stahlstädter kam es, als Kyle Topping wegen Haltens für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen musste. Die Gastgeber konnten jedoch die Linzer Verteidigung nicht überwinden. Greg Ditomaso versuchte es mit einem beherzten Schuss, der jedoch am linken Pfosten des Linzer Tors vorbeisegelte. Das Überzahlspiel endete somit ohne Tor. Wieder zurück auf dem Eis, schaffte es Kyle Topping, sich die Scheibe zu schnappen und sich alleine auf den Weg zum gegnerischen Schlussmann zu machen. Sein Schuss ging jedoch am linken Pfosten vorbei. Nachdem Austin Rueschhoff einen Schuss Richtung Tor abgegeben hatte, prallte die Scheibe an Wells ab. Fontaine nutzte daraufhin die Gelegenheit und beförderte sie hinter die Torlinie (11. Minute). Nach dem 1:0 legten die Pustertaler Wölfe mit einem erneuten Angriff direkt nach, doch auch die Black Wings versuchten ihr Glück. Nach einem regen Schlagabtausch beider Mannschaften kam es zum ersten Überzahlspiel für die Gäste. Luciano Zandegiacomo musste aufgrund eines hohen Stocks für zwei Minuten in die Kühlbox. Zum 1:1 kam es, als Trenton Bliss nach Zuspiel von Kyle Topping die Scheibe gekonnt an Pasquale vorbei in die linke untere Ecke schob (16. Minute).

Wieder mit vollständigen Mannschaften auf dem Eis ging es druckvoll weiter. Die Stahlstädter versuchten, ihr Momentum zu nutzen, doch die Hausherren erholten sich schnell. Zwei Minuten vor Ende des ersten Drittels musste Henry Bowlby zwei Minuten wegen Haltens auf der Strafbank Platz nehmen. Dies bedeutete ein erneutes Powerplay für die Oberösterreicher. Graham Knott versuchte, die Führung zu erzielen, doch sein Schuss wurde von Pasquale erfolgreich abgewehrt. Der erste Abschnitt endete somit ohne weitere Treffer. Mit einem Spielstand von 1:1 ging es für beide Mannschaften in die erste Drittelpause.

Linz erhöht Druck

Mit den verbleibenden Sekunden im Powerplay starteten die Oberösterreicher in den Mittelabschnitt. Anders als zuvor gelang es den Wölfen, sich ohne Gegentreffer über den Rest der Strafe zu retten, und so ging es wenig später wieder fünf gegen fünf weiter. In der 23. Minute machte Brian Lebler, der Kapitän der Stahlstädter, auf sich aufmerksam. Nach dem Zuspiel von Kyle Topping kam er auf der rechten Seite zum Abschluss, konnte Pasquale im kurzen Eck aber nicht überwinden. Drei Minuten später konnten sich die Hausherren wieder in der Offensive festsetzen. Nach einem gewonnenen Bully kam Henry Bowlby an die Scheibe und feuerte sofort auf den Linzer Schlussmann ab. Wells positionierte sich aber zum Glück der Gäste richtig zwischen den Pfosten und fing den Schuss zentral vor seiner Brust ab. In der 27. Minute baute Philipp Wimmer beinahe die Führung der Stahlstädter aus. Nach einem guten Pass zielte der Verteidiger von der blauen Linie ins linke Kreuzeck. Der Goalie der Südtiroler konnte den Treffer jedoch verhindern, indem er seinen Ellbogen rechtzeitig nach oben brachte. Im Vergleich zum ersten Drittel hatte die Heimmannschaft in den darauffolgenden Minuten Schwierigkeiten und verlor mehrmals die Scheibe in der neutralen Zone. Dies wussten die Stahlstädter für sich zu nutzen, und so erhöhten die Gäste den Druck im Angriff. Henrik Neubauer fand sich zur Halbzeit der Partie samt der Scheibe direkt vor Pasquale wieder, verlor den Puck jedoch unter seinen Füßen. Ein Verteidiger der Wölfe befreite seine Mannschaft aus der gefährlichen Situation, indem er die Scheibe zur Seite schoss. Es dauerte jedoch nur wenige Sekunden, ehe Neubauer die Linzer mit 2:1 in Führung brachte. Der Stürmer kämpfte sich in Begleitung eines Verteidigers aus Pustertal nach vorne und konnte die Scheibe in seinem Besitz behalten. Neubauer sah das freie lange Eck im Gehäuse, zögerte keine Sekunde mit seinem Schuss und stellte in der 31. Minute auf 2:1 aus Sicht der Gäste. Anschließend traf es die Südtiroler mit der nächsten Strafe gegen Austin Osmanski, doch Linz gelang es nicht, die Führung auszubauen. In den darauffolgenden Minuten verlagerte sich das Spiel ständig von einer Seite auf die andere. Kurz vor der zweiten Drittelpause erwischte es die Stahlstädter mit einer Strafe. Gerd Kragl musste aufgrund eines Hakens für zwei Minuten in die Kühlbox. Wenig später ging es in die zweite Pause des Abends.

Torreicher Schlussabschnitt entscheidet Match

Nach nur 20 Sekunden wurde es vor dem Tor der Wölfe brenzlig, als Graham Knott die Scheibe zu Shawn St-Amant bugsierte. Dieser verzeichnete beinahe einen Shorthander, doch Pasquale war zur Stelle. Nur wenige Sekunden danach konnte Pustertal das Spiel verlagern und seine Überzahl ausnutzen. Austin Rueschhoff bekam einen guten Pass und stellte mit seinem Treffer auf 2:2 (41. Minute). Die Hausherren mussten nicht lange auf die nächste Überzahl warten, denn nur wenig später fasste Philipp Wimmer eine Strafe wegen Haltens aus. Pustertal behielt das Tempo und die Intensität bei und bedrängte die Gäste weiter in der Offensive. Aus Sicht der Oberösterreicher konnte man sich jedoch ohne weitere Konsequenzen über die zwei Minuten retten. In der 45. Minute gelang es den Hausherren, ihren dritten Treffer des Abends zu erzielen. Nach einer gefährlichen Situation vor dem Linzer Kasten versuchte sich die Verteidigung zu befreien, indem man das Spielgerät zur Seite schießen wollte. Dabei erwischte jedoch Fontaine die Scheibe, überraschte Dylan Wells auf der rechten Seite und stellte auf 3:2 für die Wölfe. Die Gäste taten sich schwer, in ihr Spiel zu finden, und waren damit beschäftigt, die eigene Zone zu verteidigen. In der 53. Minute konnten die Hausherren ihre Führung durch den Treffer von Gerry Fitzgerald erhöhen, doch nur eine Minute danach konnten auch die Gäste wieder anschreiben. Greg Moro passte von der rechten Seite auf Trenton Bliss, der sich mit seinem Abschluss zum Doppelpack krönte und den Rückstand auf 3:4 verkürzte (54. Minute).

Zu einem möglichst ungünstigen Zeitpunkt bekam Linz eine Minute danach die nächste Strafe, als Brady Shaw aufgrund eines Beinstellens in die Kühlbox geschickt wurde. Diese Überzahl nutzten die Hausherren sofort und bauten ihre Führung erneut aus. Fitzgerald wurde erneut gefährlich und brachte das Spielgerät im rechten oberen Eck unter (56. Minute). Kurz danach reagierten die Linzer, indem sie Wells vom Eis nahmen und auf den sechsten Feldspieler setzten. Zudem traf es die Wölfe mit einer Strafe und es ging aus Sicht der Gäste mit sechs gegen vier weiter. Der Plan der Linzer ging auf und die Gäste konnten zwei Minuten vor dem Ende den Rückstand durch Niklas Würschl verkürzen (57. Minute). Die Oberösterreicher kämpften bis zum Ende, mussten sich schließlich aber mit 4:5 geschlagen geben.

Weiter geht es für Brian Lebler und Co. am Mittwoch in Budapest. Danach folgt ein Doppelwochenende zu Hause gegen Graz und Klagenfurt. Tickets dafür sind unter tickets.blackwings.at und an der Abendkasse erhältlich.

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