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KAC für Linzer erneut nicht zu biegen

Die Steinbach Black Wings Linz unterliegen auch im dritten Duell gegen den KAC. Nachdem die Oberösterreicher lange dominierten und verdient in Führung gingen, leitet ein Doppelschlag die Wende für den Rekordmeister ein.

Steinbach Black Wings Linz – EC KAC 3:5 (1:0, 2:3, 0:2)

Torschützen: 1:0 Ken Ograjensek (9. Min/PP), 2:0 Graham Knott (24. Min), 2:1 Clemens Unterweger (26. Min/SH), 2:2 Matthew Fraser (27. Min), 3:2 Logan Roe (36. Min), 3:3 Raphael Herburger (39. Min/PP), 3:4 Nicholas Petersen (47. Min), 3:5 Jan Mursak (59. Min/EN)

Zuschauer: 4.448

Nur zwei Tage nach dem Auswärtsspiel gegen Pustertal kehrte die Mannschaft von Head Coach Philipp Lukas wieder zurück vor ihr heimisches Publikum. In der beinahe ausverkauften Linz AG Eisarena forderten Brian Lebler und Co. den Rekordmeister aus Klagenfurt. Verzichten musste man auch am Sonntagabend auf Travis Barron, der noch immer krankheitsbedingt aussetzen musste. Auch dieses Mal wurde die Linzer Mannschaft wieder von Schlussmann Rasmus Tirronen aufs Eis geführt.

Beide Teams starteten mit voller Energie in die Partie. In der zweiten Minute gaben die Rotjacken den ersten Warnschuss auf Rasmus Tirronen ab. Mathias From ergatterte an der blauen Linie das Gerät und feuerte direkt ins lange Eck ab. Der Goalie der Oberösterreich war an seinem Posten und lenkte den Puck am Kasten vorbei. Eine Minute danach kamen die Hausherren mit ihrer Kontergelegenheit ins Angriffsdrittel. Luis Lindner legte auf Brian Lebler auf der rechten Seite ab und der Kapitän zögerte nicht, ins Kreuzeck abzuschließen. Sebastian Dahm rechnete aber mit der Aktion und konnte rechtzeitig parieren. In der 6. Minute waren es wieder die Gäste, die gefährlich wurden. Jan Mursak, der links neben dem Gehäuse stand, spielte zu Clemes Unterweger in der Mitte. Der Verteidiger brachte den Puck zwischen der Defensive der Stahlstädter durch, scheiterte dann aber an Tirronen, der das Gerät unter sich begrub. In der 8. Minute erwischte es die Gastmannschaft mit der ersten Strafe. Johannes Dobrovolny musste aufgrund eines Haltens für zwei Minuten auf die Strafbank. Nach 19 Sekunden im Powerplay gelang es den Linzern, den Führungstreffer zu erzielen. Nach Zuspiel von Graham Knott und Yohann Auvitu, schenkte Ken Ograjensek ins linke, lange Eck zum 1:0 ein (9. Minute). Die Hausherren kamen mit ihrem ersten Treffer in Fahrt und belagerten Sebastian Dahm von allen Seiten. Andreas Kristler kam in der 13. Minute hinter dem Klagenfurter Tor hervor und passte kurzerhand zu Greg Moro, der sich schon vor Dahm positionierte. Sein Abschluss aufs Tor konnte den Schlussmann jedoch nicht überlisten. Eine Minute danach probierte Yohann Auvitu sein Glück, doch auch sein Schuss wollte nicht über die Torlinie gehen. Das Blatt wendete sich auf die Sekunde und die Klagenfurter machten kehrt in Richtung Tirronen. Simeon Schwinger sah eine Lücke im langen Eck, doch der Linzer Torwächter reagierte pünktlich und fälschte ab. In der 16. Minute konnte man erstmals die Emotionen am Eis spüren als Luka Maver und Daniel Obersteiner kurz aneinander gerieten. Zum Glück beider Mannschaften traf es niemanden mit einer Strafe. In der 19. Minute mussten die Linzer auf einen Mann verzichten als Shawn St-Amant wegen eines Hakens in die Kühlbox gesteckt wurde. Die Hausherren konnten bis zur Pausensirene gut dagegenhalten. So verabschiedeten sich die Stahlstädter mit 1:0 in den ersten Kabinengang des Abends.

KAC dreht auf

Mit 51 übrigen Sekunden im Powerplay startete der KAC in den Mittelabschnitt. Trotz einer guten Gelegenheit von Mathias From konnten sich die Hausherren gut über die zwei Minuten retten und einen Gegentreffer verhindern. Zurück im Fünf-gegen-Fünf gab es ordentlich Verkehr vor dem Gehäuse der Kärntner. Der Schlussmann der Klagenfurter behielt aber den Überblick. In der 23. Minute gab es in der Linz AG Eisarena erneut Grund zum Jubeln. Graham Knott erwischte auf der rechten Seite die Scheibe und spielte sich an den Rotjacken vorbei. Schließlich gelang es ihm, hinter Dahm ins Tor einzunetzen und auf 2:0 zu erhöhen (23. Minute). Zudem schwächten sich die Gäste mit der nächsten Strafe selbst. Dieses Mal war es Mathias From, der die Strafbank drücken musste. In Unterzahl konnten die Gäste das Spiel auf ihre Seite verlagern und kamen im Drei-zu-Eins auf das Linzer Tor zu. Logan Roe versuchte noch, Clemens Unterweger zu stören, doch dieser brachte das Gerät schon hinter Tirronen ins Tor (26. Minute). Nach nur einer Minute stellte der KAC mit dem Treffer von Matthew Fraser auf 2:2 (27. Minute). Zwei Minuten danach versuchten die Stahlstädter wieder nachzulegen. Henrik Neubauer kam an die Reihe und kämpfte sich über die neutrale Zone in die Offensive nach vor. Er verschätzte sich jedoch im Abschluss und schoss am Gehäuse vorbei. In der 31. Minute starteten die Linzer in ihr nächstes Powerplay als Nicholas Petersen in die Kühlbox musste. Die Klagenfurter überstanden die Unterzahl ohne Treffer der Linzer. In den darauffolgenden Minuten ging es heiß her am Eis. Auf beiden Seiten folgten abwechselnd gefährliche Torchancen und das Spiel nahm generell an Feuer an. Das merkte man auch daran, wie körperbetont beide Seiten agierten. Nach dem Hin und Her konnten sich die Oberösterreicher in der 36. Minute durch Logan Roe erneut zum 3:2 in Führung schießen. Gleich darauf musste der Teamkollege Yohann Auvitu aufgrund eines Hakens auf die Strafbank. Der KAC konnte das Powerplay ausnutzen und in der 39. Minute zum zweiten Mal den Ausgleich erzielen. Raphael Herburger gelang der Treffer ins Kreuzeck und er stellte damit auf 3:3 (39. Minute). Kurz darauf ging es in die letzte Pause des Abends.

Linzer müssen sich geschlagen geben

Das letzte Drittel startete genauso energetisch als das Zweite. Das Spielgeschehen wechselte immer wieder die Seite bis die Klagenfurter in der 47. Minute erneut ein Ausrufezeichen setzten. Nicholas Petersen konnte den Puck nach vorne bringen und Rasmus Tirronen im rechten, kurzen Eck überraschen. Der Schlussmann der Oberösterreicher versuchte noch seinen Schienbeinschoner und Fanghandschuh dazwischen zu bringen, musste das Gerät aber passieren lassen. Vier Minuten danach machte Jonathan Oschgan auf sich aufmerksam. Der Linzer Eigenbauspieler befreite sich vor dem Klagenfurter Tor und kam an die Scheibe. Für den Abschluss fand er jedoch keine Lücke und musste passen. Auch auf Seiten der Rotjacken konnte man sich die Gelegenheit für den Führungsausbau erspielen. Matthew Fraser zielte auf Rasmus Tirronen ab, doch der Finne hielt dagegen. Auch Jan Mursak probierte in der 53. Minute sein Glück. Er kam an der rechten Seite nach vorne und sah eine Möglichkeit im kurzen Eck. Der Linzer Goalie reagierte jedoch rechtzeitig und fälschte mit seinem Ellbogen ab. Drei Minuten später probierte es Brian Lebler mit einem Distanzschuss von der Blauen. Dieser kam jedoch zu ungenau an und wurde für den Tormann der Gäste nicht gefährlich. In der letzten Spielminute setzten die Linzer auf ihren sechsten Feldspieler. 35 Sekunden vor der Schlusssirene erkämpfte sich Ken Ograjensek dann noch die wichtige Chance, blieb am Ende jedoch erfolglos. Kurz darauf folgte das Empty-Net-Goal der Klagenfurter, die mit 5:3 vom Eis gingen.

Weiter geht es für die Steinbach Black Wings am kommenden Freitag. Dabei treffen Brian Lebler und Co. ein letztes Mal im Grunddurchgang auswärts auf den VSV aus Kärnten. Zwei Tage danach treffen die Linzer ebenfalls in der Fremde auf die Innsbrucker Haie bevor sie am 28. Jänner gegen Bozen in die Linz AG Eisarena zurückkehren. Tickets sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.