• Match Reports
  • Newsbeiträge

Jonathan Oschgan schießt Linzer in Pre-Playoffs

Die Steinbach Black Wings Linz feiern in Budapest einen 2:0 Erfolg und qualifizierten sich damit fix für die Pre-Playoffs. Nach dem frühen Führungstreffer durch Jonathan Oschgan konnten die Linzer die Führung, dank eines starken Rasmus Tirronen, verwalten ehe Travis Barron mit dem Empty Net Treffer die drei wichtigen Punkte sicherte.

FTC-Telekom – Steinbach Black Wings 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)

Torschützen: 0:1 Jonathan Oschgan (6. Min), 0:2 Travis Barron (60.Min/EN)

Am Freitagabend trafen die Steinbach Black Wings auf Budapest. Mit großartiger Unterstützung der eigenen Fans, die extra aus der Stahlstadt mit angereist waren, führte Rasmus Tirronen seine Mannschaft in diesem wichtigen Spiel aufs Eis. Die Heimmannschaft startete mit dem ersten Angriff der Partie. Jussi Tammela arbeitete sich auf der linken Seite gut bis zum Kasten von Tirronen durch, fand in der Mitte jedoch keine Anspielstation. Auf Seiten der Linzer war es Jonathan Oschgan, der den ersten Warnschuss abgab. Der Linzer Youngstar versuchte es mit einem Schuss ins kurze Eck, doch Bence Balizs im Kasten der Ungarn war aufmerksam. In den ersten Minuten hatte keine der beiden Mannschaften eine gute Gelegenheit, und die Partie spielte sich vor allem in der neutralen Zone ab. In der sechsten Minute eroberten die Oberösterreicher die Scheibe in der neutralen Zone und machten sich sofort auf den Weg in Richtung gegnerisches Tor. Jonathan Oschgan hatte die Möglichkeit, auf Henrik Neubauer abzulegen, entschied sich jedoch selbst abzuschließen und verwandelte perfekt zum 1:0 für die Stahlstädter. Der frühe Führungstreffer verlieh den Linzern sichtlich Auftrieb, und sie versuchten, durch starkes Forechecking den Spielaufbau der Ungarn früh zu unterbinden. Die Mannschaft von Head Coach Philipp Lukas setzte von Beginn an auf Zweikämpfe und eine körperbetonte Spielweise. Wenige Minuten später wurde die dritte Linie der Gäste gefährlich. Luka Maver zog von der linken Seite zum Kasten, legte sich die Scheibe jedoch zu weit vor, wodurch er nicht mehr zum Abschluss kam. Von den Ungarn kam offensiv fast gar nichts, da die Linzer die Passwege gut zustellten. Stattdessen wurden die Oberösterreicher wieder gefährlich. Shawn St-Amant gab von links einen Schuss aufs kurze Eck ab, Balizs war jedoch auf seinem Posten und parierte sicher. Graham Knott versuchte nachzustochern, woraufhin eine kleine Auseinandersetzung folgte, die jedoch keine Strafe nach sich zog. Yohann Auvitu zog kurze Zeit später aus der Distanz ab, traf aber einen seiner Mitspieler vor dem gegnerischen Kasten, wodurch die Scheibe zur Seite wegflog. Nicht lange darauf kam Sean Collins von rechts zu einer gefährlichen Abschlussposition. Balizs musste zwar abprallen lassen, doch für den Rebound war keiner der Linzer rechtzeitig zur Stelle. 30 Sekunden vor dem Ende wurden die Hausherren dann doch noch einmal gefährlich. Jussi Tammela tauchte alleine vor Tirronen auf, doch der Goalie der Oberösterreicher verhinderte mit einem Big Save den späten Ausgleichstreffer. Mit einer knappen, aber verdienten 1:0-Führung für die Linzer traten die Mannschaften den ersten Gang in die Kabinen an.

Linzer verwalten Führung

In den ersten Minuten des zweiten Abschnitts wurde die erste Strafe des Spiels ausgesprochen. Marek Hudec musste aufgrund von Haltens für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen. In ihrem ersten Powerplay versuchten die Linzer, sich mit schnellen Kombinationen Platz in der engen Defensive der Ungarn zu verschaffen. Graham Knott legte quer durch die Box zu Ken Ograjensek ab, doch der Goalie der Hausherren erkannte den Pass früh und bewegte sich rechtzeitig auf die andere Seite, wodurch er den Schuss von Ograjensek parieren konnte. Auch im zweiten Drittel dominierten die Linzer die Partie und zwängten den Ungarn über weite Strecken ihr Spiel auf. Travis Barron feuerte von rechts, traf bei seinem Abschluss jedoch nur die Latte. Die Schiedsrichter zogen den Videobeweis heran, um zu überprüfen, ob der Puck die Torlinie überquert hatte. Nach Betrachtung der Bilder blieb die Entscheidung am Eis jedoch bestehen, und es blieb bei der knappen 1:0-Führung für die Stahlstädter. Wieder im Fünf-gegen-Fünf zog Patrick Söllinger nach gewonnenem Face-off von der Blauen ab, Balizs fing die Scheibe mit seinem Fanghandschuh jedoch sicher aus der Luft. In den folgenden Minuten fanden die Hausherren immer besser in die Partie und drängten auf den Ausgleich. Paavo Tyni kam unbedrängt zum Abschluss, doch der Schlussmann der Linzer zeigte die nächste starke Parade. Daraufhin gerieten Jussi Tammela und Travis Barron aneinander und mussten infolgedessen beide für zwei Minuten pausieren. Es entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem es hin und her ging. Yohann Auvitu zog von der Blauen ab, danach ging es auf die andere Seite, wo Logan Roe in letzter Sekunde vor dem eigenen Tor rettete. Die Ungarn rissen das Spiel nun immer mehr an sich. Rasmus Bengtsson kam auf der linken Seite völlig frei zum Abschluss, doch Tirronen brachte im letzten Moment seinen Schoner vor die Scheibe. In der besten Phase der Hausherren kassierten die Linzer die nächste Strafe: Graham Knott musste aufgrund von Hakens für zwei Minuten vom Eis. Joose Antonen zog von rechts ab, doch erneut blieb Tirronen der Sieger. Shawn St-Amant hatte sogar die Chance auf den Shorthander, sein Abschluss geriet jedoch zu zentral. Mit einer 1:0-Führung für die Linzer ging es schließlich in die zweite Pause des Abends.

Travis Barron macht den Deckel drauf

Ähnlich wie im zweiten Abschnitt fiel auch im letzten Drittel früh die nächste Strafe. Gordon Green musste aufgrund unkorrekter Spielerausrüstung für zwei Minuten in die Kühlbox. In Überzahl agierten die Linzer geduldig und warteten auf eine Lücke. Brian Lebler fand diese und visierte von der linken Seite das Kreuzeck an, traf jedoch nur die Stange. Die restlichen Strafminuten verstrichen ohne weitere Chance für die Oberösterreicher. Wieder bei ausgeglichener Spieleranzahl gab Greg Moro einen Schuss aus der Distanz ab, der knapp am langen Pfosten vorbeisegelte. Einige Minuten später versuchte es auch Gerd Kragl aus der Distanz. Balizs musste die Scheibe abprallen lassen, doch Luka Maver konnte den Rebound nicht verwerten. In weiterer Folge setzten sich die Linzer im Defensivdrittel der Ungarn fest. Die Hausherren versuchten kompakt zu verteidigen und lauerten auf einen Konter. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende verließ Bence Balizs zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers das Eis. Statt des Ausgleichs machten die Stahlstädter 25 Sekunden vor Schluss den Deckel drauf: Luka Maver und Travis Barron fuhren einen perfekten Konter, ehe Letzterer zum 2:0 verwandelte (60. Minute). Mit diesem Sieg gegen Budapest fixieren die Oberösterreicher ihren Platz in den Pre-Playoffs.

Am Sonntag steigt dann das letzte Spiel in der Regular Season. Vor heimischem Publikum fordern Brian Lebler und Co. die Graz99ers. Sitzplätze für die Partie sind bereits vergriffen. Stehplatzkarten sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.