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Black Wings verlieren Krimi gegen Graz

Trotz einer starken Aufholjagd und des späten Ausgleichs mussten sich die Steinbach Black Wings in Graz in der Overtime geschlagen geben. Josh Currie erzielte 46 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung den entscheidenden Treffer für die Hausherren.

Moser Medical Graz 99ers – Steinbach Black Wings Linz 4:3 n.V. (2:1, 1:1, 0:1, 1:0)

Torschützen: 1:0 Josh Currie (4. Min/SH), 2:0 Chris Collins (10. Min), 2:1 Niklas Würschl (14. Min/PP), 3:1 Tim Harnisch (28. Min), 3:2 Travis Barron (39. Min/PP), 3:3 Henrik Neubauer (57. Min), 4:3 Josh Currie (65. Min)

Nach den Weihnachtsfeiertagen reisten Brian Lebler und Co. zum schweren Auswärtsspiel nach Graz. Im Bunker der Murstädter kehrten Rasmus Tirronen und Greg Moro nach überstandenen Verletzungen ins Line-up von Head Coach Philipp Lukas zurück. Die Grazer starteten mit aggressivem Forechecking in die Partie, gingen in der Offensive jedoch zunächst noch kein hohes Risiko ein. Auf Seiten der Oberösterreicher setzte die dritte Linie rund um Sean Collins den ersten Vorstoß, wurde von der Defensive der Murstädter jedoch früh gestört. Auf der anderen Seite sorgte Ex-Linzer Nico Feldner mit dem ersten Abschluss auf den Kasten der Stahlstädter für Gefahr. Rasmus Tirronen war jedoch zur Stelle, den Abpraller räumte Yohann Auvitu aus der Gefahrenzone. Die Grazer hatten in den Anfangsminuten etwas mehr vom Spiel, kassierten jedoch früh die erste Strafe. In Überzahl verlor Graham Knott in der neutralen Zone die Scheibe, wodurch sich Josh Currie alleine in Richtung Tirronen aufmachte. Der Stürmer nutzte seine Chance eiskalt und verwandelte durch die Beine des Goalies zur 1:0-Führung für die Grazer (4. Minute). Den ersten Torschuss der Steinbach Black Wings verzeichnete Niklas Würschl mit einem Schuss von der blauen Linie, der jedoch kein Problem für Goalie Lagacé darstellte. Wieder bei Fünf-gegen-Fünf versuchte Lukas Haudum, den Vorsprung der Hausherren mit einem Abschluss auf das kurze Eck auszubauen, Tirronen machte die Ecke jedoch dicht. In der Folge konnten sich die Grazer vermehrt im Defensivdrittel der Linzer festsetzen. Kevin Roy prüfte wenig später erneut den Goalie der Oberösterreicher, der die Scheibe mit dem Schienbeinschoner am Tor vorbeilenkte.

Im selben Shift kassierte Roy aufgrund eines hohen Stocks eine Zwei-Minuten-Strafe. Im zweiten Powerplay taten sich die Linzer erneut schwer, in der Offensive Akzente zu setzen und klare Torchancen zu erarbeiten. Graham Knott bediente Shawn St-Amant in der Mitte, der die Scheibe jedoch nicht an Lagacé vorbeischieben konnte. Wieder vollzählig starteten die Grazer über Lenz Moosbrugger den nächsten Angriff, der sich alleine vor Tirronen wiederfand. Der Schlussmann der Linzer verhinderte den zweiten Gegentreffer zunächst noch. Nur wenig später gelang dem Top-Torschützen der Steirer, Chris Collins, dennoch das 2:0. Nach einem präzisen Pass durch die Box von Nick Bailen musste Collins in der 10. Minute nur noch einschieben. Nach einer Strafe gegen Bailen kamen die Stahlstädter zu ihrem dritten Powerplay. Niklas Würschl forderte wiederholt die Scheibe und machte sich für den Abschluss bereit. Als der Verteidiger den Puck erhielt, zog er ab und verkürzte mit einem platzierten Schuss ins lange Eck auf 1:2 aus Sicht der Linzer. Kurz vor der ersten Pausensirene versuchte es Korbinian Holzer noch einmal mit einem Distanzschuss, der jedoch über das Tor von Tirronen segelte.

Ausgeglichenes Mitteldrittel

Zu Beginn des zweiten Abschnitts kam Julian Pusnik über die rechte Seite zu einer guten Möglichkeit, sein Versuch ins obere Eck wurde jedoch von Lagacé zur Seite gelenkt. Die Linzer leisteten sich, ähnlich wie im ersten Drittel, einige unnötige Fehler im Spielaufbau und machten sich das Leben dadurch selbst schwer. Nach einer Strafe gegen Jonathan Oschgan kassierten die Oberösterreicher ihre erste Unterzahl, was zugleich das erste Powerplay für die 99ers bedeutete. Rasmus Tirronen war in dieser Phase mehrfach gefordert und parierte unter anderem einen Schuss von Kevin Roy mit dem Schoner zur Seite. Wenig später musste auch Michael Schiechl wegen Beinstellens für zwei Minuten auf die Strafbank. Eine weitere Strafminute blieb für die Linzer auf der Uhr, ehe es zunächst im Vier-gegen-Vier weiterging. In Überzahl benötigten die Stahlstädter anschließend etwas Zeit, um sich neu zu formieren und konnten so keine Tormöglichkeiten mehr kreieren. Auf der anderen Seite bediente Nick Bailen, Ryan Swaney mit einem gut getimten Pass in den Lauf, der Angreifer verpasste den Abschluss jedoch knapp und musste sich Tirronen geschlagen geben. In einer insgesamt umkämpften Partie mit schnellem Hin und Her kam Ken Ograjensek von der rechten Seite zum Abschluss, der nächste Treffer fiel jedoch auf Seiten der Murstädter. Tim Harnisch kam mit etwas Glück auf der linken Seite an die Scheibe und verwertete diese mit einem Schuss ins obere Eck zum 3:1 (28. Minute). Kurz darauf musste der Torschütze aufgrund von Beinstellens auf die Strafbank und bescherte den Stahlstädtern somit ihr nächstes Powerplay. In Überzahl verzeichnete Graham Knott mit einem Stangenschuss die bis dahin beste Möglichkeit im zweiten Abschnitt. Wenig später war es Travis Barron, der mit einem schnellen Abschluss durch die Beine von Lagacé erfolgreich war und seine Mannschaft somit wieder auf einen Treffer heran brachte (39. Minute). Barron blieb auch in der Folge gefährlich und machte sich erneut mit dem Puck in Richtung Lagacé auf, traf mit seinem Abschluss jedoch nur die Stange. Mit einer knappen 3:2 Führung für die Hausherren ging es zur zweiten Pause in die Kabinen.

99ers sichern sich Sieg in Overtime

Nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Paul Stapelfeldt kamen die Linzer erneut zu einem Powerplay. Romig kam von der rechten Seite zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch nur knapp. Die Oberösterreicher präsentierten sich auch in dieser Überzahlsituation druckvoll, scheiterten jedoch mehrfach an Lagacé, der mit starken Paraden die knappe Führung für seine Mannschaft festhielt. Gaffal brachte die Scheibe in der Folge gefährlich zur Mitte, wo Brian Lebler nur um wenige Zentimeter verpasste. Travis Barron zog aus dem Rückraum ab, der Rebound landete auf der linken Seite bei Logan Roe, doch auch hier war Lagacé mit der Fanghand zur Stelle. Die Linzer arbeiteten weiter hart und versuchten, die Scheibe möglichst schnell in den Slot zu bringen. Romig kam wenig später von der linken Seite alleine zum Abschluss, Lagacé kam jedoch früh aus dem Tor und entschärfte auch diese Möglichkeit. Auf der Gegenseite kam Lenz Moosbrugger zum Abschluss, Rasmus Tirronen war mit dem Beinschoner zur Stelle und parierte. In weiterer Folge überquerte die Scheibe durch Travis Barron zwar die Linie, nach Video Check wegen Goalie Interference wurde der Treffer jedoch aberkannt und es blieb bei der 3:2-Führung für die Hausherren. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe wegen hohen Stocks gegen Romig kamen die Grazer zu einem Powerplay. Die Linzer verteidigten diese Unterzahl konzentriert und ließen den Hausherren nur wenig Raum für Abschlüsse. Wieder vollzählig nutzte Brian Lebler einen Fehler in der Defensive der Grazer und zog gemeinsam mit Henrik Neubauer in Richtung Lagacé. Lebler legte im letzten Moment quer auf Neubauer, der in der 57. Minute ungestört zum 3:3-Ausgleich einschob. In den Schlussminuten entwickelte sich noch einmal eine intensive Phase mit Chancen auf beiden Seiten. Marcus Vela verfehlte von der linken Seite das Tor, der entscheidende Treffer gelang jedoch keinem der beiden Teams mehr, sodass die Partie in die Overtime ging. Dort hatte Shawn St-Amant eine gute Möglichkeit mit der backhand die aber knapp am Tor vorbei ging. Beide Mannschaften hatten Chancen auf den Siegtreffer, am Ende war es Josh Currie der 46 Sekunden vor dem Ende der Overtime seine Mannschaft zum Sieg schoss (65. Minute).

Bereits am Sonntag kehren die Linzer vor heimisches Publikum zurück. Um 15:30 empfangen die Stahlstädter die Haie aus Innsbruck, ehe am 30.12 Fehervar an der Unteren Donaulände gastiert. Tickets für beide Partien sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.