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HCB Südtirol Alperia vs. Steinbach Black Wings Linz
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Black Wings ringen auswärts Villach nieder

Die Steinbach Black Wings Linz gewinnen ein spannendes Duell in Villach mit 5:4 in der Verlängerung. Nachdem die Linzer effizient in Führung gehen, müssen sie erneut aufgrund vieler Strafen, zweimal einen Rückstand ausgleichen. In der Overtime bleiben die Oberösterreicher zum vierten Mal Sieger und erobern zwei wichtige Punkte.

EC iDM Wärmepumpen VSV – Steinbach Black Wings Linz 4:5 n.V. (0:2, 3:1, 1:1. 0:1)

Torschützen: 1:2 Nikita Scherback (23. Min), 2:2 Adam Helewka (28. Min / PP), 3:2 Dylan Macpherson (37. Min / PP), 4:3 Adam Helewka (53. Min) bzw. 0:1 Shawn St-Amant (2. Min), 0:2 Graham Knott (7. Min), 3:3 Shawn St-Amant (37. Min), 4:4 Ken Ograjensek (56. Min), 4:5 Graham Knott (63. Min)

Zum Auftakt ihres harten Auswärtswochenendes gastierten die Steinbach Black Wings Linz am Freitagabend beim VSV. Bei den Villachern, die sich nur wenige Stunden vor dem Duell von ihrem Head Coach Tray Tuomie getrennt hatten, mussten die Oberösterreicher weiterhin einige personelle Ausfälle hinnehmen. So durfte Tim Geifes ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein wieder wichtige Spielpraxis sammeln und gleich mit seinen Teamkollegen über den perfekten Start jubeln. Logan Roe zog nach eineinhalb Minuten aus der Distanz ab und brachte Joe Cannata zum Nachfassen. Der Goalie musste zur Mitte prallen lassen, wo Shawn St-Amant heran rauschte und die Scheibe zum 1:0 für die Gäste über die Linie drückte. Der VSV antwortete bestimmend und übernahm in den Anfangsminuten das Spielgeschehen, doch erneut waren es die Gäste, die ihre eiskalte Effizienz fortsetzten. Nach einer Eroberung in der eigenen Zone startete Graham Knott den Konter. Dabei wurde der Stürmer eigentlich weit auf die linke Seite abgedrängt, nahm dennoch den Abschluss und schickte den Puck durch die Hosenträger von Cannata zum 2:0.

Die Adler reagierten abermals druckvoll und kamen zweimal gefährlich vor das Linzer Tor. Aus kurzer Distanz zog Nikita Scherback gefährlich ab, doch Tirronen entschärfte den Versuch der Kärntner auf den Anschlusstreffer. Der Druck der Hausherren wurde größer und nach einem Weitschuss, den Tirronen sicher parierte, war er in der 13. Minute erneut richtig gefordert. Bei einem Gegenangriff legte Wallenta zurück auf Scherback, der mit einem wuchtigen Schuss den Rebound erzwang. Kevin Hancock nahm diesen vom linken Bullykreis direkt ab, traf damit allerdings nur das Außennetz. Aus dieser Umklammerung arbeiteten sich die dritte und vierte Formation mit jeweils druckvollen Shifts. Julian Pusnik rotierte an der Bande gut und löste sich von seinen Gegenspielern. Schließlich legte der Kärntner zur Mitte auf Collins ab, dessen Direktabnahme das Tor jedoch knapp verfehlte. Zwei Minuten vor dem ersten Seitenwechsel ergatterten die Stahlstädter ihre erste Überzahl. In dieser taten sich die Gäste zunächst schwer, in ihre Formation zu finden, schrammten dann aber plötzlich haarscharf am dritten Treffer vorbei. Nach einer Hereingabe von Würschl stocherten zwei Stürmer energisch nach, doch mit aller Kraft kratzte der VSV den Puck von der Linie und rettete sich so in die Pause.

Black Wings bringen sich erneut um guten Start

Es ging in den Mittelabschnitt, und dieser begann bereits nach sieben Sekunden mit einer ersten Strafe gegen Brian Lebler. Die Adler belagerten das Drittel der Linzer und schlossen zweimal durch Adam Helewka gefährlich ab. Die Oberösterreicher mühten sich durch die zwei Minuten und hatten – wie schon in den letzten Partien – Pech. Genau in dem Moment, als der Linzer Kapitän die Tür der Kühlbox aufschob, schlug Villach zu: Nikita Scherback zog an den linken Hashmarks einen Handgelenksschuss in perfekter Höhe über die Fanghand und stellte aus Sicht der Gastgeber auf 1:2 (23. Minute). Die Steinbach Black Wings versuchten auf der Gegenseite schnell wieder vorzulegen und kamen über zwei Weitschüsse vor das Tor. Kurzzeitig lag der Puck frei im Slot, es fand sich jedoch kein Abnehmer für den Nachschuss. In der 25. Minute ging das Team von Head Coach Philipp Lukas ein zweites Mal mit einem Mann mehr auf das Eis. Doch erneut taten sich die Linzer im Aufbau schwer. Einzig Travis Barron erhielt auf der rechten Seite ein Zuspiel, verfehlte den Onetimer dabei jedoch. Auf dem Rückweg zeigte sich der Angreifer dann ungeschickt und wurde wegen Behinderung auf die Strafbank geschickt. Das sollte sich ein weiteres Mal rächen – Villach glich die Partie aus. Adam Helewka setzte sich aus der neutralen Zone kommend im Alleingang hinter das Tor von Tirronen durch. Hinterlistig zielte er auf den Schlittschuh des Goalies, von wo aus das Spielgerät zum 2:2 über die Linie sprang (29. Minute).

Damit starteten beide Teams zur Halbzeit wieder von vorne und legten plötzlich an Tempo zu. Graham Knott war es, der in der 34. Minute herrlich durchtänzelte: Nach vier schnellen Schritten aus der neutralen Zone war der Kanadier alleine durch, scheiterte jedoch mit seinem Abschluss. Im Gegenzug kam John Hughes ebenfalls zur Riesenchance im Breakaway. Doch Rasmus Tirronen blieb ruhig und ging im Eins-gegen-Eins als Sieger hervor. Nur einen Wechsel später entwischte Luis Lindner erneut ein Angreifer und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Erneut musste sich das Penaltykilling der Oberösterreicher geschlagen geben und den erstmaligen Rückstand hinnehmen. Nachdem die Adler wieder Druck erzeugten, zog Dylan MacPherson von der blauen Linie ab und erzielte das 3:2. Wie schon gegen Bozen schien den Steinbach Black Wings das Match zu entgleiten. Dieses Mal folgte jedoch die wichtige Antwort: Nur eine halbe Minute später gewann Graham Knott im Angriff das Bully, Shawn St-Amant hämmerte auf das Spielgerät und versenkte es zum 3:3 ins Kreuzeck (37. Minute).

Ograjensek rettet die Overtime

Mit dem spannenden Unentschieden gingen beide Mannschaften in die letzten 20 Minuten. Dort initiierte St-Amant den ersten Angriff und wurde dabei regelwidrig von den Beinen geholt. Doch auch im dritten Powerplay des Abends sorgten die Stahlstädter kaum für Gefahr und ließen diese Möglichkeit erneut ungenutzt verstreichen. Das Spiel wurde nun deutlich umkämpfter, und immer wieder wurden Aufbauversuche auf beiden Seiten frühzeitig gestört. Erst knapp zehn Minuten vor dem Ende wurde es vor dem Tor wieder gefährlich – und zwar so richtig. Steven Strong rückte tief in den Slot der Linzer vor und kam völlig frei zum Schuss. Zum Glück für die Gäste zielte der Verteidiger jedoch zu zentral, und Tirronen packte entschlossen zu. Villach wurde anschließend wieder aktiver und drängte auf die Entscheidung. In der 53. Minute waren die Linzer im eigenen Drittel orientierungslos, was die Adler zu ihren Gunsten nutzten. Nach einem Seitenwechsel stand Adam Helewka viel zu frei und musste nur noch in die große Lücke am rechten Pfosten zum 4:3 einschieben. Doch erneut schlugen die Steinbach Black Wings nur zwei Minuten später zurück. Patrick Söllinger hielt einen Befreiungsschlag der Kärntner im Drittel. Barron eroberte die Scheibe, legte in die Mitte zu Ken Ograjensek, der mit einem mächtigen Schuss das 4:4 erzielte (56. Minute). Vor der Schlussirene folgte jedoch noch eine Bewährungsprobe, denn nach einem Boarding von Barron mussten die Oberösterreicher erneut in Unterzahl agieren. Die Villacher Stadthalle bebte, doch mit vereinten Kräften überstanden die Steinbach Black Wings diese entscheidende Phase bis zur 60. Minute.

Graham Knott staubt zum Sieg ab

So ging es in die Overtime, die mit einem Powerplay für die Gäste begann. Doch auch dieser numerische Vorteil sollte für die Stahlstädter ohne Erfolg bleiben. Nachdem St-Amant einen Pass direkt vor Connata knapp verfehlte, verhinderten weitere Ungenauigkeiten eine Entscheidung. Die Villacher wieder vollzählig, kamen sie nach einer Deflection von Hutchinson zur Riesenchance auf den Gamewinner – doch Tirronen rettete im letzten Moment. Beide Teams duellierten sich im Drei-gegen-Drei weiter um den entscheidenden Fehler. Diesen nutzte schließlich Luis Lindner nach einem gewonnenen Zweikampf und lief alleine auf den Konter zu. Zwar entschied Connata dieses Duell zunächst für sich, doch die freiliegende Scheibe schnappte sich Graham Knott, der zum 5:4-Gamewinner für die Linzer einschob.

Am kommenden Sonntag wartet auf die Steinbach Black Wings Linz das nächste harte Auswärtsmatch in Graz. Anschließend laden die Oberösterreicher beim Nikolo Special zu drei Heimspielen in der ersten Dezemberwoche. Tickets sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.