• Match Reports
  • Newsbeiträge

Black Wings feiern wichtigen Auswärtssieg

Die Steinbach Black Wings Linz holen im Kampf um die (Pre-)Playoffs drei wichtige Punkte in Innsbruck. Nach drückender Überlegenheit müssen die Linzer bis zum Ende bangen, bringen den verdienten Auswärtssieg in Innsbruck aber ins Ziel.

HC TIWAG Innsbruck – Steinbach Black Wings Linz 2:3 (0:2, 1:0, 1:1)

Torschützen: 1:2 Stefan Klassek (28. Min), 2:3 Matthew Wilkins (54. Min / PP1) bzw. 0:1 Shawn St-Amant (15. Min), 0:2 Brian Lebler (17. Min), 1:3 Ken Ograjensek (51. Min)

Im zweiten Teil ihres Auswärts-Wochenende begaben sich die Steinbach Black Wings Linz am Sonntag nach Innsbruck. Dort waren die Linzer nach der enttäuschenden Niederlage in Villach gefordert, im Kampf um die (Pre)-Playoffs eine Reaktion zu geben. Mit Graham Knott bekam Head Coach Philipp Lukas einen wichtigen Rückkehrer für seine Aufstellung, wodurch wiederum Luka Maver aufgrund der Legionärs-Begrenzung nicht im Aufgebot war. Das voraussichtlich letzte Saisonduell begann auf beiden Seiten abwartend und die Linzer versuchten nicht noch einmal ins offene Messer zu laufen, sondern konzentrierten sich auf einen kompakten Aufbau. Ohne nennenswerte Möglichkeiten auf beiden Seiten in den ersten vier Minuten, übernahmen die Gäste schließlich vermehrt den Drang in die Offensive. Yohann Auvitu gab von der blauen Linie einen gefährlichen Schuss ab und Matthew Vernon musste zur Mitte prallen lassen. Brian Lebler stand beinahe für den Rebound bereit, wurde im letzten Moment aber an diesem gehindert. Nur einen Wechsel später schlossen die Stahlstädter ein zweites Mal vielversprechend ab, als Shawn St-Amant direkt vom Bully abzog. Wieder hatte Vernon Mühe, wehrte aber ins Fangnetz ab.

Die Schüsse auf das Gehäuse des Tirolers wurden mehr, denn die Oberösterreicher suchten den schnellen Abschluss. In einem druckvollen Shift der ersten Linie probierten es Graham Knott und Emil Romig auf beiden Seiten mit schönen Einzelaktionen, kamen damit aber ebenfalls nicht durch. In der zehnten Minute antworten die Gastgeber plötzlich mit einem druckvollen Wechsel. Die Haie rotierten, wurden aber entscheidend von den Linzern aus der Mitte ferngehalten. In der 13. Minute hatten die Steinbach Black Wings Linz erneut aus dem Nichts Glück und Rasmus Tirronen. Marcel Witting war ganz alleine auf und davon, scheiterte im Breakaway aber an seinem letztjährigen Teamkollegen im Tor. Im direkten Gegenzug zog Brian Lebler einen Zwei-auf-Eins Konter auf, zog selbst ab, scheiterte aber am Blocker. In der 15. Minute war es aber endlich soweit und die erneut mehr als 150 Fans aus der Stahlstadt durften jubeln. Knott nahm Fahrt auf und zog auf der linken Seite direkt vor Vernon ab, dieser rettete zwar wieder mit den Schonern, Shawn St-Amant nützte aber genau diese beim Nachschuss aus spitzem Winkel zum 1:0. Doch der knappe Vorsprung sollte nur eine Minute darauf beinahe wieder schwinden. 

Patrick Kulda spielte die Scheibe direkt vom Anspiel weg mit einem schönen Pass vor das Tor, wo Defin Steffler ganz alleine am rechten Pfosten die Schaufel hinhielt. Zur Erleichterung der Gäste schob der aufgerückte Verteidiger aber an seinem Ziel vorbei. Diesen Schockmoment beantworten die Steinbach Black Wings wiederum mustergültig: Wieder kam Brian Lebler auf der linken Seite zum Konter, zog ab und traf dieses Mal ins Schwarze zum 2:0 für die Gäste (17. Minute). Mit dem Zwischenstand gingen beide Teams ein erstes Mal zurück in ihre Kabinen.

Linzer schießen, Innsbruck trifft

Die Linzer waren ob der knappen Führung gewarnt und versuchten daher, mit dem ersten Angriff im Mitteldrittel direkt nachzulegen. Dies gelang beinahe, als Aljaz Predan aus der Mitte gefährlich abzog, Kristler am rechten Pfosten den Abpraller jedoch knapp verpasste. Doch auch Innsbruck blieb gefährlich und versuchte, mit viel Tempo ins Spiel zu kommen. Zweimal tauchten die Haie blitzschnell im Angriff auf, wurden aber beide Male gut von den Linzer Verteidigern abgedrängt. Auf der anderen Seite hatten die Gäste die Riesenchance auf den dritten Treffer. Andreas Kristler sah auf der rechten Seite Jonathan Oschgan frei und spielte einen mustergültigen Querpass. Der Youngster zog sofort mit einem wuchtigen Schuss ab, doch Vernon hechtete sehenswert in die andere Ecke und rettete in allerhöchster Not. Diese Nachlässigkeit bestraften diesmal die Hausherren und machten im Gegenzug das Match wieder spannend. Im Konter legte Mader gut zurück auf Stefan Klassek, der mit einem verdeckten Wristshot zum 1:2 aus Sicht des HCI einschoss (28. Minute). Die Gäste bekamen jedoch in Form eines doppelten Ausschlusses nach einem Haken erneut die große Möglichkeit vorzulegen. Zwei Minuten lang drückten Ken Ograjensek und Co. durchgehend, trafen dabei jedoch gleich zweimal das leerstehende Gehäuse nicht. Die Haie tankten dadurch sichtlich Selbstvertrauen und nahmen in der 33. Minute mit ihrem ersten Powerplay selbst Anlauf, das Match endgültig zu drehen. Auch diese Bewährungsprobe überstanden die Linzer unbeschadet. Wieder komplett legten die Steinbach Black Wings Linz anschließend erneut an Schwung zu und feuerten aus allen Lagen, hatten dabei jedoch Pech. Gerd Kragl schickte einen Schuss auf das Tor, der direkt davor noch abgefälscht wurde, jedoch nur an die Stange ging. Barron, Lebler und St-Amant probierten es ebenfalls aus dem Lauf mit guten Abschlüssen, scheiterten jedoch allesamt.

Drama bis zur letzten Sekunde

Mit der hauchdünnen 2:1-Führung für die Linzer ging es in die letzten 20 Minuten. Nach dem Wiederbeginn versuchten es die Gäste erneut mit zwei schnellen Abschlüssen, blieben dabei jedoch erfolglos. In der Folge wurde Innsbruck mit der Scheibe aktiver, während Travis Barron konterte. Der Stürmer und der mit aufgerückte Ryan MacKinnon konnten das Spielgerät jedoch nicht an Vernon vorbeidrücken.

Die Haie lauerten auf ihre Möglichkeiten und kamen in der 47. Minute beinahe zum Ausgleich. Nach einem Weitschuss blieb der Puck brandgefährlich im Torraum liegen, ehe ein Verteidiger gerade noch rechtzeitig klärte. Auf der anderen Seite war Graham Knott ebenfalls kein Glück vergönnt, als er auf der linken Seite nur die Stange traf. Die letzten zehn Minuten des Abends brachen an. In der 52. Minute bot sich den Stahlstädtern Platz: Ken Ograjensek bekam im hohen Slot den Pass, nahm Maß und traf zum 3:1 für die Steinbach Black Wings Linz. Doch das Match war noch nicht vorbei, denn nur eine Minute später wurde es wieder spannend. Als Emil Romig nach einem Foul in die Kühlbox musste, dauerte es nur wenige Augenblicke, bis die Haie zubissen. Matt Wilkins stand in der Mitte goldrichtig und lenkte eine Hereingabe zum 2:3 in die Maschen.

Dem nicht genug folgte gleich darauf das nächste Powerplay für die Hausherren, die endgültig alles nach vorne warfen. Vier Minuten vor dem Ende hatte die TIWAG Arena den Torschrei bereits auf den Lippen: Max Coatta stand am rechten Pfosten völlig frei, schob einen Querpass jedoch außen am Pfosten vorbei. Die Gäste fighteten sich durch die Unterzahl, ehe der HCI mit dem zusätzlichen Feldspieler volles Risiko nahm. Noch einmal kamen die Hausherren beinahe zum Ausgleich, als Devin Steffler einen verzweifelten Distanzschuss abfeuerte. Bei viel Verkehr vor dem Tor streckte sich Rasmus Tirronen mit all seiner Kraft und rettete den so wichtigen Auswärtssieg über die Zeit.

Weiter geht es für die Steinbach Black Wings Linz bereits am Mittwoch mit dem Heimspiel gegen den HCB Südtirol. Tickets sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.