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Black Wings erleben bitteren Abend gegen Wien

Die Steinbach Black Wings Linz müssen sich mit 1:4 gegen die Vienna Capitals geschlagen geben. Zwar gehen die Stahlstädter durch einen Treffer von Jonathan Oschgan vorerst in Führung, die Hauptstädter kämpfen sich jedoch zurück und gewinnen das Duell um Platz 7.

Steinbach Black Wings Linz – Vienna Capitals 1:4 (1:1, 0:1 0:2)

Torschützen: 1:0 Jonathan Oschgan (15. Min), 1:1 Randy Gazzola (18. Min), 1:2 Simon Bourque (28. Min), 1:3 Zane Franklin (43. Min), 1:4 Carter Souch (59. Min/EN)

Zuschauer: 4.865 (ausverkauft)

Für das wichtige Spiel gegen die Vienna Capitals musste Head Coach Philipp Lukas abermals kleine Änderungen an seinem Line-up vornehmen. Zwar kehrte Greg Moro nach überstandener Krankheit zurück ins Aufgebot der Oberösterreicher, dafür musste jedoch Shawn St-Amant pausieren. Für ihn rückte Tim Geifes in die Aufstellung nach. Rasmus Tirronen führte seine Mannschaft wie gewohnt auf das Eis. Wie erwartet startete die Partie sofort mit viel Feuer. Logan Roe und Zane Franklin bekamen sich in den Anfangsminuten bereits ein wenig in die Haare, die Partie ging jedoch ohne Strafe weiter. Die Hausherren starteten direkt die ersten Angriffe. Graham Knott machte mit einem Schuss von der linken Seite auf sich aufmerksam, Luka Maver fälschte die Scheibe ab, diese segelte jedoch knapp am Tor vorbei. Greg Moro erkämpfte sich im nächsten Shift die Scheibe in der Defensivzone der Wiener und legte direkt in die Mitte zu Stefan Gaffal ab, abermals fehlten nur wenige Zentimeter auf den ersten Torerfolg. Die Wiener wurden erstmals durch Linden Vey gefährlich. Der Kapitän der Gäste versuchte den Haken an Tirronen vorbei, der Linzer Goalie erkannte jedoch die Finte und parierte sicher. Sofort nahmen die Hausherren wieder die Zügel in die Hand. Graham Knott tankte sich im Alleingang bis zum gegnerischen Kasten durch, der Wiener Verteidiger zog aber die Strafe, um den Center am Abschluss zu hindern. Im ersten Powerplay suchte Ken Ograjensek Travis Barron auf der rechten Seite, der die Scheibe aber knapp verpasste. Wenig später war es wieder Barron, dessen Schuss von der rechten Seite noch abgefälscht wurde und somit sein Ziel verfehlte. Wieder ausgeglichen blieben die Linzer weiterhin am Drücker. Luka Maver behauptete die Scheibe und versuchte es mit dem Bauerntrick, Sebastian Wraneschitz war jedoch zur Stelle. Auch in weiterer Folge ließen die Stahlstädter die Scheibe gut laufen, aber auch die Wiener erkämpften sich immer wieder gute Chancen. Felix Koschek versuchte es mit einem Abschluss von der rechten Seite, Tirronen fing die Scheibe aber sicher mit dem Fanghandschuh. Sofort ging es wieder auf die andere Seite, wo Patrick Söllinger lange verzögerte, sich dann aber doch entschied, selbst abzuschließen. Wraneschitz lenkte das Spielgerät zur Seite, wo Jonathan Oschgan lauerte und den Puck zur 1:0-Führung in die Maschen beförderte (15. Minute). Die Führung hielt jedoch nicht lange an und die Gäste durften sich drei Minuten später über den Ausgleich freuen. Randy Gazzola feuerte von der blauen Linie ab und die Scheibe landete zum 1:1 im kurzen Eck (18. Minute). Mit diesem Stand ging es in die erste Pause.

Capitals erkämpfen sich Führung

Im zweiten Abschnitt fiel früh die erste Strafe gegen die Oberösterreicher. Ryan MacKinnon wurde wegen eines hohen Stocks für zwei Minuten in die Kühlbox geschickt. Mit einem Mann weniger zeigten die Linzer eine starke Defensivleistung und konnten sich immer wieder befreien. Damit verstrichen die Strafminuten ohne nennenswerte Chancen für die Hauptstädter. Es war die dritte Linie der Oberösterreicher die für Gefahr sorgte. Sean Collins versuchte es mit der Backhand von der linken Seite traf aber nur das Außennetz. Stattdessen durften die Wiener über den nächsten Treffer jubeln. Die Gäste behaupteten in der neutralen Zone und Simon Bourque und Mitch Hults machten sich im Doppelpack auf in Richtung Tirronen. Ersterer war es letztendlich der zum Abschluss kam und eiskalt zum 2:1 aus Sicht der Capitals verwandelte (28. Minute). Die Linzer ließen sich davon nicht lange verunsichern und drückten direkt auf den Ausgleich. Travis Barron versuchte es in der Mitte mit dem Onetimer, sein Abschluss geriet jedoch zu zentral und stellte kein Problem für Wraneschitz dar. Andreas Kristler zog kurz darauf aus dem Hinterraum ab, ließ aber nur die Querlatte erklirren. Wenige Minuten später war es abermals Travis Barron der den Ausgleich auf dem Schläger hatte. Er bekam von Lebler die Scheibe perfekt in den Lauf gespielt, der Kanadier visierte das Kreuzeck an, verfehlte jedoch knapp. Kurz darauf kam Graham Knott aus zentraler Position zum Abschluss der vom Wiener Goalie in die Mitte abprallte. Maver stand zwar vor dem Tor, verlor die Scheibe jedoch aus den Augen, woraufhin Wraneschitz nach vorne hechtete und den Puck unter seinem Handschuh begrub. Wenig später war Andreas Kristler auf der rechten Seite völlig frei, brachte die Scheibe aber ebenfalls nicht am Schlussmann der Wiener vorbei. Mit einer knappen 2:1 Führung für die Gäste traten die Mannschaften den zweiten Kabinengang an.

Linzer müssen sich geschlagen geben

Im letzten Drittel erwischten die Capitals einen perfekten Start. Nach einem Pass hinter das Tor gelang der Puck über die Bande zu Zane Franklin, der am rechten Pfosten vergessen wurde und zum 3:1 für die Capitals verwandelte (43. Minute). Einige Minuten später kam Ken Ograjensek zu einer Doppelchance, doch Wraneschitz blieb in beiden Fällen der Sieger. Kurz darauf versuchte es Würschl mit einem Schuss aus der Distanz, jedoch zu zentral und Wraneschitz lenkte die Scheibe zur Seite. Es war viel Getümmel vor dem Wiener Schlussmann doch ein Verteidiger der Gäste konnte den Puck aus der Gefahrenzone befördern. Die Oberösterreicher versuchten alles nach vorne zu werfen, es fehlte jedoch oftmals die letzte Präzision im Passspiel. Travis Barron versuchte es von der linken Seite, verfehlte das lange Eck aber knapp. Wenig später kassierten die Wiener die nächste Strafe, dieses Mal gegen Sam Antonitsch. In ihrem zweiten Powerplay des Abends konnten sich die Linzer nicht im Defensivdrittel der Wiener festsetzten und somit auch keine guten Chancen kreieren. Wieder ausgeglichen kam Nate Kallen auf der rechten Seite zur nächsten Möglichkeit, Rasmus Tirronen machte das kurze Eck aber gut dicht. Knapp drei Minuten vor dem Ende nahm Head Coach Philipp Lukas Tirronen für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Dies brachte jedoch nicht mehr den erwünschten Erfolg und Carter Souch machte in der 59. Minute mit einem Empty-Net-Treffer den Deckel drauf.

Bereits diesen Sonntag gehts, abermals vor heimischem Publikum, gegen die grünen Drachen aus Laibach weiter. Sitzplätze für die Partie sind beinahe ausverkauft. Stehplatzkarten sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.