Die Steinbach Black Wings Linz forderten am Sonntagnachmittag daheim den Tabellenführer aus Laibach. Nach der bitteren Niederlage gegen Salzburg wurde den Linzern die nächste harte Aufgabe durch den Ausfall von insgesamt drei Stammkräften (Moro, Gaffal, Tialler) erschwert. Umso entschlossener stellten sich Rasmus Tirronen und Co. den offensiven Streitkräften der grünen Drachen. Die Gastgeber probierten vom Face-Off weg mit Härte und fuhren gleich zu Beginn zahlreiche wuchtige Hits. Damit hielten sie die Slowenen in der Anfangsphase erfolgreich aus der eigenen Zone fern, hatten in der vierten Minute dann aber aus dem Nichts großes Glück. Žiga Mehle stand ganz alleine im Slot und bekam das Zuspiel. Der Stürmer zog direkt vor Tirronen ab, doch dieser blieb ruhig und rettete für seine Mannschaft. Diese Glanztat sollte sich doppelt bezahlt machen, denn der Schlussmann leitete mit dem Reflex einen Konter der dritten Linie ein, der eiskalt abgeschlossen wurde. So bekam Julian Pusnik auf der anderen Seite des Eises ebenfalls völlig frei in der Mitte die Scheibe, zog sofort ab und traf zum 1:0 für die Steinbach Black Wings (4. Minute). Mit der Führung im Rücken kamen die Oberösterreicher nur Augenblicke später zur nächsten Großchance. Shawn St-Amant brach alleine durch, scheiterte jedoch auch im Nachschuss an Luka Kolin. Die Gäste wurden daraufhin aktiver und bestimmten das Spiel mit der Scheibe, die Linzer arbeiteten aber vor dem eigenen Tor konzentriert dagegen und ließen kaum Lücken in ihrem Verbund zu.
Mit Anbruch der Halbzeit des ersten Drittels legten beide Teams plötzlich rasant an Tempo zu. Nach einem Weitschuss von Söllinger fuhr Laibach den Konter. In diesem machte Niklas Würschl jedoch geschickt die Passlinie zu und entschärfte damit in höchster Not den Versuch. Auf der Gegenseite taten es Travis Barron und Brian Lebler den Slowenen gleich und liefen in Überzahl auf Kolin zu. Der Linzer Kapitän bekam im hohen Slot das Zuspiel, visierte an, doch im letzten Moment sprang sehenswert ein Verteidiger in den Schuss. Beide Teams klopften energisch an einem weiteren Treffer an. Zunächst verpasste Henrik Neubauer einen Weitschuss von Kristler im Slot. Danach tauchte Miha Berlič bei einem Konter gefährlich in der Mitte auf, doch Tirronen parierte mit dem Schoner. Drei Minuten vor der ersten Pause kamen die Steinbach Black Wings erstmals ins Powerplay, als Brian Lebler von den Füßen geholt wurde. Nur wenige Sekunden waren im Aufbau gespielt, da legte aber auch dieser seinen Gegenspieler mit einem Foul. So ging es mit jeweils vier Mann weiter. Bei dem vielen Platz auf dem Eis war es Luis Lindner, der einen Pass blockte und sich damit selbst ein Breakaway einleitete. Der Verteidiger versuchte es über die linke Seite, sein Schuss ging jedoch deutlich am Tor vorbei. Nachdem Rasmus Tirronen auf der Gegenseite zur Pausensirene bei zwei gefährlichen Schüssen aus spitzem Winkel zur Stelle war, ging es mit dem knappen Vorsprung in die Kabine.