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Black Wings erkämpfen 7. Heimsieg in Serie

Die Steinbach Black Wings Linz zwingen den nächsten Tabellenführer in die Knie und gewinnen mit 4:2 gegen Laibach. Nachdem zwei Powerplay-Treffer einen verdienten Vorsprung herausspielen, sorgen die Drachen für einen emotionalen Schlussabschnitt. Dort sichern die Linzer vor der Saison-Rekordkulisse den siebten Heimsieg in Serie.

Steinbach Black Wings Linz – HK Olimpija Ljubljana 4:2 (1:0, 2:2, 1:0)

Torschützen: 1:0 Julian Pusnik (4. Min), 2:0 Graham Knott (26. Min / PP), 3:0 Emil Romig (30. Min / PP), 4:2 Travis Barron (60. Min) bzw. 3:1 Žiga Pance (32. Min), 3:2 Clayton Kirichenko (37. Min / PP)

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Die Steinbach Black Wings Linz forderten am Sonntagnachmittag daheim den Tabellenführer aus Laibach. Nach der bitteren Niederlage gegen Salzburg wurde den Linzern die nächste harte Aufgabe durch den Ausfall von insgesamt drei Stammkräften (Moro, Gaffal, Tialler) erschwert. Umso entschlossener stellten sich Rasmus Tirronen und Co. den offensiven Streitkräften der grünen Drachen. Die Gastgeber probierten vom Face-Off weg mit Härte und fuhren gleich zu Beginn zahlreiche wuchtige Hits. Damit hielten sie die Slowenen in der Anfangsphase erfolgreich aus der eigenen Zone fern, hatten in der vierten Minute dann aber aus dem Nichts großes Glück. Žiga Mehle stand ganz alleine im Slot und bekam das Zuspiel. Der Stürmer zog direkt vor Tirronen ab, doch dieser blieb ruhig und rettete für seine Mannschaft. Diese Glanztat sollte sich doppelt bezahlt machen, denn der Schlussmann leitete mit dem Reflex einen Konter der dritten Linie ein, der eiskalt abgeschlossen wurde. So bekam Julian Pusnik auf der anderen Seite des Eises ebenfalls völlig frei in der Mitte die Scheibe, zog sofort ab und traf zum 1:0 für die Steinbach Black Wings (4. Minute). Mit der Führung im Rücken kamen die Oberösterreicher nur Augenblicke später zur nächsten Großchance. Shawn St-Amant brach alleine durch, scheiterte jedoch auch im Nachschuss an Luka Kolin. Die Gäste wurden daraufhin aktiver und bestimmten das Spiel mit der Scheibe, die Linzer arbeiteten aber vor dem eigenen Tor konzentriert dagegen und ließen kaum Lücken in ihrem Verbund zu.

Mit Anbruch der Halbzeit des ersten Drittels legten beide Teams plötzlich rasant an Tempo zu. Nach einem Weitschuss von Söllinger fuhr Laibach den Konter. In diesem machte Niklas Würschl jedoch geschickt die Passlinie zu und entschärfte damit in höchster Not den Versuch. Auf der Gegenseite taten es Travis Barron und Brian Lebler den Slowenen gleich und liefen in Überzahl auf Kolin zu. Der Linzer Kapitän bekam im hohen Slot das Zuspiel, visierte an, doch im letzten Moment sprang sehenswert ein Verteidiger in den Schuss. Beide Teams klopften energisch an einem weiteren Treffer an. Zunächst verpasste Henrik Neubauer einen Weitschuss von Kristler im Slot. Danach tauchte Miha Berlič bei einem Konter gefährlich in der Mitte auf, doch Tirronen parierte mit dem Schoner. Drei Minuten vor der ersten Pause kamen die Steinbach Black Wings erstmals ins Powerplay, als Brian Lebler von den Füßen geholt wurde. Nur wenige Sekunden waren im Aufbau gespielt, da legte aber auch dieser seinen Gegenspieler mit einem Foul. So ging es mit jeweils vier Mann weiter. Bei dem vielen Platz auf dem Eis war es Luis Lindner, der einen Pass blockte und sich damit selbst ein Breakaway einleitete. Der Verteidiger versuchte es über die linke Seite, sein Schuss ging jedoch deutlich am Tor vorbei. Nachdem Rasmus Tirronen auf der Gegenseite zur Pausensirene bei zwei gefährlichen Schüssen aus spitzem Winkel zur Stelle war, ging es mit dem knappen Vorsprung in die Kabine.

Rasantes Mitteldrittel hält Match spannend

Das muntere Hin und Her setzte sich auch in den zweiten 20 Minuten fort. Emil Romig leitete kurz nach dem Wiederbeginn einen schnellen Konter ein. Über die linke Seite versuchte er den Pass in die Mitte, verfehlte seinen Anspielpartner aber deutlich. Im Gegenzug kam auch Laibach mit einem schnellen Umschaltspiel wieder gefährlich in das Linzer Drittel. Ein guter Backcheck von Barron und Tirronen, der die Beine rechtzeitig zumachte, verhinderten den Einschlag. Das Match wurde körperbetonter, was die Linzer geschickt nutzten. Zweimal erkämpften sich die Hausherren eine Überzahl und beide Male schlugen sie zu. In der 26. Minute zog Shawn St-Amant von rechts ab und Kolin musste prallen lassen. Graham Knott stand goldrichtig und verwertete den Rebound ins leere Tor zum 2:0. Drei Minuten darauf kam Emil Romig an den Hashmarks völlig frei an den Pass. Mit einem sehenswerten Handgelenkschuss fand er genau die Lücke und erhöhte auf 3:0.

Doch das Match blieb hochspannend, denn wiederum nur zwei Minuten später schrieb Laibach an. Nach einem schnellen Konter drückte Žiga Pance den Puck aus kurzer Distanz über die Linie und verkürzte auf 3:1 (32. Minute). Der Treffer gab den Slowenen Rückenwind, und nach einem unkorrekten Wechsel der Gastgeber drückten diese mit ihrem ersten Powerplay des Abends. Die Stahlstädter arbeiteten mit aller Kraft, hatten aber wieder einmal Pech. Exakt mit Ablauf der zwei Minuten segelte ein Weitschuss von Kirichenko an allen vorbei zum 3:2-Anschlusstreffer (37. Minute). Noch vor der zweiten Pause kamen die Drachen beinahe zum Ausgleich. MacKinnon verlor an der gegnerischen blauen Linie die Scheibe und Nicolai Meyer war auf und davon. Der Linzer Verteidiger hechtete jedoch ebenso zurück und machte seinen Fehler mit einem harten Laufduell wieder gut.

Linzer kämpfen sich durch emotionales Schlussdrittel

Somit ging es mit dem hauchdünnen Vorteil in ein spannendes Schlussdrittel. Dort probierte der Tabellenführer mit Schwung, das Unentschieden herzustellen. Bei einem Querpass vor das Tor hatten die Linzer Glück, dass sich kein Abnehmer im richtigen Moment finden konnte. Die Steinbach Black Wings konzentrierten sich auf ihre Defensive und lauerten geduldig auf ihre Gelegenheiten. Nachdem sich beide Teams immer wieder frühzeitig neutralisierten, war es abermals Luis Lindner, der die Riesenchance vorfand. Der Defender zündete aus dem eigenen Drittel heraus den Turbo und überlief zwei Gegenspieler auf der rechten Seite. Mit dem schönen Solo kam er bis vor das Tor, wo Kolin jedoch im Einzelduell Sieger blieb. Das Match bog ein in die letzten zehn Minuten und die Drachen warfen alles nach vorne. Fünf Minuten vor dem Ende nahm Graham Knott über die Mitte Fahrt auf, doch sein verdeckter Abschluss landete genau in der Fanghand. Dies sollte sich beinahe noch einmal rächen, denn nach einem Haken von Romig erhielten die Gäste mit einem Powerplay ihren finalen Sturmlauf. Die Linz AG Eisarena und ihre fast 4.400 Besucher erhoben sich und peitschten ihre Mannschaft durch diesen ultimativen Härtetest. Dies beflügelte die Heimischen, und schließlich erkämpfte Brian Lebler das Spielgerät, das er zu Travis Barron weiterleitete. Dieser steuerte auf das bereits verwaiste Tor zu und besiegelte mit dem Empty Net den 4:2-Sieg.

Damit sicherten sich die Steinbach Black Wings Linz den bereits siebten Erfolg an der Unteren Donaulände in Folge. Bereits am kommenden Mittwoch geht es dort weiter mit dem nächsten harten Heimspiel gegen Bozen. Tickets dafür sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.