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Black Wings entgleitet Comeback erneut

Die Steinbach Black Wings Linz müssen die dritte Niederlage nach der Länderspielpause hinnehmen. Zwar gleichen die Oberösterreicher einen 0:2 Rückstand mit einem dominanten Mitteldrittel aus, können sich für das Comeback aber erneut nicht belohnen.

Hydro Fehervar AV19 – Steinbach Black Wings Linz 4:2 (2:0, 0:2, 2:0)

Torschützen: 1:0 Trevor Cheek (16. Min) 2:0 Trevor Cheek (20. Min), 3:2 Janos Hari (44. Min), 4:2 Trevor Cheek (50. Min / PP) bzw. 2:1 Henrik Neubauer (31. Min), 2:2 Brian Lebler (33. Min)

Ein letztes Mal vor den weihnachtlichen Feiertagen ging es für die Steinbach Black Wings Linz am Sonntagnachmittag um wichtige Punkte. In Ungarn forderten die Linzer im direkten Tabellenduell die Roten Teufel aus Székesfehérvár. Wie schon gegen Salzburg führte Thomas Höneckl die Stahlstädter im Tor an. Dieser war es auch, der direkt vom Anspiel weg erstmals zur Stelle sein musste und einen gefährlichen Schuss aus der Mitte entschärfte. Die Oberösterreicher antworteten jedoch stark und übernahmen in den ersten Spielminuten die Scheibenkontrolle. Die Teufel stellten die Mitte allerdings gut zu und ließen – abgesehen von zwei Weitschüssen – keine Möglichkeiten zu. In der vierten Minute tauchten die Hausherren plötzlich selbst brandgefährlich vor Höneckl auf. Im letzten Moment arbeiteten dessen Teamkollegen jedoch hervorragend zurück und hinderten einen freien Stürmer im Slot am Abschluss. Einen Wechsel später entwischte den Oberösterreichern erneut ein Angreifer der Gastgeber, und Patrick Söllinger konnte ihn nur mit einem Stockschlag stoppen. So fanden sich die Linzer erstmals in Unterzahl wieder, kämpften sich aber entschlossen und erfolgreich durch diese Phase. Die Magyaren nutzten den Rückenwind des Powerplays jedoch und kamen in der neunten Minute zur Riesenchance auf die Führung. Nach einem Stellungsfehler in der Abwehr waren zwei Teufel plötzlich in Überzahl vor dem Linzer Tor. István Bartalis bekam auf der rechten Seite den Querpass, setzte diesen aber nur an die Außenstange.

Das Spiel war schnell, und beide Teams überbrückten die neutrale Zone rasch. In der 12. Minute kamen die Gäste dadurch gleich zweimal gefährlich zum Abschluss. Zunächst versuchte es Andreas Kristler gegen zwei Gegenspieler, setzte seinen Backhand-Versuch jedoch am Tor vorbei. Nur wenige Augenblicke später zog Graham Knott einen herrlichen Konter auf und legte die Scheibe butterweich vor Rasmus Reijola. Genau im richtigen Moment rauschte Shawn St-Amant im Vollsprint heran, verfehlte den Puck jedoch hauchdünn. Auf der anderen Seite machten es die Ungarn besser und nutzten einen Scheibenverlust der Linzer an der Bande eiskalt aus. Trevor Cheek fuhr mit seinem Teamkollegen einen Zwei-auf-eins-Konter, verzögerte lange und traf in der 16. Minute zum 1:0. Es kam noch schlimmer für die Gäste, denn 36 Sekunden vor der ersten Pause folgte nach einer neuerlichen Undiszipliniertheit der zweite Treffer. Wieder war es Trevor Cheek, der im Slot viel zu viel Zeit bekam und die Scheibe mit der Rückhand zum 2:0 in die Maschen hob.

Linzer Reaktion holt Ausgleich

Head Coach Philipp Lukas reagierte auf die neuerliche Ernüchterung und rotierte seine Angriffslinien zum Start in den Mittelabschnitt durch. Mit der neuen Formation begannen die Oberösterreicher druckvoll und waren bemüht, anzuschreiben. Nach mehreren Schüssen war es die vierte Linie, die in der 23. Minute zur Riesenchance auf den Anschlusstreffer kam. Zunächst scheiterte Stefan Gaffal im Gestocher am liegenden Reijola, ehe die Scheibe zu Christoph Tialler kam. Der Defender, der bis kurz vor den Torraum aufgerückt war, zog mit der Backhand sofort ab, doch der Goalie der Teufel hechtete sehenswert durch die Luft und rettete. Zwei Minuten darauf bekamen die Gäste erstmals einen numerischen Vorteil, konnten nach einer Spielverzögerung Fehérvárs jedoch nicht wirklich Druck aufbauen. Erst als Würschl bei einem gewonnenen Face-off gelegt wurde und eine weitere Strafzeit herausholte, brannte es im Drittel der Ungarn. Yohann Auvitu hämmerte einen One-Timer an die Querlatte, die darauffolgende Drangphase im Angriff blieb jedoch erfolglos für die Stahlstädter. Frust schien sich langsam bei den Linzern breit zu machen, doch genau zur Halbzeit des Spiels schlugen diese endlich zu. Travis Barron blockte einen Schuss an der eigenen blauen Linie und startete den Konter. Im Zwei-gegen-Eins wartete er lange, spielte im letzten Moment auf die rechte Seite auf das Blatt von Henrik Neubauer, der zum 1:2 einschob (31. Minute). Die Steinbach Black Wings Linz waren wieder im Spiel und glichen dieses zwei Minuten später endgültig aus. Julian Pusnik schickte die Scheibe von der linken Seite auf das Tor. Dort machte Brian Lebler viel Verkehr und fälschte unhaltbar zum 2:2 ab. Doch das Momentum der Gäste wurde daraufhin unterbrochen, nachdem Graham Knott seinen Gegenspieler legte und in die Kühlbox musste. Die Hausherren versuchten, ihren Vorsprung wiederherzustellen, rotierten gefährlich im Angriff. Mit Ablauf der Strafe war Höneckl am kurzen Eck gefragt und hielt nach einem schönen Solo das Unentschieden fest.

Linzer können Comeback erneut nicht vollenden

Damit begann das Match in den letzten 20 Minuten wieder von vorne. Wieder waren es die Steinbach Black Wings, die druckvoll begannen. Brian Lebler bekam nach wenigen Sekunden auf der linken Seite viel Platz, hämmerte seinen Wristshot jedoch am Tor vorbei. Nur kurze Zeit später bekamen die Oberösterreicher durch ein Powerplay die nächste Möglichkeit, erstmals in Führung zu gehen. Travis Barron zog am rechten Bullykreis mit einem One-Timer ab, hämmerte diesen jedoch an die Querlatte. Diese beiden Nachlässigkeiten wurden postwendend bestraft. Wieder war es ein haarsträubender Stellungsfehler im eigenen Drittel, der den Teufeln das 3:2 einbrachte. János Hári bekam im Slot völlig frei den Pass und netzte zur abermaligen Führung für die Heimmannschaft ein. Die Stahlstädter gerieten damit aus ihrem Rhythmus und mussten nach einer weiteren Strafe auch noch das 4:2 hinnehmen. Trevor Cheek schnürte den Hattrick und sorgte für die Vorentscheidung. Eine neuerliche Aufholjagd der Oberösterreicher wurde bereits frühzeitig durch einen doppelten Ausschluss zunichte gemacht: St.-Amant nach einem Beinstellen sowie Travis Barron, der nach einem harten Zweikampf an Höneckl seinen Goalie verteidigte, mussten auf die Strafbank. Zwar kämpften sich die Gäste erfolgreich durch die Bewährungsprobe, mussten ihren Kräften danach jedoch Tribut zollen. Die Ungarn spielten die letzten Minuten problemlos über die Zeit und ließen die Mannschaft von Head Coach Philipp Lukas ohne Punkte nach Hause fahren.

Nach dem Weihnachtsfest geht es für die Steinbach Black Wings Linz am Stefanitag mit dem nächsten harten Gang in Graz weiter. Im Anschluss folgen für die Linzer zwei Heimspiele: am 28. Dezember gegen Innsbruck und am 30. Dezember gegen Fehérvár AV19. Tickets für beide Begegnungen sind online unter tickets.blackwings.at sowie an der Abendkasse erhältlich.