Weiter geht es in Ungarn

Den Auftakt ins Auswärtswochenende haben die LIWEST Black Wings souverän gemeistert, am Sonntag geht es für die Linzer weiter im Programm. Die Reise führt dieses Mal nach Ungarn, wo die Mannschaft von Rob Daum mit Fehervar AV19 auf einen sehr unangenehmen Gegner trifft.

Vor allem zu Hause sind die roten Teufel aus Szekesfehervar eine Macht. Das haben die Ungarn in der erst kurzen EBEL Saison 2016/17 auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In den bisherigen fünf Partien gab es für den Sonntagsgegner drei Siege. Alle gelangen sie den Magyaren vor eigenem Publikum! Gerade mit der langen Anreise in den Beinen haben sich die LIWEST Black Wings Wings in der Vergangenheit immer wieder schwer getan, dem druckvollen Start Fehervars in der Anfangsphase Stand zu halten. Deshalb setzt Trainer Rob Daum auch auf Regeneration. Das heutige Vormittagstraining wurde verkürzt und etwas nach hinten verschoben, morgen geht man vor der Busreise erst gar nicht aufs Eis, sondern reist frühzeitig ab.

Im Hexenkessel der Gabor Ocskay Halle wird man sich wie schon gestern in Laibach von Beginn weg teuer verkaufen müssen, um dem erwarteten Druck etwas entgegenstemmen zu können. Die Ungarn nehmen bei ihrer Spielweise auch immer wieder Strafen in Kauf, sind aktuell das Team der Liga, das die meisten Strafminuten pro Partie kassiert. Aber auch die LIWEST Black Wings stehen dem nicht um viel nach und haben schon 26 Zwei-Minuten-Strafen geschultert. Dass dadurch die Unterzahlsituationen eine wichtige Komponente sein werden liegt auf der Hand. Hier liegen beide Mannschaften statistisch gesehen gleichauf, wenngleich die Linzer im Power Play deutlich erfolgreicher agieren, als Szekesfehervar. Was die Effizienz betrifft haben die Stahlstädter gestern wieder die Führung in der EBEL übernommen – 15:62% aller Schüsse landen im Netz des Gegners. Fehervar liegt in dieser Wertung nur auf Rang 10.

Das alles sind aber nur Zahlen, das Match wird am Eis gewonnen oder verloren. Das wissen auch die Linzer, bei denen Patrick Spannring weiterhin fraglich ist und die eventuell nicht mit Mike Ouzas im Tor beginnen könnten. Der Nummer 1 Goalie hatte schon gestern im letzten Drittel eine Pause erhalten und wurde durch Dominic Divis entlastet. Der Kantersieg in Laibach war eine Demonstration der Ausgeglichenheit der Stahlstädter. Nicht weniger als sieben verschiedene Torschützen trugen sich gestern in die Statistiken ein. Insgesamt punkteten 15 Spieler in dieser Partie. Das schlägt sich auch in der Scorerliste nieder, wo mit Dan DaSilva und Fabio Hofer gleich zwei Linzer in den Top 6 zu finden sind.

In der vergangenen Saison waren die roten Teufel ein sehr unangenehmer Gegner, nachdem die LIWEST Black Wings die ersten beiden Partien gewonnen hatten, schlugen die Ungarn in den letzten zwei Duellen zurück und so endete die Saisonbilanz mit 2:2 Siegen. Insgesamt reisen die Oberösterreicher zum 24. Mal nach Ungarn, in der ewigen EBEL Bilanz haben die Linzer 11 Mal in Szekesfehervar gewonnen, 12 Mal verloren.

Nach dem gestrigen Erfolg in Laibach sind die Daum-Schützlinge jenes Team der Liga, das die meisten Treffer erzielen konnte (25), während die Ungarn über die drittbeste Defensivabteilung verfügen. Es dürfte also auch dieses Mal wieder eine enge Angelegenheit werden.

Sonntag, 2. Oktober 2016, 17:30 Uhr
Fehervar AV19 – LIWEST Black Wings Linz
Schiedsrichter: Babic, Trilar, Nagy, Rakovic.