Starkes Comeback in Klagenfurt

60 Minuten – so lange dauerte ein Eishockeyspiel und so lange wird auch gekämpft. Daran hielten sich die LIWEST Black Wings. In Klagenfurt lagen die Linzer nach 40 Minuten mit 2:4 zurück, im letzten Drittel wurde das Match aber zum 6:4 Sieg gedreht! Am Dienstag geht es gegen den VSV weiter.

Fast alle an Board – das konnte Trainer Rob Daum vor dem Match in Klagenfurt verkünden. Einzig der noch länger verletzte Brett McLean konnte nicht aufgestellt werden. Seine Kollegen waren vor dem Anfangsdruck der Kärntner gewarnt worden, erwischten aber einen Traumstart, als Kevin Moderer schon in der 4. Minute die Führung erzielte. Doch nur 20 Sekunden später war dieser Vorsprung nach einem schweren Fehler in der Abwehr auch schon wieder weg.

Diese Arglosigkeit in der eigenen Defensive sollte sich durch diese Partie ziehen, denn die LIWEST Black Wings gingen in der 11. Minute nach einem Vorstoß von Brian Lebler abermals in Führung. Aber wieder war es ein Schnitzer in der Abwehr, der die Klagenfurter zum Ausgleich brachte. Die Linzer hatten technische Probleme im Aufbau, was einem aggressiven Forechecking und wenig Platz im Mitteldrittel geschuldet war. Mike Ouzas hatte viel zu tun in dieser Partie – und das sollte noch mehr werden!

Im zweiten Drittel spielte sich das Geschehen nämlich fast ausschließlich vor ihm ab. Der Schlussmann der Stahlstädter stand bravourös, wurde von seinen eigenen Kollegen aber immer wieder schwer in Bedrängnis gebracht. Der nächste Fehler im Spielaufbau führte in der 26. Minute zum dritten Gegentor und der erstmaligen KAC Führung in dieser Partie. Auf die Antwort der Mannschaft von Rob Daum musste man vergeblich warten. Zu groß der Druck der Hausherren, die sich immer wieder gute Chancen erspielten und die LIWEST Black Wings über Minuten in der eigenen Defensivzone festdrückten. Entlastungsangriffe der Oberösterreicher gab es in dieser Phase kaum mehr, stattdessen kassierte man kurz vor dem Ende dieses Mittelabschnitts ein Power Play und in diesem das 2:4.

Die Aufgabe vor dem letzten Drittel war eine schwere, denn bislang konnten die Stahlstädter die vorgenommene Leistung nicht aufs Eis bringen. So enttäuschend dieses Mitteldrittel auch verlaufen war, so gut starteten die LIWEST Black Wings in den letzten Abschnitt. Nach nur 21 Sekunden nützte Dan DaSilva einen abprallenden Schuss zum Anschlusstreffer und in der 43. Minute gelang Fabio Hofer im Power Play sogar das 4:4! Das Match begann von vorne und ging mit leichten Vorteilen für die Stahlstädter weiter.

Das sollte sich auszahlen, denn Daniel Oberkofler brachte die Mannschaft von Rob Daum knapp 6 Minuten vor dem Ende wieder in Führung. Damit hatte man diesen Durchhänger im zweiten Drittel ausgemerzt und die perfekte Antwort gefunden, geschlagen war der KAC aber noch lange nicht.

Die Kärntner warfen in der Schlussphase alle Kräfte nach vorne, holten ihren Torhüter vom Eis – und die Linzer siegten! Rick Schofield machte mit seinem Empty Netter zum 6:4 in der letzten Minute alles klar und die LIWEST Black Wings nahmen doch noch drei Punkte vom Wörthersee mit nach Hause. Was für ein Comeback in den letzten zwanzig Minuten!

Dort bereiten sich die Stahlstädter dann ab morgen auf die nächste Aufgabe vor. Am Dienstag ist der VSV zum Schlagerspiel zu Gast in der Keine Sorgen EisArena.

EC KAC - LIWEST Black Wings Linz 4:6 (2:2, 2:0, 0:4)

Tore: 0:1 Moderer (4.), 1:1 S Geier (4.), 1:2 Lebler (11.), 2:2 M Ganahl (14.), 3:2 Richter (26.), 4:2 Popovic (38./PP), 4:3 DaSilva (41.), 4:4 Hofer (43./PP), 4:5 Oberkofler (54.), 4:6 Schofield (60.EN).