Stahlstädter schlittern in Debakel

Mit der 1:6 Niederlage in Salzburg rutschen die Linzer vorerst aus den Play-off-Rängen.

 

Linzer geschockt

Die Partie im Salzburger Volksgarten begann actionreich, als Umicevic schon in Minute 1 knapp an Goalie Michalek scheiterte. Salzburg antwortete mit einer kurzen Druckphase, aus der sich die Stahlstädter mit einem Gegenangriff wehrten.

Der nächste schnelle Vorstoß der Linzer hatte jedoch bittere Folgen: Die Bullen setzten blitzartig zum Konter an und Herburger netzte knallhart ein.
Die Stahlstädter reagierten, sie fanden vorerst aber keinen Weg vorbei an Michalek. 

Die Bullen erzeugten nur vereinzelt richtig Gefahr, Treffer gelangen dabei keine. 
Den  LIWEST Black Wings aber umso mehr als Kearns und Kristler gehörig auf Hochkofler und Stajnoch eindroschen. 

Kaum waren die Streitereien besänftigt, schlug es hinter Ouzas per Rebound ein. Der Torjubel über Van De Veldes Treffer war noch im Gange als Raffl vom rechten Bullykreis nach schnellem Zuspiel gar auf 3:0 stellte. Daraufhin machte Ouzas Kickert Platz. 

Der erste Abschnitt neigte sich dem Ende zu, wobei die Oberösterreicher dem Rückstand – nicht zuletzt wegen eines starken Michaleks – nichts mehr entgegensetzen konnten.  

Rückstand vergrößert sich

Im zweiten Drittel zeigten sich die Stahlstädter wie bereits zuvor engagiert, doch wiedermal behielt Michalek die Oberhand. Sein Pendant David Kickert erledigte ebenso einen guten Job und bewahrte sein Team vor weiteren Gegentreffern. 

Nach 30 gespielten Minuten konnte man den LIWEST Black Wings keinen Kampfgeist absprechen, jedoch war gegen die Bullen in dieser Phase der Partie kein Kraut gewachsen. Zumindest der eingewechselte Kickert bot den Salzburgern Paroli, die sowohl im Überzahlspiel als auch bei Normalbesetzung am Linzer Schlussmann verzweifelten. 

2:48 vor Ende des Mitteldrittels musste Kickert aber erstmals hinter sich greifen: Jakubitzka zog einige Meter vor der Blauen ab und jagte die Scheibe zum vierten Mal an diesem Abend in die Maschen des Linzer Kastens. 

Nur gut eineinhalb Minuten später jubelten die Bullen erneut: Die Linzer Abwehr verlor die Scheibe im eigenen Drittel und nach Kombination zwischen Harris und Herburger, schnürte Letzterer aus kurzer Distanz seinen Doppelpack. 

Linzer können Ruder nicht mehr herumreißen 

Die LIWEST Black Wings starteten offensiv in den Schlussabschnitt, doch zum wiederholten Male machte der Salzburger Torhüter den Stahlstädtern einen Strich durch die Rechnung. Mit großen Mängeln im Abschluss erschwerten sich die Linzer aber auch selbst das Leben. 

Der nächste Schreck folgte nach 45 gespielten Minuten als die Oberösterreicher in Unterzahl den sechsten Gegentreffer in dieser Partie kassierten.
Erst vier Minuten vor Schluss gelang Kearns der Ehrentreffer zum 6:1.

Die Bullen bekamen 1:02 Minuten vor dem Ende zwar noch einen Penalty zugesprochen, Harris vergab aber. So blieb es beim Endstand von 6:1. 

Heimspiel am Freitag gegen Haie

Am Freitag gastiert Innsbruck in Linz. Bis dorthin müssen sich die Stahlstädter wieder motivieren, um kampfbereit aufs Eis zu gehen und Punkte für die Play-off-Qualifikation zu sammeln. (fs)

Ergebnis

EC Red Bull Salzburg – LIWEST Black Wings 6:1 (3:0, 2:0, 1:1)
Tore: 1:0 Herburger (4.), 2:0 Van De Velde (14.), 3:0 Raffl (14.), 4:0 Jakubitzka (38.),
5:0 Herburger (39.), 6:0 Huber (45./PP1), 6:1 Kearns (56.)