Schicksalsspiel in Graz

Die LIWEST Black Wings brauchen morgen Abend in Graz unbedingt einen Sieg, um nicht vorzeitig auszuscheiden.

 

Rückschlag in der Keine Sorgen Eisarena

„Wir hatten unsere Chancen und haben sie einfach nicht reingemacht. Graz hat dann zwei Mal zugeschlagen und die Führung ausgebaut. Es war schwierig zurückzukommen, wenn du zwei Tore hinten bist.“

So beschreibt Verteidiger Mathieu Carle den Spielverlauf der Mittwochspartie gegen die Moser Medical Graz 99ers, die durch den Sieg in der Keine Sorgen Eisarena in der Serie nun mit 3:1 vorne liegen.
Während Spiel 3 in Graz viel Hoffnung für das vorgestrige Match gab, so herrschte nach 60 Minuten und einem Endstand von 2:5 Ernüchterung bei Spielern und Fans. Die Leistung der Stahlstädter war zu wenig, der Elan des Führungstreffers durch Lebler flaute schnell ab. 

Eine Fünf-gegen-Drei-Überzahl, in der man kein Tor erzielte, war möglicherweise der tragische Wendepunkt für die Cracks von Tom Rowe: 

„Ja, da hätten wir treffen müssen. Wir bekommen nicht so viele Powerplays und wenn wir sie erhalten, müssen wir ein Tor schießen. Wir haben es versucht und hätten treffen müssen“, haderte Carle mit der liegengelassenen Chance.  

„Die Jungs haben in dieser Serie bisher so hart gekämpft, es fehlte einfach die Energie“, erklärte sich Tom Rowe die Niederlage.

Keine Spur von Resignation

Ans Aufgeben denkt der US-Amerikaner aber noch lange nicht: 

„Wir sind nun 1:3 in der Serie hinten aber wir denken von Spiel zu Spiel. Wir werden in ihrer Arena auflaufen, wo wir bisher ziemlich gut gespielt haben, absolvieren das Match und dann kommen wir hierher in die Keine Sorgen Eisarena zurück. Noch ist alles möglich.“

Das letzte Duell in Graz war tatsächlich eine enge Sache, als die Stahlstädter drei Mal vorlegten, beim entscheidenden 4:3 in der Verlängerung aber das Nachsehen hatten.
Morgen käme der erste Auswärtssieg in der steirischen Landeshauptstadt in dieser Saison zum wohl besten Zeitpunkt.

Denn sollten die LIWEST Black Wings gegen die 99ers erneut verlieren, bedeutet das den Antritt in den Sommerurlaub.
Es heißt für die Linzer, all ihre Kräfte zu sammeln und hochkonzentriert 60 Minuten lang volle Power zu geben. 

Wenn dabei ein Sieg gegen die Mannschaft von Doug Mason gelingt, fehlen den Stahlstädtern in der Folge noch zwei weitere Siege, um den Aufstieg ins Play-off Halbfinale der Erste Bank Eishockeyliga zu fixieren.
Eine durchaus schwierige aber – um es mit den Worten von Tom Rowe zu halten – machbare Aufgabe. Den Grundstein dafür gilt es morgen in Graz zu legen. (fs)

Ausblick

Freitag, 22. März 2019, 19:15 Uhr, Merkur Eisstadion Graz
Moser Medical Graz 99ers – LIWEST Black Wings