Red Bulls beenden Linzer Siegesserie

Beherzt kämpfende Stahlstädter unterliegen EC Red Bull Salzburg.

Nach vier Siegen in Serie gehen die LIWEST Black Wings in Salzburg als Verlierer vom Eis. Die mit vielen Ausfällen konfrontierten Linzer liefern den Red Bulls einen harten Kampf, verlieren jedoch am Ende mit 4:1. Somit rutschen die Stahlstädter auf den vierten Tabellenrang zurück, befinden sich aber weiterhin in der Spitzengruppe der EBEL und auf Play Off-Kurs.

 

Linzer vergeben Topchancen

Angetrieben von den lautstarken Linzer Fans, treten die LIWEST Black Wings zu Beginn wie ein Heimteam im Salzburger Volksgarten auf. Die frühe Führung verhindert nur die Außenstange. Nach einem Schuss von Lebler kann Salzburg-Keeper Lamoureux die Scheibe nur zur Seite blocken. Altmann kommt aus spitzem Winkel an den Puck, bleibt aber ohne Glück im Abschluss. Im ersten Powerplay des Abends bleiben die Stahlstädter weitgehend harmlos und so sind es die Salzburger, die nach neun Minuten erstmals für Gefahr sorgen. Nach einem Schnitzer von Leiler zieht Holloway auf der rechten Seite auf und davon und legt ideal für Raffl ab. Der Red Bulls-Kapitän setzt den Puck aber an die Latte. Nur etwas später kombinieren sich DaSilva und Kristler wunderschön vors Salzburger Tor. Doch Lamoureux kann mit einer wahren Traumparade den Abschluss von Kristler gerade noch entschärfen. In der Folge finden nun auch die Gastgeber vermehrt Torchancen vor. Diese werden aber immer wieder vom herausragend haltenden Thomas Stroj im Kasten der Linzer vereitelt. Der 23-Jährige feiert ein bärenstarkes Debüt und muss erst in der 19. Minute das erste Mal hinter sich greifen. Nach einem gut getimten Zuspiel von Hughes, erzielt Kolarik mit einem strammen Schuss das 1:0 für die Gastgeber.

 

Offener Schlagabtausch

Auch im zweiten Drittel erwischen die Stahlstädter den besseren Start als die Gastgeber. Die Linzer Cracks schnüren die Mozartstädter regelrecht ein und werden in der 24. Minute mit dem dritten Powerplay im Spiel belohnt. In diesem vergeben Schofield und Roach die besten Chancen auf den verdienten Ausgleichstreffer. Mit Fortdauer des Abschnitts werden die Red Bulls wieder stärker und beide Mannschaften liefern sich einen harten Kampf auf dem Eis. In der 30. Minute gelingt Salzburg den Vorsprung auszubauen. Nach einem sehenswerten Spielzug über Hughes und Kolarik vollendet schließlich Raffl zum 2:0 für die Hausherren. Kurz danach kassiert Verteidiger Valach zwei plus zwei Minuten wegen Hohen Stocks. Eine heikle Phase, die die LIWEST Black Wings dank starkem Penalty Killing unbeschadet überstehen. In der 37. Minute verpasst Umicevic die größte Gelegenheit in der Schlussphase des zweiten Drittels. Der Schwede bricht auf der rechten Seite durch und scheitert am erneut grandios parierenden Lamoureux im Tor der Red Bulls.

 

Fehlende Linzer Kaltschnäuzigkeit

Die Stahlstädter agieren auch im Schlussabschnitt auf Augenhöhe und erspielen sich in der 44. Minute die erste Möglichkeit. Brucker scheitert nach Zuspiel von Umicevic einmal mehr am Schlussmann der Heimischen. In der Folge erhöhen die Gäste den Druck. Zeitweise wirkt es, als würden die LIWEST Black Wings auch ohne personelle Überzahl Powerplay spielen. Nur die fehlende Effizienz im Abschluss verhindert den überfälligen Anschlusstreffer. Und so sind es die Red Bulls, die kaltschnäuziger ihre Chancen nutzen und auf 3:0 erhöhen. Nach einem Bullygewinn zieht Joslin knallhart aus der Distanz ab und erwischt Linz-Goalie Stroj auf dem falschen Fuß. Die Jungs von Tom Rowe machen es nochmal spannend. Kristler stellt per hammerharten Onetimer auf 1:3 und lässt die zahlreich mitgereisten Linzer Fans nochmals hoffen. Die Oberösterreicher nehmen Keeper Stroj vom Eis und setzen nun alles auf eine Karte. Nachdem Schofield mit einem Schuss scheitert, machen die Salzburger endgültig den Deckel drauf. Mario Huber erzielt mit einem Empty Net-Treffer den 4:1-Endstand. Eine Niederlage, die aus Sicht der stark spielenden Linzer deutlich zu hoch ausgefallen ist.

 

Red Bulls Salzburg – LIWEST Black Wings 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)
Tore: 1:0 Kolarik (19.), 2:0 Raffl (30.), 3:0 Joslin (52.), 3:1 Kristler (58.), 4:1 Huber (60./EN);
Eisarena Salzburg – 3045 Zuschauer