Raphael Wolf im Interview der Woche

Black Wings: Danke Raphael dass du dir Zeit genommen hast für das Interview.

Wolf: Sehr gerne.

Black Wings: Die erste Zeit in Linz ist getan. Wie geht es dir in der Stadt bisher? 

Wolf: Mir gefällt es sehr gut. Ich komme mit den Leuten sehr gut aus, alle sind wirklich freundlich zu mir. Von Tag eins an habe ich mich wohl gefühlt und freue mich wirklich sehr, dass ich in Linz spielen kann. Ich habe auch nicht weit nach Hause, was die Sache noch viel besser macht. Es ist wirklich schön bis jetzt.

Black Wings: Bevor Linz an dich herangetreten ist und dich verpflichten wollte, was hast du persönlich über die Stadt gewusst? 

Wolf: Ganz ehrlich, ich wusste nicht viel über Linz. Privat war ich damals auch noch nie in Linz. Natürlich kannte ich die Halle von den Spielen, die ich in Linz bestritten habe. Ich wusste, dass die Fans super sind, der Verein professionell arbeitet, was ein wichtiger Grund war warum ich schlussendlich nach Linz gekommen bin. 

Black Wings: Kommen wir zum Eishockey. Wie sollte für dich der ideale Spieltag aussehen, damit du dich bereit für ein Match fühlst? 

Wolf: Meistens spielen wir in der Früh Fußball, wenn wir zu Hause spielen. Einfach ein wenig Spaß haben, damit wir locker werden. Danach gehen wir alle gemeinsam essen. Meistens etwas Gesundes, um am Abend genug Kraft zu haben. Anschließend nach Hause, eine Stunde schlafen, einen Kaffee trinken und los geht es in die Halle. 

Black Wings: Dein erstes Saisontor gegen Graz, wie war das für dich? 

Wolf: Naja, war schon cool mal ein Tor zu machen um Punkte zu sammeln. Es ist aber nicht meine Hauptaufgabe Tore zu schießen. Ich habe andere Aufgaben auf dem Eis. Wenn sich hin und wieder ein Tor einschleicht nehme ich das natürlich gerne mit. 

Black Wings: Was sind denn deine Hauptaufgaben in der Mannschaft? 

Wolf: Meine Aufgaben sind es, dass ich hart in den Ecken spiele, um den Gegner so wenig Platz wie möglich zu lassen. Sollten sie beginnen in unserem Drittel zu rotieren, muss ich das unterbinden, damit unsere geliebten Stürmer die Scheibe bekommen und zaubern können. (lacht) 

Black Wings: Bei der Aufstellung gibt es momentan etwas Rotation. Gibt es einen Spieler mit dem du gut zusammenspielst? 

Wolf: Ich spiele gerne mit Valach zusammen. Er ist ein ruhiger Typ und man kann vieles von ihm lernen. Er ist ein super Verteidiger und wir verstehen uns wirklich gut. Mit Roach habe ich auch schon gespielt, das hat auch super funktioniert. Ich spiele gerne mit rechten Verteidigern, wenn ich links bin. 

Black Wings: Am Freitag geht es gegen die Capitals gegen die ihr beim letzten Auswärtsspiel mit 4:2 die Segel streichen musstet. Was erwartest du dir von dem Heimspiel am Freitag gegen die Wiener? 

Wolf: Ich hoffe auf eine sehr gute Stimmung. Beim letzten Auswärtsspiel in Wien haben wir lange mitgehalten. Es war ein 2:2 bis ins letzte Drittel. Es ist allerdings schwierig zu sagen, denn, wenn wir geradlinig spielen, keine riskanten Aktionen versuchen, haben wir mit Sicherheit eine gute Chance, dass wir Punkte mitnehmen. 

Black Wings: Am Sonntag geht es gegen Salzburg deinem Ausbildungsverein, was sagst du zu deiner Entwicklung seit du dort weggegangen bist? 

Wolf: Ja für mich war es das Beste was mir passieren konnte. In Salzburg konnten sich mich in der Kampfmannschaft nicht gebrauchen, deshalb bin ich nach Dornbirn gegangen. Dort habe ich das erste Mal erfahren was es heißt Profi zu sein und in dieser Liga zu spielen. Auch bei Auswärtsspielen in Salzburg ist es für mich angenehm, weil alle meine Freunde da sind und meine Familie zu den Spielen kommt. Ich muss das Emotionale außen vor lassen, denn im Endeffekt ist es auch nur ein Eishockeyspiel und ich habe meine Arbeit zu machen. Man muss es einfach sachlich sehen und auch mit dieser Einstellung in die Spiele reingehen.