Play-off-Auftaktniederlage in Graz

Mit zu vielen Strafen und zu wenigen Torchancen gingen die Linzer in Graz mit 3:7 unter.

 

Linz hält mit

Mit einer Riesenmöglichkeit starteten die LIWEST Black Wings in die Play-offs: Umicevic rannte nach starkem Pass auf Goalie Rahm zu, traf aber nur Aluminium.
Das sollte vorerst die einzige Großchance der Linzer bleiben, denn ab Minute 5 drückten die 99ers aufs Gas – Schlussmann Ouzas blieb fehlerlos. 

Hinter sich greifen musste er aber im ersten Linzer Unterzahlspiel: Yellow Horn nahm Maß, jagte die Scheibe an den Pfosten, von dem sie King vor die Füße sprang. Dieser schob ohne Probleme ins halbleere Tor ein. 

Den Stahlstädtern boten sich in der Folge nur wenige Chancen, bei denen Rahm stets zur Stelle war. In ihrem ersten Powerplay ab Minute 17 änderte sich das: Locke bediente Davies mit idealem Querpass und der netzte knallhart vom linken Bullykreis aus ein.
Graz probierte vor der Pause mit gefährlichen Aktionen noch einmal die Führung herzustellen, es blieb aber beim 1:1.  

Zu viele Strafen, zu viele Gegentore

Zu Beginn des zweiten Abschnitts versuchten die LIWEST Black Wings nicht ins eigene Drittel gedrängt zu werden, sondern nach vorne zu spielen:  Das machte sich in der 22. Minute bezahlt: Matzka zog ab und der Puck kullerte durch die Beine von Rahm über die Torlinie.

Auf den Gegentreffer hin stießen die 99ers vermehrt zu Ouzas Kasten vor, richtig gefährden konnten ihn die Steirer allerdings nicht.
Ab der 37. Minute änderte sich das zum Leidwesen der Oberösterreicher, die zuerst eine Strafe durch Carle und im Zuge dieser eine zweite durch Kearns nahmen. Beim Fünf-gegen-Drei glich Seitzinger per Weitschuss aus, beim Fünf-gegen-Vier traf Caito von der Seite.

Keine 60 Sekunden später musste Kristler in die Kühlbox und wieder nutzten die Grazer das Überzahlspiel: Oberkofler stellte per Rebound auf 4:2.
Die nächste Strafe für die äußerst undisziplinierten Stahlstädter folgte sogleich wegen Haltens durch Brocklehurst – diese Unterzahl hatte keine Konsequenzen.

Nachdem beide Teams jedoch wieder komplett gewesen waren, schlug es per Hammer von Weihager zum fünften Mal hinter Ouzas ein, der daraufhin für Kickert Platz machte. Beim nächsten Grazer Powerplay in Minute 28 stand er aber wieder auf dem Eis und konnte mit aller Mühe das nächste Steirer-Powerplay-Tor verhindern. 5:2 der Pausenstand. 

Keine Chance für Stahlstädter

Einer wenig actionreichen Startphase im Schlussdrittel folgte eine ordentliche Druckphase der 99ers, bei der Ouzas sein Team vor einem höheren Rückstand bewahrte. In der 50. Minute kassierten die LIWEST Black Wings allerdings doch noch den sechsten Gegentreffer, als Moderer einen Caito-Weitschuss mit dem Stick ins Tor lenkte.

Linz antwortete 31 Sekunden später, indem Carle die Scheibe in die Grazer Maschen lenkte. Da von den Linzern bis fünf Minuten vor Schluss jedoch nur vier weitere Schüsse kamen, nahm Tom Rowe Ouzas bereits sehr früh vom Eis. Tor gelang keines, als Ouzas wieder aufs Eis zurückkam, setzte es aber den siebten Gegentreffer durch Hamilton.

Bis zur nächsten Begegnung am kommenden Freitag wartet noch einiges an Arbeit für Tom Rowes Mannen! (fs)

Ergebnis

Moser Medical Graz 99ers – LIWEST Black Wings 7:3 (1:1, 4:1, 2:1)
Tore: 1:0 King (11./PP1), 1:1 Davies (18./PP1), 1:2 Matzka (22.), 2:2 Oleksuk (29./PP2),
3:2 Caito (30./PP1), 4:2 Oberkofler (32./PP1), 5:2 Weihager (37.), 6:2 Moderer (50.),
6:3 Carle (50.), 7:3 Hamilton (60./PP1)