Rick Schofield

Neuer Verteidiger für die Black Wings

Einen Tag vor Ablauf der Transferfrist in der Erste Bank Eishockey Liga haben die LIWEST Black Wings ihren Kader für die bevorstehende heiße Phase der Meisterschaft noch einmal verstärkt. Der Amerikaner Kyle Klubertanz wird die Defensive der Linzer festigen, er kommt direkt aus der DEL an die Untere Donaulände.

Eine Saison gespickt mit Verletzungen, die bei manchem Spieler länger dauerten, bei anderen kürzer, nähert sich dem absoluten Höhepunkt. Die Play Offs stehen vor der Tür, ab 26. Februar geht es ans Eingemachte. Dann wird nicht mehr um Punkte und Positionen gekämpft. Es geht nur noch um den Sieg und den Aufstieg in die nächste Runde. Bis zum heutigen 15. Februar müssen die Teilnehmer der Erste Bank Eishockey Liga ihre Kader für diese heiße Phase endgültig nennen, nach diesem Termin ist keine Neuverpflichtung mehr möglich.

Auf Grund von Verletzungen und dem geltenden EBEL Regulativ standen die Verantwortlichen der LIWEST Black Wings in den letzten Tagen vor einigen wichtigen Entscheidungen. Stefan Gaffal fällt nach seiner Operation noch länger aus, auch Kapitän Philipp Lukas und Bruder Robert Lukas können noch mit keinem realistischen Rückkehrtermin rechnen. Beide kämpfen weiterhin mit den Folgen ihrer Verletzungen, worüber in den vergangenen Tagen viel miteinander gesprochen wurde. Bei diesen drei Spielern steht die vollständige Genesung im Vordergrund.

„Wir sind derzeit in einer Situation, in der bei den aktuell verletzten Spieler viele Fragezeichen bestehen, wann sie zurückkommen können. Auch danach wäre ein Einsatz mit Risiko verbunden“, sagt Manager Christian Perthaler. „Wir wollen aber nicht von vornherein mit Risiko in die Play Offs gehen.“

Daher haben sich die LIWEST Black Wings in den letzten Tagen intensiv mit dem Transfermarkt auseinandergesetzt und heute einen neuen Verteidiger verpflichtet. Der Amerikaner Kyle Klubertanz wechselt vom DEL Club Krefeld Pinguine nach Linz und wird die Stahlstädter für den Rest der Saison verstärken. Der 31-Jährige gilt als guter Allrounder, der auch eisläuferisch gut geschult ist. Im Jahr 2004 wurde Klubertanz in der dritten Runde des NHL Drafts von den Anaheim Ducks ausgewählt, schaffte es aber nach seiner Collegezeit nicht zu NHL Ehren. Stattdessen standen 5 AHL Einsätze zum Beginn seiner Profikarriere, ehe der US Amerikaner 2008 nach Finnland wechselte. Nach einer sehr guten Saison in Schweden kehrte Klubertanz 2010 in die AHL zurück, war aber im Jahr darauf schon wieder in Schweden und spielte schließlich mit Medvescak Zagreb in der KHL. Über die Nürnberg IceTigers ging es schließlich für die aktuelle Saison nach Krefeld.

Die Pinguine sind praktisch aus dem Play Off Rennen in der DEL und daher bestand die Möglichkeit, mit Kyle Klubertanz einen erfahrenen Mann für die Abwehr nach Linz zu holen. „Wir glauben, dass er uns in der entscheidenden Phase weiterhelfen kann und Robert und Philipp Lukas gibt das die Möglichkeit, ihre Verletzungen vollständig auszukurieren und nichts übers Knie zu brechen“, erklärt Christian Perthaler. „Wir werden uns nach der Saison mit ihnen zusammensetzen und die Möglichkeit eines neuen Vertrags besprechen. In den nächsten Wochen werden sie aber weiterhin Teil des Teams bleiben und wir wollen unbedingt, dass sie im Umfeld der Mannschaft mithelfen.“ Kyle Klubertanz wird in Linz die Nummer 49 erhalten und spätestens morgen Nachmittag in Oberösterreich erwartet.

Diese sehr Entscheidung haben sich die Verantwortlich ebenso wenig leicht gemacht, wie jene, für den Rest der Saison auf Rob Hisey zu verzichten. Der Center hatte heuer großes Verletzungspech und konnte in nur 27 Partien auflaufen. Er hat in den vergangenen sechs Jahren für die Stahlstädter 324 Partien in der EBEL absolviert und wechselt mit sofortiger Wirkung in die DEL, wo er in Wolfsburg bis zum Saisonende untergekommen ist. „Das war eine schwere Entscheidung, aber wir mussten eine treffen. Wir wünschen Rob alles Gute in Wolfsburg und hoffen, dass er mit seinem neuen Verein in der DEL zeigen kann, was in ihm steckt“, so Manager Perthaler.  (Foto: GEPA/Red Bulls)