Linzer zittern sich in Fehervar zum Sieg nach Overtime

Stahlstädter entführen im letzten Spiel des Jahres zwei Punkte aus Ungarn.

Nach vier Niederlagen in Serie zeigen die LIWEST Black Wings die erhoffte Reaktion und holen in Fehervar einen 4:3-Sieg nach Overtime. 40 Minuten haben die Stahlstädter dabei das Geschehen unter Kontrolle, fallen jedoch im Schlussabschnitt leistungsmäßig zurück und kassieren kurz vor dem Ende noch den Ausgleich. Mit Kampfgeist und etwas Glück nehmen die Linzer dennoch zwei Punkte aus Ungarn mit und setzen somit ihrem Negativlauf ein Ende.

 

Gäste starten mit viel Elan

Von der ersten Sekunde an zeigen die LIWEST Black Wings ein völlig anderes Gesicht als in den zuletzt verloren gegangenen Spielen. Giftig im Forechecking und konsequent im Zweikampfverhalten finden die Stahlstädter gut in die Partie und erzielen nach drei Minuten beinahe die Führung. Nach einem billigen Scheibenverlust der Ungarn zieht Cijan Richtung Tor, scheitert jedoch am ehemaligen Linz-Keeper Ouzas. In der zehnten Minute sprechen die Referees eine fragwürdige Strafe gegen Florek aus, der wegen Haltens für zwei Minuten vom Eis geschickt wird. Fehervar baut im Powerplay ordentlich Druck auf und geht durch Timmins mit 1:0 in Führung.

Doch die Wings lassen die Köpfe nicht hängen und kontern postwendend. Nur 13 Sekunden später stellt Schofield mit seinem 15. Saisontreffer den Ausgleich her. In der Folge haben die Gäste auch mehr vom Spiel und legen noch vor der Pause nach. Fejes stochert nach einem Kristler-Schuss die Scheibe über die Linie und bringt seine Mannschaft somit erstmals in Front. Verdient, nachdem man im ersten Drittel fast doppelt soviele Torschüsse (15:8) als der Gegner abgibt.

 

Defensive mit konzentrierter Leistung

Die Black Wings, die ohne Mocher, Altmann, McNeill und den gesperrten Rutkowski nach Ungarn gereist sind, büßen auch im Mittelabschnitt nichts an Aggressivität ein und haben das Geschehen fest im Griff. Die Defensive, unterstützt von Comebacker Wolf, lässt kaum Chancen der „Teufel“ zu. Die Angriffslinien rackern unermüdlich und halten somit den Druck auf die gegnerische Hintermannschaft hoch. So ziehen die Gastgeber auch ihre zweite Strafe im Spiel und bekommen prompt die Rechnung präsentiert. Auf ihr Powerplayspiel können sich die Linzer nämlich nach wie vor verlassen und so baut Florek den Vorsprung auf zwei Tore aus. Fejes verzögert geschickt und spielt genau im richtigen Moment den Pass in den Slot, wo der US-Amerikaner bereits lauert und seinen siebten Saisontreffer fixiert.

Fehervar gelingt es in dieser Phase kaum für Entlastung zu sorgen und bleibt vor dem Tor weitgehend ungefährlich. Wenn sich ein Konter ergibt, ist meist Kickert zur Stelle. Kurz vor dem Ende wird den Linzern noch ein Treffer von Schofield wegen Torraumabseits aberkannt. Auch Umicevic hat wenige Sekunden vor der Sirene noch die Möglichkeit auf seinen zweiten Scorerpunkt, vergibt aber alleine vor Ouzas.

 

Wings zittern sich zum Sieg

Zurück auf dem Eis treten die Heimischen nun energischer auf und verkürzen in der 47. Minute durch Reisz auf 2:3. Als Florek kurz danach in die Kühlbox muss erhöht sich der Druck der Gastgeber nochmals deutlich. Gleich mehrmals klärt die Linzer Defensive im letzten Moment, auch Goalie Kickert hat alle Hände voll zu tun. Der Ausgleichstreffer liegt in der Luft, nur vereinzelt können die Wings für Entlastung sorgen. In der Schlussphase nimmt Fehervar-Coach Järvenpää Keeper Ouzas vom Eis. Und tatsächlich gelingt den Magyaren noch der Ausgleich. 85 Sekunden vor Spielende trifft Sarauer zum 3:3. Kurz darauf befördert Roach den Puck ins Fangnetz und somit müssen die Stahlstädter mit einer 3:4-Unterzahl in die Overtime starten. Fehervar macht nun ordentlich Dampf, scheitert aber immer wieder am hervorragend agierenden Kickert.

 

Und so findet dieser Abend doch noch ein Happy End für das tapfer kämpfende Team von Tom Rowe. Fejes, gerade erst von der Strafbank aufs Eis zurückgekehrt, schnappt sich die Scheibe und lässt mit einer technisch traumhaften Aktion einen Verteidiger stehen, deutet kurz einen Schuss an um nur kurz darauf die Scheibe zum vielumjubelten 4:3 im Netz zu versenken. Wahnsinn, was für eine Aktion des Linzer Neuzugangs, der mit zwei Toren und einem Assist maßgeblichen Anteil am ersten Erfolg nach vier sieglosen Spielen hat. Durch den sechzehnten Auswärtssieg in Fehervar insgesamt, holen die Black Wings enorm wichtige zwei Punkte zum Jahresabschluss und behaupten Platz fünf in der Tabelle. 

 

Hydro Fehérvár AV19 – LIWEST Black Wings 3:4 n.V (1:2, 0:1, 2:0, 0:1)
Tore: 1:0 Timmins (11./PP), 1:1 Schofield (11.), 1:2 Fejes (19./PP), 1:3 Florek (25.), 2:3 Reisz (47.), 3:3 Sarauer (59.), 3:4 Fejes (63.);
Székesfehérvár – 3200 Zuschauer