Linzer scheitern an Ex-Linzer

Mit Mankos im Abschluss machten sich die Linzer das Leben schwer und unterlagen in Ungarn mit 0:1.

 

Fehervar startet mit Vollgas in die Partie

Dass bei den ungarischen Cracks der Frust über die 0:5 Niederlage gegen den KAC vom vergangenen Freitag noch tief saß, war seit dem Puckdrop um 17:30 Uhr deutlich spürbar. Denn Fehervar drehte gleich richtig auf und machte den Eindruck, sich am heutigen Spieltag unbedingt von einer besseren Seite präsentieren zu wollen. 

Die LIWEST Black Wings hatten während dieser anfänglichen Druckphase damit zu kämpfen, ins Spiel zu finden, was nach und nach aber immer besser gelang. In Minute 7 kamen sie sogar erstmals in den Genuss eines Powerplays, doch Lebler und Kalus scheiterten. 

Scheitern tat im Gegenzug auch Fehervar an Goalie Kickert. In der 15. Minute sollte sich das zum Leidwesen der Linzer jedoch ändern: Nach einer Strafe gegen Finn netzte Yogan ein und stellte auf 0:1. Unterkriegen ließen sich die Stahlstädter auf den Rückschlag hin nicht: Es folgte ein offener Schlagabtausch beider Teams, vor der Pause fiel allerdings kein weiteres Tor mehr. 

Linzer drücken was das Zeug hält

Die Torflaute wollten die LIWEST Black Wings im zweiten Abschnitt beenden und legten sich dafür richtig ins Zeug: Den Anfang machte Lebler, der einen Altmann Schuss gefährlich abfälschte. Danach wurde aus allen Rohren auf den Kasten von Ouzas gefeuert, doch das Bemühen blieb unbelohnt.

Auf der anderen Seite tat sich bis zur 25. Minute nicht allzu viel Aufregendes. Fünf Minuten nach Wiederaufnahme der Partie verübte Kickert aber eine Glanztat, die seine Mannschaft vor dem 0:2 bewahrte. 

Im Anschluss wurden die Stahlstädter noch gefährlicher als zuvor: Doch sowohl Woger als auch McNeill fanden keinen Weg, die Scheibe an Ouzas vorbeizubringen. Für Letzteren gab es in Minute 29 dank einer Strafe gegen die Linzer eine Verschnaufpause. 

Sein Gegenüber David Kickert bekam im Unterzahlspiel alle Hände voll zu tun, er hielt mit seinen Aktionen die Oberösterreicher jedoch im Spiel. Im anschließenden Fünf-gegen-Fünf kam abermals McNeill nach erneutem Umicevic Zuspiel zu einer Riesenmöglichkeit, doch auch dieses Mal vergab er. 

Vor der Pause hatten die ungarischen Gastgeber noch einmal die Chance aufs 2:0, doch wie schon öfters am heutigen Abend war Kickert zur Stelle. 

Kein Weg vorbei an Ouzas

Im Schlussabschnitt ging es von Anfang an zur Sache: Fehervar wollte den Sack zu machen, Linz sich endlich für den bisherigen Offensivansturm belohnen.
Den Stahlstädtern mangelte es aber wie schon im Drittel zuvor an der Konsequenz im Abschluss. Ouzas machte seine Sache gut und brachte seine ehemaligen Kollegen, wie Dan DaSilva in Minute 45, zur Verzweiflung. 

Wenig später musste zu allem Überfluss auch noch Wolf wegen eines Checks gegen die Bande für vier Minuten vom Eis. In dieser Unterzahl kämpfen die LIWEST Black Wings mit aller Kraft gegen einen weiteren Gegentreffer, was auch gelang. 

In den letzten Minuten wurde alles nach vorne geworfen und mit der Brechstange der Ausgleich angestrebt: Zuerst ließ Finn eine Chance liegen, dann räumte Kickert das Feld, wodurch man noch einmal zu sechst attackieren konnte. Doch Mike Ouzas präsentierte sich in Überform und behielt die Oberhand.
So mussten sich Tom Rowe und seine Mannen geschlagen geben und gegen den KAC am Sonntag in zwei Wochen auf den ersten Sieg der Saison hoffen! 

Ergebnis

Hydro Fehervar AV 19 – LIWEST Black Wings 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)
Tore: 1:0 Yogan (15./PP1)