Knappe Overtime-Niederlage gegen Fehervar

In einem torreichen Spiel unterliegen die LIWEST Black Wings den Gästen aus Ungarn knapp mit 5:6 nach Verlängerung. Dabei erzwingt der EHC kurz vor dem Ende den Ausgleich, muss jedoch in vier Sekunden vor Beginn des Penalty Shootouts doch noch einen Treffer einstecken. Während die Linzer bereits für die Playoffs qualifiziert waren, verpassen die Magyaren trotz des Sieges zum insgesamt achten Mal den Playoff-Einzug in der EBEL. 

 


Linzer verspielen Führung

In einem tempoarmen Anfangsdrittel erwischen die Linzer den besseren Start. Der kurz zuvor von der Strafbank aufs Eis zurückgekehrte Cijan prüft Ouzas, der den Puck nur prallen lässt. Pusnik reagiert am langen Eck blitzschnell und netzt zur Führung ein. Es ist der erste Treffer für den EHC-Youngster in der EBEL. Mit dem 1:0 im Rücken kontrollieren die Heimischen das Geschehen und legen nur wenig später den zweiten Treffer nach. Fejes verzögert geschickt, ehe er ansatzlos aus dem Slot abzieht. Ouzas kann die Scheibe wieder nicht bändigen, DaSilva schnappt sich den Rebound und stellt in der siebten Minute auf 2:0.

Die Gäste sind in der Offensive kaum vorhanden und haben Glück, dass Kristlers Schuss in der 11. Minute nur knapp über das Gehäuse zischt. Wie aus dem Nichts gelingt den Ungarn dennoch der Anschlusstreffer. Die EHC-Defensive ist für einen kurzen Moment nicht aufmerksam und übersieht den völlig freistehenden Harty, der zum 1:2 trifft. Gleich darauf kann sich Linz-Goalie Mocher (Kickert und Glass pausieren) auszeichnen und bleibt im 1:1-Duell gegen Girard mit einer schönen Parade siegreich. 9,1 Sekunden vor dem Ende umkurvt Fehervars Yogan das Linzer Tor und bedient mustergültig Timmins. Der Kanadier bedankt sich und stellt den 2:2-Ausgleich her.

 

Fehlende Intensität

Im zweiten Abschnitt bleibt die Begegnung auf überschaubarem Niveau. In der 25. Minute lässt Altmann einen strammen Schuss vom Schläger, Ouzas ist jedoch am Posten. Keine Minute später drehen die Magyaren das Spiel. Wieder wird Timmins in der Mitte völlig freigelassen und so trifft der Angreifer nach erneutem Assist von Yogan aus kurzer Distanz zum 3:2 für Fehervar. Damit verspielen die Linzer eine 2:0-Führung gegen einen Gegner, der keinesfalls überzeugend auftritt. Und trotzdem in der Offensive für mehr Gefahr sorgt. Bei einem Schuss von Kuralt rettet die Stange für den EHC. In der 32. Minute bietet sich Wings-Stürmer Pusnik vor dem gegnerischen Kasten eine gute Abschlussmöglichkeit, ihm bleibt aber der zweite Treffer an diesem Abend verwehrt. Beide Teams bieten den 4400 Zuschauern weiterhin nur Magerkost und so plätschert das Spiel bis zum Drittelende ohne besondere Höhepunkte vor sich hin.

 

Torreicher Endspurt

Mit einem echten Muntermacher starten die Black Wings in das letzte Drittel. Die Stahlstädter kombinieren blitzschnell und erzielen nur 21 Sekunden nach Wiederbeginn das 3:3. Lebler erzielt nach Zuspiel von Schofield seinen 30. Saisontreffer. Keine zwei Minuten später müssen die Linzer jedoch den erneuten Rückstand in Kauf nehmen. Fehervars Kuralt schiebt nach Pass von Erdely problemlos ein. Und die „roten Teufel“ legen in der 47. Minute weiter nach. Die Ungarn scheitern erst drei Mal hintereinander an Mocher, ehe die Scheibe vor Timmins landet, der mit seinem Triplepack das 5:3 für die Gäste besorgt.

Danach flaut die Partie wieder etwas ab. Man merkt den Linzern an, dass vor den anstehenden Playoffs das ein oder andere Körnchen Energie gespart werden will. Kurz vor dem Ende ist auch bei Gegner Fehervar die Luft draußen. Und so gelingt den Black Wings innerhalb von 29 Sekunden durch DaSilva und Kristler der Ausgleich – und die Halle tobt. Mit einem 5:5 geht es in die Verlängerung.

Und in dieser suchen die Rowe-Mannen die schnelle Entscheidung. Angepeitscht vom lautstarken Linzer Anhang vergeben Roach, Lebler, Kristler und Umicevic die besten Chancen. Auf der Gegenseite haben die Ungarn mit einem Stangenschuss erst Pech, ehe Erdely vier Sekunden vor dem bevorstehenden Penalty Shootout doch noch den 6:5-Siegestreffer für die Ungarn erzielt. 

 

Für Hydro Fehervar ist die EBEL-Saison trotz des Erfolges gelaufen, während für die Linzer die Vorbereitung auf das bevorstehende Playoff-Viertelfinale beginnt. (cf)

 

LIWEST Black Wings – Hydro Fehervar 5:6 OT (2:2, 0:1, 3:2, 0:1)
Tore: 1:0 Pusnik (5.), 2:0 DaSilva (7.), 2:1 Harty (14.), 2:2 Timmins (20.), 2:3 Timmins (26.), 3:3 Lebler (41.), 3:4 Kuralt (42.), 3:5 Timmins (33.) 4:5 DaSilva (58.), 5:5 Kristler (59.) 5:6 Erdely (65.); Strafminuten: 2 bzw 6;
Linz AG Eisarena– 4400 Zuschauer
Referees: Nikolic, Stolc, Bedynek, Pardatscher;