Grazer Auswärtsfluch hält an

In einem mehr als engen Spiel zogen die Linzer in der Steiermark denkbar knapp den Kürzeren.

 

Intensives Startdrittel

Die Anfangsminuten der Partie gehörten den 99ers, die druckvoll starteten. Getreu dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung, setzten sich daraufhin die Linzer im Grazer Drittel fest.

Es folgte ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften, bei dem sich die Schlussmänner Ouzas und Rahm auszeichneten. In Minute 7 fielen schließlich Treffer, die zur Verbannung Leblers und Moderers in die Kühlbox führten.  

Allerdings brannte es erst nach Ablauf der Strafen in beiden offensiven Zonen lichterloh: Kaum hatten sich die Linzer aus einem Gestocher vor ihrem Tor befreit, scheiterte Umicevic im Konter an Rahm. Ab der 10. Minute hatte Ouzas im Zuge des ersten Unterzahlspiels alle Hände voll zu tun und bewahrte mit vollster Kraft sein Team vor dem Rückstand. 

In den verbleibenden fünf Minuten des ersten Abschnitts machte erneut Ouzas mehrere Riesenchancen der 99ers zunichte, wodurch es torlos in die Pause ging. 

Torreicher zweiter Abschnitt

Das zweite Drittel begingen die LIWEST Black Wings mit einem Knaller: Unmittelbar nach Anbruch des ersten Linzer Powerplays feuerte Brocklehurst urplötzlich eine heftige Granate ins kurze Kreuzeck ab – 1:0. 

Keine fünf Minuten später folgte das nächste Überzahlspiel, das die Steirer allerdings zu gut störten, um daraus Profit zu schlagen.
Die dritte Strafe im zweiten Drittel traf Mathieu Carle. Sein Beinstellen kam den Stahlstädtern teuer zu stehen, da Oleksuk im Powerplay mittels Rebound zum 1:1 ausglich. 

Die Oberösterreicher reagierten genau richtig auf den Dämpfer – nämlich mit Vollgas in Richtung Angriffsdrittel: Rick Schofield legte in einem schnellen Vorstoß auf Umicevic ab und der Schwede schob ins rechte Eck zum 2:1 ein.  

Lange währte die Freude über die wiederhergestellte Führung jedoch nicht: Denn Ograjensek schloss im Alleingang per Backhandtreffer ab.
Keine eineinhalb Minuten dauerte es, bis wieder die LIWEST Black Wings jubelten. Mit etwas Glück kam Schofield rechts neben Rahms Kasten an die Scheibe und jagte sie ohne zu zögern in die Maschen – 3:2 der neue Spiel- und gleichzeitig der Pausenstand. 

99ers gleichen erneut aus

36 Sekunden nach Beginn des letzten Drittels schockten die Graz 99ers die Stahlstädter mit einem schnellen Tor aus dem Slot durch Oleksuk.
So wie der Spielstand war auch die Leistung beider Teams ausgeglichen, wobei Goalie Rahm die schwierigeren Aufgaben zu bewältigen hatte.  

In den letzten Minuten vor der Schlusssirene waren wiederum die 99ers spielbestimmend und erhielten 29 Sekunden vor dem Ende noch ein Powerplay, das sie mit in die Overtime nahmen. 

Niederlage in der Verlängerung

Kaum war die Strafe abgelaufen und beide Mannschaften wieder komplett, entpuppte sich Garbowsky als Linzer Schreckgespenst: Mit einem etwas holprigen Treffer bescherte er den 99ers den Sieg.

Am Dienstag versuchen die Stahlstädter zurückzuschlagen und die Serie auszugleichen! (fs)

Ergebnis

Moser Medical Graz 99ers – LIWEST Black Wings 4:3 OT (0:0, 2:3, 1:0)
Tore: 0:1 Brocklehurst (22./PP1), 1:1 Oleksuk (31./PP1), 1:2 Umicevic (32.),
2:2 Ograjensek (34.), 2:3 Schofield (36.), 3:3 Oleksuk (41.), 4:3 Garbowsky (62./OT)