Saisonende im Viertelfinale

Obwohl es bis kurz vor Ende nach einem siebten Spiel in der Serie roch, endete mit der 2:3 Niederlage in der Verlängerung die Saison der LIWEST Black Wings.

 

 

 

Actionarmes erstes Drittel

Die für ein Spiel 6 zu erwartende Brisanz blieb in den Anfangsminuten der Partie aus. Die 99ers kreierten anfangs lediglich eine gefährliche Chance und auch die Linzer feuerten kaum auf Goalie Rahm. Gleiches galt im ersten Überzahlspiel der Stahlstädter in Minute 8, bei der aber zumindest eine Großchance heraussprang. 

Sieben Minuten vor der Pause wurde es im Drittel der Oberösterreicher erstmals brenzlig, als sich die Steirer dort festzusetzen versuchten. Die Linzer Defensive machte es den Grazern allerdings schwer, zum Abschluss zu kommen und konnte sich allmählich vom Druck befreien.

Wenige Minuten vor der Pause schienen die LIWEST Black Wings warm zu werden und bekamen 120 Sekunden vor der Sirene noch ein Powerplay zugesprochen: Dieses ließ man jedoch ungenutzt verstreichen.  

Tore auf beiden Seiten

Im zweiten Abschnitt war den Stahlstädtern nach wie vor die Müdigkeit anzusehen, die Moser Medical Graz 99ers machten einen vergleichsweise munteren Eindruck und umzingelten den Kasten von Kickert. 

Es war allerdings nicht in der offensiven Zone, in der die Gäste den Führungstreffer erzielten: Weihager gab von der Mittellinie einen Weitschuss ab, Kickert rutschte die Scheibe dabei unglücklich durch die Arme, wodurch sie ihren Weg ins Tor fand.  

Gleich einen drauf zu setzen, dürfte das erklärte Ziel der Steirer gewesen zu sein, denn sie sorgten für ordentliches Feuer im Linzer Drittel. Eine Verschnaufpause gab es, als Kirchschläger und Lebler auf die Strafbank gesandt wurden.
Beim Vier-gegen-Vier agierten die LIWEST Black Wings bereits offensiver, doch zu wenig offensiv, um den Ausgleich zu erzielen. 

Gut 60 Sekunden später machten sie es im Powerplay besser: Schofield schob den Puck von der Seite Goalie Rahm durch die Beine – 1:1! Die Grazer antworteten beinahe mit dem Gegentreffer, doch Kickert zeichnete sich mit einem genialen Save aus. Alle Hände voll zu tun bekam er ebenso im folgenden Unterzahlspiel, das man jedoch schadlos überstand. Somit stand es nach 40 Minuten weiterhin 1:1.

Linzer müssen in Overtime

Das Schlussdrittel begann mit einem wahren Paukenschlag: DaSilva fing in der offensiven Zone einen missglückten Pass herunter, setzte sogleich zum Schuss an und stellte auf 2:1!
Die 99ers reagierten und erhöhten die Schlagzahl. Den Druckphasen trotzten die Linzer mit guter Defensivarbeit und teils guten Vorstößen. 

Obwohl die Grazer nicht wenig Zeit im Angriffsdrittel verbrachten, kamen sie zum Glück der Stahlstädter kaum zu brauchbaren Chancen. In den verbleibenden 7 Minuten der regulären Spielzeit wurden die Torschüsse gefährlicher, Kickert war aber zur Stelle. 

2:43 Minuten vor dem Ende war er es nicht: Mit dem Ablauf einer Strafe gegen Locke glich Weihager per Onetimer aus. Im Anschluss brannten die 99ers auf den Siegtreffer – es ging jedoch in die Overtime. 

Saisonende in der Verlängerung besiegelt

In der Verlängerung ging es hitzig her – die 99ers hielten die Linzer ordentlich auf Trab. Aber auch den LIWEST Black Wings gelang es vereinzelt für Druckphasen zu sorgen. 

72 Minuten und 3 Sekunden waren gespielt, als in der Keine Sorgen Eisarena schließlich die Köpfe hingen: Ty Loney beendete mit seinem Powerplay-Treffer die Saison der Linzer, die sich unter Applaus der Fans in die Sommerpause verabschiedeten. (fs)

Ergebnis

LIWEST Black Wings – Moser Medical Graz 99ers 2:3 OT (0:0, 1:1, 1:1/0:1 OT1)
Tore: 0:1 Weihager (28.), 1:1 Schofield (36./PP1), 2:1 Schofield (41.),
2:2 Weihager (58./PP1), 2:3 Loney (73./PP1)