Erneuter Overtime-Frust

Ein Punkt fehlte den Linzern, um schon heute einen Play-off-Platz zu bejubeln.

 

 

 

Unsicherer Beginn, 1:0 Führung am Ende

Die ersten Offensivaktionen am heutigen Abend gingen aufs Konto der stark aufspielenden Gäste aus Dornbirn, deren frühe Führung Starting-Goalie Kickert verhinderte.
Auf Seiten der Hausherren fand zu Beginn Umicevic im eins-gegen-eins mit Tormann Svoboda eine dicke jedoch ungenutzte Chance vor. 

Diese war eine der wenigen der Stahlstädter, die nicht aus eigener Kraft, sondern eher aus Fehlern der Vorarlberger Defensive entstanden. Obwohl die Bulldogs den Ton angaben, waren die LIWEST Black Wings, jenes Team, das als erstes jubelte: Rutkowski kam aus dem hohen Slot zum Schuss und sorgte eiskalt für das 1:0. 

Die anfängliche Nervosität der Oberösterreicher schien mit dem Treffer gewichen, doch Dornbirn sorgte mit anhaltendem Druck für unangenehme Momente. In den verbleibenden Minuten des Startdrittels hatten auch die Gastgeber ihre Chancen, die Führung auszubauen, es blieb jedoch beim 1:0.  

Bitterer Shorthander, Doppelpack Rutkowski 

Das 2:0 hatte kurz nach dem Face-Off im zweiten Abschnitt Umicevic am Schläger, allerdings scheiterte er im Rebound-Versuch an Svobodas linkem Pad. Die nächste Riesenmöglichkeit folgte sogleich: Davies mit freier Schussbahn aufs Tor, doch er verzog.

Mit der anschließenden Strafe gegen Kearns war Dornbirn an der Reihe, Kickerts Kasten zu belagern. Doch zum Glück der Linzer blieben gefährliche Torschüsse aus.
Erst in Normalbesetzung feuerten die Bulldogs auf Kickert, der aber alle Prüfungen bestand.  

Für die Stahlstädter gab es ab Minute 29 im Zuge eines vier-minütigen Powerplays Gelegenheit zu treffen: Zu ihrem Leidwesen tat dies jedoch O’Donnell, der der Abwehr entwischte und vom rechten Bullykreis ausglich. Die verbleibende Zeit in Überzahl konnten sichtlich geschockte Linzer nicht nutzen. 

Kurz vor dem Ende des Mitteldrittels schlug die eiskalte Stimmung in der Keine Sorgen Eisarena aber doch noch in Jubelrufe um: Denn Rutkowski war erneut zur Stelle und brachte sein Team wieder in Führung. Wie schon nach dem ersten Abschnitt ging es für die LIWEST Black Wings mit einem ein-Tore-Vorsprung in die Kabine. 

Kein Sieger nach 60 Minuten

Große Möglichkeiten blieben zu Beginn des Schlussdrittels aus, ehe die Oberösterreicher ihr drittes Powerplay zugesprochen bekamen. Lange dauerte es nicht, als die Scheibe nach Kontakt mit Kearns Schläger sprichwörtlich über die Torlinie rollte. Dornbirn verlangte den Videobeweis, das 3:1 wurde aber gegeben. 

Gut eineinhalb Minuten später riss Pulli nach sattem Weitschuss-Treffer die Hände in die Höhe: 3:2. Daraufhin brannte es im Linzer Drittel lichterloh – Kickert bewahrte sein Team mit größter Mühe vor dem Gegentor. Während eines Gestochers verlor er seinen Schläger und stand den Bulldogs mit bloßen Händen gegenüber – in einem weiteren Getümmel schob Timmins dabei die Scheibe an Kickert vorbei – 3:3. 

Overtime-Schrecken für Linzer

Es ging wie schon zuletzt in die Verlängerung, in der sich den Oberösterreichern ein ähnlich grausames Bild wie gegen Znaim bot: Trotter traf in der 64. und machte die frühzeitige fixe Play-off-Qualifikation der Stahlstädter zunichte. 

Ausblick

Schon übermorgen geht es in Innsbruck weiter – mit hoffentlich besserem Ende als heute. (fs)