Erneut kein Glück in Dornbirn

Trotz 2:0 Führung gingen die Linzer schlussendlich als Verlierer vom Eis.

 

Offensives erstes Drittel

Sich der Wichtigkeit der heutigen Partie bewusst, starteten die LIWEST Black Wings ambitioniert in die Partie. Die Strapazen der weiten Anreise dürften keine Spuren hinterlassen haben, denn Tom Rowes Mannschaft ging mit viel Schwung und starken Offensivaktionen zu Werke.

Die Dornbirner Hausherren taten sich zu Beginn schwer, das Tempo mitzugehen. In den ersten fünf Minuten gelang ihnen just ein Torschuss, der für Schlussmann Kickert kein Problem darstellte.
Im Laufe des Spiels drangen die Bulldogs vermehrt ins Linzer Drittel vor, wo jedoch spätestens bei Kickert Endstation war. 

Sein Pendant Svoboda blieb gleichermaßen fehlerlos, sah aber deutlich öfters die Scheibe auf sich zufliegen.
4:24 Minuten vor der ersten Pause flog sie gar an ihm vorbei: Nach Traumpass von DaSilva auf den rechts heranfahrenden Davies schlenzte dieser nach kurzem Verzögern die Scheibe ins Dornbirner Tor zum 1:0.
Obwohl sie es versuchten, konnten die Linzer in diesem Drittel nicht mehr nachsetzen. 

Linzer erlauben sich viele Strafen

Im zweiten Abschnitt gelang das viel besser: Keine 1:30 Minuten waren gespielt, als Davies eine Traumkombination mit DaSilva und Locke erfolgreich abschloss: 2:0!
Die Bulldogs schienen daraufhin aus dem Konzept gebracht, den Weg nach vorne machten ihnen die LIWEST Black Wings äußerst schwer. 

Auch in zwei Unterzahlspielen ließen die Stahlstädter kein Gegentor zu. Nach Ablauf der Strafe wurde sogleich zum Angriff geblasen, doch der dritte Treffer wollte trotz guter Chancen noch auf sich warten lassen.
In der 32. Minute mussten die LIWEST Black Wings die dritte Strafe in Folge hinnehmen und konnten sich glücklich schätzen, dass die Vorarlberger die Linzer Undiszipliniertheit nicht zu nutzen wussten. 

Nicht ganz zwei Minuten vor der Sirene bekamen schließlich auch die Oberösterreicher ein Powerplay zugesprochen. Die Möglichkeiten auf den dritten Treffer des Abends waren vorhanden, allerdings vereitelte sie ein bärenstarker Svoboda. Es blieb beim Vorsprung von zwei Toren. 

Dornbirn nutzt Undiszipliniertheit

Die Anfangsminuten des letzten Abschnitts wiesen, was die Offensivkraft der Linzer betraf, Ähnlichkeiten mit jenen des zweiten auf. Doch wieder war Svoboda zur Stelle. Während man selbst Chancen liegen ließ, schlugen die Bulldogs in Minute 42 zu und verkürzten auf 1:2. 

Wenig später fiel gar das 2:2: Nachdem Kickert zu waghalsig mit der Scheibe hinter dem Tor agiert hatte, kam Häußle in Unterzahl frei zum Schuss und versenkte. Bracken Kearns reagierte prompt, indem er die Scheibe nach Carle-Schuss zum 3:2 ins gegnerische Gehäuse lenkte. Gut fünf Minuten vor dem Ende glich Dornbirn erneut aus – Overtime! 

Dort standen drei Linzer aufgrund einer mitgenommenen Strafe vier Bulldogs gegenüber. Die numerische Überlegenheit nutzten die Dornbirner: Zum dritten Mal traf Timmins und besiegelte damit die Niederlage der Linzer.

Sonntags geht es gegen Znaim, mit denen man punktemäßig gleichziehen könnte! (fs)

Ergebnis

Dornbirn Bulldogs – LIWEST Black Wings 4:3 OT (0:1, 0:1, 3:1/1:0)
Tore: 0:1 Davies (16.), 0:2 Davies (22.), 1:2 Timmins (42.), 2:2 Häußle (47./SH1),
2:3 Kearns (47./PP1), 3:3 Timmins (55.), 4:3 Timmins (62./PP1)