Die EBEL Auswärtsmacht rollt an

Im letzten Match vor der anstehenden Nationalteampause bekommen die LIWEST Black Wings noch einmal einen gewaltigen Brocken vorgesetzt. Nachdem die Linzer gestern die Vienna Capitals geschlagen haben, kommt am Sonntag mit Red Bull Salzburg nicht nur der aktuelle Tabellenführer in die Keine Sorgen EisArena. Die Bullen haben darüber hinaus auch noch eine (fast) lupenreine Auswärtsbilanz vorzuweisen.

Der November begann für die LIWEST Back Wings mit einem Match, in dem so ziemlich alles für die Linzer lief. „Endlich springen die Scheiben auch mal über 60 Minuten für uns“, wusste Manager Christian Perthaler schon während des Duells mit den Vienna Capitals, dass da durchaus auch eine gehörige Portion Glück zum 6:3 Erfolg beitrug. „Mit dem Ergebnis können wir auf jeden Fall zufrieden sein“, nickte auch Stürmer Andreas Kristler, der mit seinem zweiten Saisontreffer für das zwischenzeitliche 5:2 und damit in der 42. Minute auch für die Vorentscheidung gesorgt hatte. Der Angreifer reihte sich aber gleichzeitig in die allgemeine Selbstkritik seiner Mannschaftskollegen ein, die viele Fehler geortet hatten. „Wir haben an der blauen Linie oft Fehler gemacht und zu viele Turnovers produziert. Da müssen wir einfach besser werden.“

Das liegt auf der Hand, denn die LIWEST Black Wings erwarten am Sonntag mit Red Bull Salzburg den Leader der Erste Bank Eishockey Liga an der Unteren Donaulände. Was für ein Auswärtsmacht da auf die Linzer zurollt, zeigt ein Blick auf die Auswärtstabelle. Die wird nämlich von den Mozartstädtern souverän angeführt – 7 Auswärtsspiele, 7 Auswärtssiege stehen da auf der Habenseite des Titelfavoriten. Die Bullen bewiesen mit einem Torverhältnis von 33:11 Treffern darüber hinaus in fremden Hallen fast schon entfesseltn Offensivgeist, der kaum zu bremsen ist. Nur Meister KAC rang den Bullen als Heimteam einen Punkt ab!

Dass Duelle zwischen den LIWEST Black Wings und Salzburg immer besondere sind, weiß man aus der Vergangenheit. Auch dass die Mannschaft von Tom Rowe in der Außenseiterrolle antreten wird, selbst wenn man sich auf gutem Weg befindet, ein selbst gestecktes Ziel anzuvisieren. Vor der Saison 2019/20 wollte man wieder zur Heimmacht werden. Gästeteams an der Unteren Donaulände sollen es wieder besonders schwer haben, Auswärtspunkte mitzunehmen (derzeit 4 Siege, 5 Mal gepunktet, 2 Niederlagen vor eigenem Publikum). „Das Heimpublikum gibt uns immer noch zusätzlich Energie“, bestätigt auch Josh Roach, der am Freitag mit einem Tor, einem Assist und einer +2 in der PlusMinus Bilanz überzeugte. „Das hat auch dazu beigetragen, dass wir gegen die Capitals erstmals halbwegs konstant gute 60 Minuten gespielt haben“.

Die wird es auch gegen Salzburg benötigen, wenngleich die Linzer in der laufenden Saison bereits bewiesen haben, dass sie die Red Bulls durchaus mehr als nur ärgern können. Am 20. September gingen die Stahlstädter beim Gastspiel in der Mozartstadt als Overtimesieger vom Eis. Die Vorbereitung auf den abschließenden Schlager vor der Nationalteampause wird kurz sein. Am heutigen Samstag steht eine kurze Eiseinheit am Programm, danach bereiten sich die Spieler sehr individuell auf diese Herausforderung vor. „Wir kennen das ja jetzt schon seit ein paar Wochen und wissen, was wir zu tun haben“, sagt Andreas Kristler und ergänzt zur Tatsache, dass zwei Kracherpartien binnen drei Tagen anstehen: „Das Training ist locker, die Spiele sind hart.“

Wie hart bekam am Freitag Rick Schofield, der aktuelle Topscorer der LIWEST Black Wings (7 Tore, 7 Assists) zu spüren. Er musste das Match verletzungsbedingt vorzeitig beenden. Unmittelbar nach Spielende gab es aber bereits eine erste, leichte Entwarnung. Erstuntersuchungen hatten lediglich eine leichte Prellung ergeben, wenn überhaupt wird Schofield nur am Sonntag ausfallen. 

Das Aufeinandertreffen am Sonntag ist übrigens das 109. Duell zwischen den LIWEST Black Wings und Red Bull Salzburg. 50 Mal konnten bisher die Linzer als Sieger vom Eis gehen, während die Mozartstädter 58 Siege feiern konnten. Noch ausgeglichener ist die Bilanz in die Keine Sorgen EisArena: hier kam es bisher zu 53 Aufeinandertreffen, 27 davon konnten die Stahlstädter für sich entscheiden...

Mit dabei sein wird auch Rick Schofield. Beim Stürmer mit der Nummer 9 gab es nach einem schmerzhaften Zusammenprall im Spiel gegen Wien, bereits nach dem gestrigen Match wieder Entwarnung.