Couragierte Linzer unterliegen Salzburg

Trotz guter Performance bleiben die Stahlstadt-Cracks ohne Punke.

Die Mannschaft von Head Coach Beaulieu zeigt gegen starke Red Bulls eine ansprechende Leistung und hält das Spiel lange offen. Erst gegen Ende des zweiten Drittels können sich die Salzburger etwas absetzen und siegen am Ende mit 6:3. Eine bittere Niederlage für die Linzer, die über weite Strecken ebenbürtig sind und dennoch punktelos bleiben.

 

Offener Schlagabtausch

Beide Mannschaften starten mit viel Dynamik und Tempo in die Partie. Bereits nach 17 Sekunden entschärft Linz-Goalie Gracnar mit einer starken Stockabwehr die erste Chance der Gäste. Die Linzer verstecken sich nicht und finden in den Anfangsminuten gleich mehrere gute Torchancen vor. Gaffal, Umicevic und Brucker vergeben den möglichen Führungstreffer. Die Red Bulls zeigen ihr starkes Positionsspiel, scheitern aber immer wieder am hervorragend parierenden Gracnar. Es entwickelt sich ein unterhaltsames Hin und Her mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Salzburgs Schlussmann Lamoureux hat alle Hände voll zu tun und hat Glück, als Hytönen eine Hereingabe an die Stange lenkt.

Kurz darauf brandet erstmals Jubel in der Linz AG Eisarena auf. Lebler bedient Geburtstagskind Umicevic, der aus kurzer Distanz die Scheibe durch die Beine von Lamoureux schiebt. Mit seinem dritten Saisontreffer besorgt der stark spielende Schwede das 1:0 für die Black Wings. Nur kurz nach der Führung erzielt Kristler beinahe das 2:0, kann jedoch den Rebound nach einem Nielsen-Schuss nicht verwerten. Die Mozartstädter erhöhen nun wieder den Druck. Peterka läuft alleine auf Gracnar zu, wieder behält der Linz-Keeper die Oberhand. In Minute 15 fällt der Ausgleich. Die Salzburger positionieren sich geschickt im Angriffsdrittel. Schütz findet mit seinem Querpass Pallestrang, der zum 1:1-Ausgleich einnetzt. In Summe ein nicht unverdienter Ausgleich. Salzburg hat im ersten Drittel mit 18:15 Torschüsse leicht die Nase vorne.

 

Bitteres Drittelende

Mit hoher Intensität starten die Black Wings in den Mittelabschnitt und belohnen sich in der 25. Minute mit der 2:1-Führung. Pelletier umkurvt mit einem Energieanfall die Salzburger Defensive, verzögert kurz vor Lamoureux und bezwingt diesen schließlich eiskalt mit einem Backhander. Die Stahlstädter bleiben nun am Drücker. Kozek und Gaffal haben den nächsten Treffer auf dem Schläger und vergeben nur knapp. Die Salzburger sind in der Folge bemüht das Spiel an sich zu reißen, doch die Linzer verteidigen konsequent und lassen kaum zwingende Chancen zu. In der 32. Minute verpassen es die Heimischen die Führung auszubauen. Kristler wird mit einem Chip in den Lauf perfekt bedient und läuft alleine auf Lamoureux zu, findet in diesem aber seinen Meister.

Zwei Minuten später behindert Nielsen den durchbrechenden Rauchenwald und muss wegen Hakens auf die Strafbank. Den folgenden Penalty entschärft Gracnar ohne Probleme. Weitere zwei Minuten später erzielen die Red Bulls den erneuten Ausgleich. Diesmal ist es Peterka, der nach Zuspiel von Varejcka trifft. Nur 82 Sekunden später gehen die Gäste erstmals in Führung. Heinrich findet im rechten Slot Chorney, der mit einem präzisen Schuss das 3:2 erzielt. Bitter für die Black Wings, die trotz starker Leistung plötzlich mit einem Rückstand konfrontiert sind. Dem nicht genug, bauen die Salzburger ihre Führung 72 Sekunden vor Drittelende auf 4:2 aus. Der Treffer von Joslin wird erst nach längerem Videostudium der Referees bestätigt.

 

Linzer beherzt aber glücklos

Die Hausherren starten perfekt ins Schlussdrittel und nützen ihr erstes Powerplay an diesem Abend. Nach einem Hytönen-Schuss ist Kristler zur Stelle und verwertet im zweiten Versuch zum 3:4. Doch die Freude währt nur kurz. Gaffal wird wegen hohen Stocks für zwei plus zwei Minuten auf die Strafbank verbannt. Die Salzburger bauen viel Druck auf, lassen in Überzahl die Scheibe gekonnt laufen und stellen durch Chorney den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Mit der sicheren Führung im Rücken haben die Bullen das Geschehen nun weitgehend unter Kontrolle und bleiben weiter gefährlich. Joslin aus dem Slot und Peterka, nach einem unnötigen Fehlpass der Linzer, vergeben Topchancen.

In der 52. Minute wird es richtig heiß am Eis. Salzburgs Kapitän Raffl und Linz-Verteidiger Nielsen geraten aneinander und lassen die Fäuste sprechen. Beide werden für ihre Darbietung mit fünf Minuten wegen übertriebener Härte bestraft. Die Oberösterreicher kämpfen unermüdlich weiter und versuchen das Spiel zu drehen. Mehr als eine gute Gelegenheit für Dorion schaut aber nicht mehr heraus. Head Coach Beaulieu nimmt zwei Minuten vor dem Ende Gracnar vom Eis. Raffl wird im Konter freigespielt und schiebt den Puck problemlos zum 6:3 ins leere Tor. Somit müssen die Black Wings 1992 die dritte Niederlage in Serie hinnehmen. Ein bitterer Abend für die Linzer, die eine couragierte Leistung zeigen, sich dafür aber nicht belohnen können.

 

Ergebnis

Black Wings 1992 – Red Bull Salzburg 3:6 (1:1, 1:3, 1:2)

Torschützen: 1:0 Umicevic (12.), 1:1 Pallestrang (15.), 2:1 Pelletier (25.), 2:2 Peterka (36.), 2:3 Chorney (38./PP), 2:4 Joslin (39.), 3:4 Kristler (42./PP), 3:5 Chorney (46./PP), 3:6 Raffl (59./EN);

Strafminuten: 15 bzw 7

Referees: Fichtner, Rohatsch, Bedynek, Seewald;

Linz AG Eisarena