Brian Lebler: "Ich will ein Vorbild für meine Mannschaft sein!"

Interview mit dem neuen, alten Kapitän der LIWEST Black Wings

420 Spiele, 393 Punkte, 227 Tore - Brian Lebler startet in seine achte Spielzeit bei den Stahlstädtern und wird auch 2019/20 die LIWEST Black Wings als Kapitän anführen. Vor dem Saisonstart der Oberösterreicher am kommenden Sonntag in Szekesfehervar haben wir uns mit unserer Nummer 7 getroffen und mit ihm über seine Heimat in Linz, seine Vorbildrolle als Teamleader und seine neue Frisur gesprochen. 

Servus Brian, Willkommen zurück zu deiner 8. Saison bei den LIWEST Black Wings. Wie war der Sommer für Dich?

Brian Lebler: Servus, danke der Sommer war gut. Ich habe meine Familie in Kanada besucht. Wir sind das ganze Jahr unterwegs, da ist es schön alle wiederzusehen.

Würdest Du sagen, dass Du nach Hause fährst, wenn Du nach der Saison nach Kanada fliegst oder eher dass Du zu Saisonstart wieder heim nach Linz kommst? Was würdest Du eher als Deine Heimat bezeichnen?

Lebler: Ganz sicher, Linz ist unsere Heimat geworden. Meine Frau und meine Kinder fühlen sich hier zu Hause und da ist es eigentlich wie Urlaub, wenn wir im Sommer nach Kanada kommen. Natürlich haben wir dort unsere Familien, aber wir haben uns hier ein Leben aufgebaut, viele Freunde außerhalb vom Eishockey gewonnen und deshalb fühlt es sich hier einfach nach Zuhause an.

Ein Monat der Vorbereitung liegt hinter euch, sieben Spiele habt ihr bereits gemeinsam absolviert. Wie blickst Du auf diese intensive Phase zurück?

Lebler: Natürlich wollten wir ein paarmal öfter gewinnen, aber in meinen Augen ist das nicht so wichtig. Was wichtig ist, ist dass wir uns von Spiel zu Spiel weiterentwickeln und dass wir auch sehen wo wir uns verbessern müssen. Wir haben heuer viele junge Spieler und die schlagen sich bereits gut. Insgesamt waren das Trainingscamp und die Testspiele durchwegs positiv und wir freuen uns, dass es jetzt endlich so richtig los geht.

Am Sonntag ist es soweit und die neue Saison startet für Euch. Auf was freust Du dich schon am Meisten?

Lebler: Einfach, dass wir das Werk wieder zum Laufen bringen. Du trainierst den ganzen Sommer und hast das ultimative Ziel immer im Hinterkopf und dann willst du einfach nur mehr raus und spielen. Wenn es mal los geht gibt es nichts Aufregenderes. Darauf freuen wir uns, denn das ist das was wir lieben.  

Der Anfang wird mit sechs Auswärtsspielen in den ersten neun Runden nicht einfach. Wie siehst Du diese Startphase?

Lebler: Ich glaube das ist gut für uns, dass wir mit einer Serie an Auswärtsspielen beginnen. Du wächst einfach näher zusammen, wenn du gemeinsam unterwegs bist und neue Dinge erlebst.

Seit Kurzem ist entschieden, dass Du auch heuer das „C“ auf der Brust tragen wirst und die LIWEST Black Wings als Kapitän anführst. Was erwartest Du dir, bzw. welche Vorsätze hast Du an dich selber für dein zweites Jahr als Kapitän?

Lebler: Ich will einfach weiter dazu lernen. Lernen, ein Anführer für dieses Team zu sein und neue Erfahrungen zu machen. Ich habe keine spezifischen Erwartungen, vor allem nicht was Punkte und Tore angeht. Natürlich ist es schön zu treffen, aber ich will einfach da rausgehen, hart arbeiten und ein Vorbild für meine Mannschaft sein. Ich will als Spieler weiterwachsen, genauso wie als Mensch.

Die wichtigste Frage, die wir zum Abschluss natürlich nicht vergessen dürfen: Warum hast Du dir Deine berühmten langen Haare kurz geschnitten?

Lebler: Ich werde älter und da möchte ich seriöser aussehen, mehr businesslike. (lacht) Nein, der Hauptgrund war, dass es sehr heiß war im Sommer. Da waren die langen Haare nicht immer angenehm, deshalb habe ich gedacht, ich probiere es wieder einmal.

Nach dem Auftakt in der Erste Banke Eishockey Liga mit drei Auswärtsspielen in Szekesfehervar, Salzburg und Klagenfurt, bestreiten die LIWEST Black Wings am 4. Oktober ihr erstes Heimspiel gegen den HC Bozen in der der Keine Sorgen EisArena. (mg)