Black Wings in Fehervar glücklos

Die Steinbach Black Wings 1992 scheitern in Ungarn an der mangelnden Chancenverwertung.

In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel, ziehen die Linzer gegen Hydro Fehervar mit 1:3 den Kürzeren. Die Stahlstädter geben 39 Torschüsse ab, doch nur einer davon findet auch den Weg ins Ziel. Und so ist es ein Powerplay-Doppelschlag der „Teufel“, der Lebler und Co die Chance auf wichtige Auswärtspunkte nimmt. Somit müssen die Oberösterreicher die vierte Niederlage am Stück hinnehmen.

 

Duell auf Augenhöhe

Die Linzer starten ambitioniert in die Partie und finden in der Anfangsphase zwei gute Abschlussmöglichkeiten durch Kapitän Lebler vor. Mit konsequentem Forechecking gelingt es den Linzern immer wieder sich im Drittel der Ungarn festzusetzen – zwingende Chancen bleiben aber vorerst aus. Die Heimischen strahlen in der fünften Minute erstmals Torgefahr aus. Ein Schuss von Horvath bereitet Kickert keine Probleme. Nur wenige Momente später erzielen die „Teufel“ den Führungstreffer. Mihaly setzt mit einem schönen Pass in die Tiefe Stipsicz perfekt in Szene. Der Verteidiger zieht aufs Linzer Tor, stoppt kurz ab und hat das Auge für den mitgelaufenen Sarpatki, der zum 1:0 einnetzt.

Mit der Führung im Rücken treten die Hausherren nun selbstbewusster auf und agieren nun sicherer im Spielaufbau. Im Powerplay (Kozek wegen Stockschlagens in der Kühlbox) findet Fehervar weitere Abschlussmöglichkeiten vor, doch Kickert bewahrt seine Mannschaft vor einem weiteren Gegentreffer. Die ersatzgeschwächten Ungarn spielen mit nur drei Linien und suchen meist im Konter ihr Glück. Auf Linzer Seite vergeben Hytönen mit einem Nachschuss und Kozek, der aus kurzer Distanz an Keeper Kornakker scheitert. Auch im einzigen Powerplay für die Black Wings in diesem Drittel, will die Scheibe nicht ins Tor und so bleibt es bei der 1:0-Führung der Magyaren.

 

Fehlende Effizienz

Zu Beginn des Mittelabschnitts wirkt das Spiel phasenweise zerfahren, beiden Mannschaften gelingt es kaum die Scheibe über einen längeren Zeitraum in Besitz zu halten. Die Linzer steigern sich aber mit Fortdauer der Partie und sind das gefährlichere Team. In der 27. Minute vergibt Leiler die erste Topchance. Der Angreifer luchst einem gegnerischen Verteidiger die Scheibe ab, vergibt jedoch alleinstehend vor Kornakker im Tor der Ungarn. Auf der Gegenseite kann sich Kickert mit einem starken Reflex gegen Hargrove auszeichnen. Wenige Minuten später bietet sich die nächste gute Chance für die Gäste. Nach einem Scheibenverlust Fehervars kombinieren die Wings blitzschnell, doch Hytönen vergibt die Riesenchance auf den Ausgleich. Kurz darauf hat Kozek mit einem Stangenschuss Pech.

Gegen Ende des Drittels schwächen sich die Ungarn durch einen Wechselfehler selbst. In ihrem dritten Powerplay des Abends üben die Stahlstädter viel Druck aus und belagern das Verteidigungsdrittel der Ungarn. Lebler hat gleich zwei Mal den Ausgleich am Schläger. Einen Drehschuss des Kapitäns kann Kornakker im letzten Moment noch abwehren, bei einem weiteren Versuch aus spitzem Winkel fehlt das nötige Glück. Somit fallen keine Tore im Mitteldrittel. Ärgerlich für die Black Wings, die nach 40 Minuten neun Torschüsse mehr als der Gegner abgeben (26:17) und den Ausgleich längst verdient hätten.

 

Doppelschlag besiegelt Niederlage

Zurück auf dem Eis fangen sich die Stahlstädter prompt eine Strafe ein. Piché kassiert wegen Behinderung zwei Minuten. Die Linzer halten sich in Unterzahl schadlos, müssen aber kurz bevor Piché aufs Eis zurückkehrt die nächste Strafe hinnehmen. Diesmal ist es Brucker, der wegen Hakens das Eis verlassen muss. 50 Sekunden später erhält auch noch Kozek eine Strafe wegen Spielverzögerung. Fehervar nützt die 5:3-Überzahl und erhöht auf 2:0. Einen Schuss von Petan kann Kickert nur prallen lassen, Hargrove ist zur Stelle und staubt problemlos ab. Doch es kommt noch dicker für die Oberösterreicher. 29 Sekunden nach dem zweiten Treffer legen die Ungarn das 3:0 nach. Erdely bugsiert aus kurzer Distanz den Puck über die Linie.

Die Black Wings lassen in der Folge nichts unversucht. Head Coach Beaulieu bringt verstärkt die erste Linie zum Einsatz, um dem Spiel doch noch eine Wende zu geben. Es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. In der 55. Minute muss Fehervars Kahkonen wegen Spielverzögerung vom Eis. Und endlich gelingt den Linzern der längst überfällige Treffer. Pelletier zieht vom linken Slot ab und verkürzt auf 1:3. Beaulieu nimmt schon früh Goalie Kickert vom Eis, um in Überzahl den Anschlusstreffer zu erzwingen. Die Black Wings feuern aus allen Lagen und bauen viel Druck auf. Doch an diesem Abend ist das Spielglück nicht auf Seiten der Linzer. Die Scheibe findet nicht mehr den Weg ins Tor und so müssen die Stahlstädter ohne Punkte die Heimreise aus Ungarn antreten.

 

Ergebnis

Hydro Fehervar AV 19 – Steinbach Black Wings 1992 3:1 (1:0, 0:0, 2:1)

Torschützen: 1:0 Sarpatki (5.), 2:0 Hargrove (45./PP), 3:0 Erdely (46./PP), 3:1 Pelletier (56./PP);

Strafminuten: 8 bzw 8

Referees: Kincses, Soos, Nemeth, Vaczi;

Gabor Ocskay Ice Hall, 1578 Zuschauer