Black Wings holen ersten Heimsieg

Stahlstädter mit 4:0 gegen Fehervar 


Es war kein gewöhnliches Heimspiel, zu dem die LIWEST Black Wings in der 9. Runde der Erste Bank Eishockey Liga am Freitagabend auf das Eis gingen. Vor dem eigentlichen Aufeinandertreffen gedachten die Stahlstädter unter Kerzenschein und mit Teilen seiner alten Eishockey-Ausrüstung, ihrem ehemaligen Torhüter Florian Janny. Unter der gemeinsamen Anteilnahme sicherten sich die Stahlstädter mit einem 4:0, den ersten Heimsieg. 

Sportlich startete das zweite Heimspiel der Stahlstädter in der laufenden Meisterschaft mit einem frühen Überzahlspiel für die Gäste aus Szekesfehervar. Alexander Cijan musste auf der Strafbank Platz nehmen, konnte aber mitansehen, wie sich seine Mannschaftskollegen erfolgreich in Unterzahl zur Wehr setzten. Mit dem fünften Mann zurück im Spiel traten die Oberösterreicher in der 6. Minute ihrerseits erstmals in Aktion. Brian Lebler schloss mit seinem Handgelenksschuss aus guter Position ab, konnte seinen ehemaligen Teamkollegen Mike Ouzas im Tor der Ungarn aber nicht überwinden. Es war eine der wenigen Möglichkeiten, die die Mannen von Cheftrainer Tom Rowe in den Anfangsminuten vorfanden. Vielmehr waren es die roten Teufel aus Fehervar, die immer wieder gefährlich vor David Kickert auftauchten. Zwei Mal musste der Schlussmann, der zu Ehren Jannys fortan mit der Rückennummer 70 das Tor hütet, für seine Vorderleute eingreifen. Nach weiteren Möglichkeiten von Sarauer aus dem Slot und Lehtonen aus spitzem Winkel die aber beide das Gehäuse verfehlten, waren es auf der anderen Seite plötzlich die Stahlstädter die eiskalt zuschlugen. Marco Brucker tauchte in der 18. Minute völlig frei vor Ouzas auf und traf mit seinem ersten Saisontor, per Rebound, zum 1:0 für die Gastgeber. 

 

Special Teams legen nach

Mit dieser knappen Führung für die Linzer ging es in die zweiten 20 Minuten, die erneut mit einer Unterzahl aus Sicht der Heimmannschaft begannen. Doch auch die erste Drangphase der Gäste im Mittelabschnitt überstanden die Oberösterreicher schadlos und durften anschließend ihrerseits ein erstes Mal ihr Powerplay aufziehen. Die Überzahlformation der Stahlstädter fackelte nicht lange und obwohl zuvor das vermeintliche 2:0 durch Valentin Leiler aufgrund einer Torhüterbehinderung noch aberkannt wurde, legte Dragan Umicevic wenige Augenblicke später den Treffer nach. Nach einem Kalus Zuspiel quer durch die gesamte Verteidigung, ließ sich der Stürmer diese Möglichkeit nicht entgehen. Durch das Tor übernahmen die LIWEST Black Wings das Kommando und es folgte ein Lauf auf das Gehäuse der Gäste. Drei Mal Rick Schofield und einmal Dan DaSilva kratzten am Ausbau der Linzer Führung. Fünf Minuten vor der zweiten Pausensirene war es dann auch soweit und dieses Mal hielt der Jubel von Valentin Leiler bestand. Nach sehenswerter Vorlage von Umicevic hämmerte der gebürtige Kärntner die Scheibe, erneut in nummerischer Überlegenheit, unter die Latte. Nur knapp 90 Sekunden später erhoben sich die 4800 Besucher in der Keine Sorgen EisAren ein weiteres Mal, um ihre Schützlinge zu feiern. Stefan Gaffal eroberte in Unterzahl den Puck, lief einen Konter auf das Tor von Ouzas und netzte trocken zum 4:0 für die LIWEST Black Wings ein.

Es war damit bislang der Abend der Premierentreffer in der EBEL Saison 2019/20, denn alle vier Torschützen freuten sich über ihre erste Torausbeute in dieser Spielzeit.

Stahlstädter sichern Shutout

Mit dem erarbeiteten Vorsprung für die LIWEST Black Wings ging es in den Schlussabschnitt. In diesem versuchten die ungarischen Gäste in Person von Andrew Yogan noch einmal ihr Glück in der Offensive. Der aktuelle Topscorer der Teufel entwischte 15 Minuten vor dem Ende der Linzer Verteidigung, David Kickert besserte aber für seine Vorderleute aus und blieb Sieger im Duell eins gegen eins. Auch nach zwei weiteren überstandenen Unterzahlspielen verteidigten die Hintermänner rund um den Linzer Schlussmann die „Null“ und holten sich gegen Fehervar AV19 den ersten Heimsieg mit 4:0.

All dies stand an diesem Abend aber im Hintergrund. Unter lautstarken „Florian Janny“ Sprüchen versammelten sich im Anschluss an die Partie, noch einmal Fans, Vereinsvertreter und ehemalige Teamkollegen wie Mike Ouzas, Lukas Haudum und Andrew Kozek, um sich gemeinsam von ihrem ehemaligen Torhüter zu verabschieden.