Bittere Heimpleite gegen Bratislava Capitals

Die Steinbach Black Wings 1992 bleiben erneut ohne Punkte.

Gegen den Liga-Neuling aus der slowakischen Hauptstadt erwischen die Linzer einen ansprechenden Start und entscheiden das Anfangsdrittel mit 1:0 für sich. Doch im weiteren Verlauf der Partie läuft bei den Gastgebern nur noch wenig zusammen. Mit Unkonzentriertheiten und Strafen zu ungünstigen Zeitpunkten, nehmen sich die Black Wings selbst jede Chance auf einen vollen Erfolg. Die Slowaken nützen ihre Überzahlspiele eiskalt aus und feiern am Ende einen ungefährdeten 5:2-Sieg an der Unteren Donaulände.

 

Kristler sorgt für guten Start

Die Stahlstädter zeigen von Beginn an eine bemühte Leistung und versuchen den physisch robusten Slowaken die Schneid abzukaufen. Erstmals gefährlich wird es in der vierten Minute, als Kristler mit einem präzisen Schuss Caps-Keeper Baros prüft. Im Gegenzug erzielt Bratislava beinahe die Führung. Lapsansky trifft nur die Stange – Glück für die Linzer! Die Heimischen versuchen weiterhin das Spiel an sich zu reißen, sind aber im Konter anfällig. In der elften Minute laufen die Capitals „Zwei gegen Eins“ aufs Linzer Tor zu, doch Varga scheitert an Gracnar, der sein zweites Saisonspiel bestreitet.

In der zwölften Minute kassieren die Gäste die erste Strafe des Abends. Hudec muss wegen Hakens für zwei Minuten auf die Strafbank. Und die Linzer Cracks präsentieren sich im Powerplay effizient. Nach einem präzisen Querpass von Umicevic, vollendet Kristler mit einem sehenswerten Onetimer zum 1:0 für die Black Wings. Das Spiel bleibt in der Folge weiterhin offen. Nach einem Traumpass durch die Mitte zieht Bratislavas Hults alleine in Richtung Tor, doch wieder bleibt Gracnar cool und verhindert den Ausgleich. Auch in Unterzahl halten sich die Stahlstadt-Cracks schadlos. Die Strafe gegen Umicevic wegen Stockschlagens bleibt ohne Folgen. Wenige Sekunden vor Drittelende schnuppern Gaffal und Kristler noch am 2:0, die Scheibe findet aber nicht den Weg über die Torlinie.  

 

Bratislava-Doppelschlag

Die Jungs von Head Coach Beaulieu erwischen einen denkbar schlechten Start in den Mittelabschnitt. 40 Sekunden nach Wiederbeginn muss Verteidiger Beaudoin wegen Haltens in die Kühlbox. Ein Vergehen, das nicht ohne Folgen bleibt. Sechs Sekunden vor Ablauf der Strafe, erzielt Bratislava den Ausgleich. Nach Zuspiel von Miklik verwertet Bohunicky zum 1:1. Nur zwei Minuten später erhöhen die Slowaken auf 2:1. Die Linzer schaffen es nicht, sich aus der Defensive zu befreien. Im Getümmel vor Gracnars Kasten stochern gleich mehrere Spieler auf die Scheibe, ehe diese bei Hults landet, der zum 2:1 einnetzt. Die Black Wings lassen sich nicht entmutigen, tun sich aber schwer zwingende Chancen zu kreieren. In der 30. Minute ist es Leiler, der den Puck geschickt ablenkt und beinahe im kurzen Eck versenkt.

Im zweiten Überzahlspiel des Abends sind es Kristler und Brucker, die mit ihren Abschlüssen den Ausgleich suchen. In der Offensive fehlt es den Linzer Angriffsreihen meist an Durchschlagskraft und Kaltschnäuzigkeit. Keiner der 14 Torschüsse im zweiten Drittel findet den Weg ins gegnerische Gehäuse. Auch das Fehlen von Center Hytönen macht sich bemerkbar. Der Finne ist aus familiären Gründen in seine Heimat gereist. Bratislava bleibt immer wieder im Konter gefährlich. Gracnar kann sich bei der ein oder anderen heiklen Situation auszeichnen. So geht es mit einem Tor Rückstand für die Oberösterreicher ins Schlussdrittel.

 

Ein Drittel zum Vergessen

Wie schon im Mitteldrittel machen sich die Black Wings auch zu Beginn des Schlussabschnitts das Leben selbst schwer. In der 42. Minute muss Lahoda wegen Hakens vom Eis, nur eine Minute später kassiert Pusnik wegen Stockschlagens zwei plus zwei Strafminuten. Mit der 5:3-Überzahl hat der Liga-Neuling leichtes Spiel und stellt auf 3:1. Die Caps bringen sich in Position, Ahl zieht aus spitzem Winkel ab und versenkt den Puck im langen Eck. Doch für die Linzer kommt es noch dicker. Weiterhin in Unterzahl fängt man sich 106 Sekunden später den nächsten Gegentreffer ein. Suja besorgt mit einem platzierten Schuss aus dem Slot das 4:1 für die Gäste.

Die Linzer sind nun in der Defensive nicht mehr auf der Höhe und so fällt in der 47. Minute der nächste Gegentreffer. Wieder schalten die Capitals blitzschnell um. Lapsansky bleibt vor dem Tor eiskalt und trifft zum 5:1. Daraufhin bringt Linz-Coach Beaulieu Kickert anstelle von Gracnar aufs Eis. In der Schlussphase des Spiels finden die Black Wings nicht mehr in die Spur zurück. In der 59. Minute gelingt Gaffal zwar noch ein Powerplay-Treffer, mehr als Ergebniskosmetik bedeutet das 2:5 aber nicht. Trotz einer positiven Torschussbilanz von 36:32 müssen die Oberösterreicher die fünfte Niederlage in Serie hinnehmen.

 

Ergebnis

Steinbach Black Wings 1992 – Bratislava Capitals 2:5 (1:0, 0:2, 1:3)

Torschützen: 1:0 Kristler (13./PP1), 1:1 Bohunicky (23./PP1), 1:2 Hults (25.), 1:3 Ahl (44./PP2), 1:4 Suja (46./PP1), 1:5 Lapsansky (48.), 2:5 Gaffal (59./PP1);

Strafminuten: 10 bzw 8

Referees: Durchner, Siegel, Bedynek, Seewald;

Linz AG Eisarena