Der gebürtige Lienzer fand vor mittlerweile neun Jahren sein Zuhause in Oberösterreich, gehörte aber über beeindruckende 20 Saisonen hinweg zu den ganz großen Kultfiguren der heimischen Bundesliga. Mehr als 400 Einsätze im Jersey der Steinbach Black Wings Linz absolvierte Kristler – damit bestritt er mit Abstand die meisten Spiele für einen Klub während seiner Laufbahn in der win2day ICE Hockey League. Der Angreifer stand wie kaum ein anderer für unermüdliche Leidenschaft, Emotionen und harte Arbeit für seine Mannschaft. Für dieses Unterfangen zerriss sich der Stürmer in praktisch jedem Match auf dem Eis und versuchte vor allem mit lauten Worten sowie der entsprechenden Physis, seine Teamkollegen zum Erfolg zu führen. 891 Strafminuten in insgesamt 866 Spielen spiegeln seinen Ehrgeiz ohne Rücksicht auf Verluste wider.
Beim Gegner gefürchtet, prägte er von seinen Anfängen in Villach über den Liga-Krösus aus Salzburg bis hin zu den Stahlstädtern jeden seiner Shifts. Auch vor dem Tor, speziell im Powerplay, blühte der Linksschütze immer wieder auf und sammelte insgesamt 349 Punkte, darunter 152 Treffer. Mit den Eisbullen durfte der mittlerweile 35-Jährige zweimal den Meistertitel in die Höhe stemmen. Auch international vertrat Kristler sein Heimatland in mehr als 60 Spielen und trug bei zwei A-Weltmeisterschaften den Adler auf der Brust.
Nach dem Auslaufen seines Vertrags bei den Steinbach Black Wings Linz entschloss sich Andreas Kristler schließlich dazu, seine Schlittschuhe an den Nagel zu hängen. Dies verkündete der Wahl-Oberösterreicher im Podcast der OÖ Nachrichten sowie mit einem emotionalen Brief an seine Fans, Freunde und Mitstreiter. Die gesamte Organisation der Stahlstädter gratuliert ihrer langjährigen Nummer 37 von ganzem Herzen zu einem denkwürdigen Werdegang. Mach’s gut und nur das Allerbeste für die Zukunft, Tiste!