Moser Medical Graz 99ers – Steinbach Black Wings Linz
📅 Grunddurchgang 25: Sonntag 30. November, 17:30 Uhr, Merkur Eisstadion
📺 Livestream: sporteurope.tv
Nachdem die Oberösterreicher gestern gegen den VSV den dritten Auswärtssieg der diesjährigen Saison einfahren konnte, wird die Herausforderung schon morgen wieder größer. Brian Lebler und Co. fordern den neuen Tabellenführer in Graz.
Moser Medical Graz 99ers – Steinbach Black Wings Linz
📅 Grunddurchgang 25: Sonntag 30. November, 17:30 Uhr, Merkur Eisstadion
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Das zweite Wiedersehen mit den Graz99ers steigt am morgigen Sonntag in der Steiermark. Das erste Duell nach der historischen Playoff-Serie im vergangenen Jahr, sicherten sich die Steinbach Black Wings Ende Oktober. Ausgerechnet gegen den wohl größten Titelanwärter befreiten sich die Linzer damals von ihrem missratenem Saisonstart und zwangen die Murstädter in der Overtime mit 3:2. Nach der Niederlage an der Unteren Donaulände wechselte Graz überraschend den Cheftrainer und engagierte mit Dan Lacroix, ein neues Gesicht in der ICEHL, der bereits viel Auslandserfahrung mitbringt. Seit seinem Amtsantritt feierten die Steirer überzeigende Einstands-Erfolge, unter anderem gegen Bozen (6:3) und Salzburg (5:2). Im Moment läuft es gut für die Murstädter und sie konnten am gestrigen Spieltag erstmals die Tabellenführung übernehmen. Die 99ers stehen derzeit bei 44 Punkten aus 22 Spielen und insgesamt 14 Siegen. Auffällig ist, dass die Grazer in dieser Saison bereits achtmal in die Overtime mussten – so oft wie kein anderes Team der Liga. Nur dreimal konnten sie das Eis als Sieger verlassen. Besonders ins Auge sticht die fehlende Konstanz bei den Heimspielen: In zehn Partien konnten sie nur fünf Siege in ihrem „Bunker“ einfahren. Der Trend geht jedoch nach oben und die 99ers konnten die letzten drei Heimspiele für sich entscheiden. Auswärts präsentieren sich die Murstädter deutlich stärker und setzten sich immer wieder klar gegen Top-Teams wie den KAC, den VSV und Pustertal durch. Eine besondere Stärke der Murstädter ist das Penalty Killing. Mit 88,71 Prozent führen sie das ligaweite Ranking an. Zudem zeichnen sie sich durch äußerst wenige Strafminuten aus: Mit lediglich 166 Minuten sind sie die fairste Mannschaft der win2day ICE Hockey League. Ein weiterer Schlüsselfaktor für den Erfolg ist die Defensive beziehungsweise das Torhüterduo. Erst 51-mal mussten die Schlussmänner der 99ers hinter sich greifen – so selten wie kein anderes Team. Mit einer Fangquote von 92,03 Prozent zählt Maxime Lagace zu den besten Goalies der Liga. In der Offensive führt Nick Bailen seine Mannschaft mit 26 Scorerpunkten (vier Tore, 22 Assists) an.
Locker Room Update
Die Steinbach Black Wings konnten in Villach trotz weiterhin stark angespannter Personalsituation in der Defensive, an einer Steigerung auf fremden Eis anschließen. So erwischten die Linzer einen perfekten Start und legten mit zwei Toren aus den ersten beiden Chancen effizient vor. Augenscheinliche Probleme bereitete jedoch auch in Kärnten der Mittelabschnitt mit vielen Strafen und Undiszipliniertheiten. Wie schon im Heimspiel gegen Bozen, geriet das Team von Head Coach Philipp Lukas völlig aus ihrem Rhythmus und musste dadurch abermals einen Vorsprung hergeben. So gerieten die Stahlstädter selbst zweimal in Rückstand, glichen beide Male aber postwendend aus und holten so den wichtigen Sieg. Neben einem zu regelwidrigem Spiel, gehören auch die Special Teams weiterhin zu den großen Baustellen. Einerseits konnten Graham Knott und Co. in Villach kein einziges der vier Powerplay mit einem Erfolg abschließen. Gleichzeitig gingen drei der vier Gegentreffer einer Unterzahl voraus. Auf beiden Seiten des Eise gilt es für die Stahlstädter gegen die 99ers deutlich mehr Fokus und Konzentration zu zeigen. Erschwert wird dieses Unterfangen auch morgen von den zahlreichen Ausfällen im Line Up. Greg Moro, Gerd Kragl, Christoph Tialler, Luka Maver und Thomas Höneckl stehen weiterhin nicht zur Verfügung.
Nach dem intensiven Wochenende in der Fremde kehren die Steinbach Black Wings Linz bereits am Mittwoch in die Linz AG Eisarena zurück. Zur Vorweihnachtszeit laden die Linzer zu drei Heimspielen (Mittwoch, Freitag, Samstag) in Folge und bieten dafür ein eigenes Nikolo-Special. Alle Tickets sind unter www.tickets.blackwings.at oder an der Abendkasse erhältlich.
Die Steinbach Black Wings müssen sich gegen die Graz99ers knapp mit 2:3 geschlagen geben. Die Linzer steigerten sich nach einer schwieriger Anfangsphase deutlich, verpassten aber den verdienten Ausgleich in einer intensiven und hart umkämpften Auswärtspartie.
Moser Medical Graz 99ers – Steinbach Black Wings Linz 3:2 (2:1, 1:1, 0:0)
Torschützen: 0:1 Brian Lebler (8. Min), 1:1 Chris Collins (16. Min), 2:1 Nico Brunner (18. Min), 2:2 Logan Roe (23. Min), 3:2 Michael Schiechl (33. Min/PP)
Am Sonntagabend kehrten die Linzer, erstmals seit der historischen Viertelfinalserie, in den Grazer Bunker zurück. Erneut fehlten einige Stammkräfte im Line-Up von Head Coach Philipp Lukas, wodurch Paul Eder und Tim Geifes in die Aufstellung der Stahlstädter rückten. Rasmus Tirronen führte seine Mannschaft wie gewohnt auf das Eis. Der Finne war von Beginn an gefordert als Tim Harnisch von der rechten Seite aus spitzem Winkel abschloss. Das Spielgerät prallte von Tirronen ab und fiel Lukas Haudum vor die Füße, der den Nachschuss aber nicht im Netz unterbringen konnte. Die Oberösterreicher taten sich in den Anfangsminuten schwer in die Partie zu finden und die Grazer setzten sich im Defensivdrittel der Gäste fest. Nur kurze Zeit später die Riesenchance durch Marcus Vela, der sich mit einem Haken in Richtung kurzes Eck bewegte, Tirronen roch jedoch die Finte und hielt sicher. Der Schlussmann der Oberösterreicher muss wenig später erneut eingreifen als Kevin Roy die kurze Ecke suchte. Tirronens Schulter verhinderte den Gegentreffer. Obwohl die Hausherren die Partie dominierten gingen die Linzer wie aus dem Nichts in Führung. Patrick Söllinger feuerte aus dem Rückraum in Richtung Grazer Tor, Brian Lebler hielt seinen Schläger in den Schuss und lenkte den Puck zur 1:0 Führung für die Oberösterreicher in die Maschen (8. Minute). Nach dem Führungstreffer kassierten die Gäste dann die erste Strafe gegen Logan Roe. Die Oberösterreicher zeigten eine starke Defensivleistung und hielten die 99ers über weite Strecken vom eigenen Tor fern. Deshalb versuchte es Anders Koch von der blauen Linie, sein Schuss segelte aber am Kasten von Tirronen vorbei. Wieder vollzählig eroberten sich die Oberösterreicher die Scheibe tief im Defensivdrittel der Hausherren. Graham Knott legte, mit guter Übersicht ab auf Logan Roe der auf der linken Seite angefahren kam. Der Verteidiger zog ab, Maxime Lagace konnte den zweiten Schuss auf sein Tor aber parieren. Sofort ging es wieder auf die andere Seite wo Kevin Roy aus zentraler Position abzog, Tirronen die Scheibe jedoch sicher festhielt. In der 16. Minute bot sich eine Szene, die stark an das Linzer 1:0 erinnerte: Ein Distanzschuss von Manuel Ganahl rauschte Richtung Gehäuse wo Chris Collins abfälschte und die Scheibe zum 1:1 über die Torlinie beförderte. Nur zwei Minuten später durfte der Grazer Bunker erneut feiern. Lukas Haudum legte ab auf Nico Brunner der die Scheibe gekonnt mit dem Schlittschuh mitnahm und sie präzise ins linke lange Eck zum 2:1 für Graz setzte (18. Minute). Nachdem die Murstädter die Partie gedreht hatten kassierten die Linzer die nächste Strafe. Erneut verteidigten die Linzer konsequent und die Grazer fanden keine Möglichkeiten durch die Defensive der Oberösterreicher. Stattdessen hatte Shawn St-Amant sogar die Chance auf den Shorthander. Er startete entschlossen durch, doch die Grazer Defensive war rechtzeitig formiert und vereitelte den möglichen Ausgleich in letzter Sekunde. Mit 45 Sekunden übrig in Unterzahl ging es, mit einer 2:1 Führung für die Hausherren, in die erste Pause des Abends.
Grazer behaupten Führung
Die restlichen Strafsekunden verstrichen ohne weitere Möglichkeiten für die Hausherren, stattdessen setzten die Oberösterreicher in Person von Travis Barron zum Gegenstoß an. Erstmals in dieser Partie gelang es der Linzer Formation, sich im Drittel der 99ers festzusetzen. Die Steirer verteidigten kompakt, stellten die Passwege geschickt zu und attackierten früh, wodurch sich Logan Roe ein Herz fasste und aus der Distanz abzog. Kevin Roy fälschte den Schuss unhaltbar ab, und der Puck segelte perfekt ins obere Kreuzeck, zum 2:2-Ausgleich in der 23. Minute. Die Black Wings wurden nun immer griffiger und kamen vermehrt zu Offensivaktionen. Emilio Romig prüfte wenig später Lagace mit einem Abschluss vom hinteren Pfosten, doch Grazer Goalie parierte stark mit der Fanghand. Auf der Gegenseite versuchte es Anders Koch, doch Tirronen brachte die Schoner rechtzeitig zusammen und hielt seine Mannschaft im Spiel. Nach einem kurzen Gerangel mussten sowohl Nick Bailen als auch Andi Kristler wegen übertriebener Härte in die Kühlbox, am Kräfteverhältnis änderte sich aber nichts und es blieb beim Fünf-gegen-Fünf. Kurz darauf tauchte Marcus Vela gefährlich vor dem Tor auf, doch erneut war Tirronen zur Stelle und verhinderte den nächsten Gegentreffer. Dann wurde es erneut brenzlig für die Linzer: Logan Roe kassierte seine zweite Strafe des Abends, diesmal wegen Hakens, und Graz durfte wieder im Powerplay antreten. Kevin Roy suchte sofort den Abschluss von der rechten Seite, verfehlte das Gehäuse jedoch knapp. Im vierten Überzahlspiel des Abends machten es die 99ers schließlich besser: Roy prüfte Tirronen zunächst noch per Schienbeinschoner, Schiechl reagierte jedoch am schnellsten und drückte den Rebound über die Linie – 3:2 für die Steirer in der 33. Minute. Die Stahlstädter machten sich das Leben in der Folge selbst schwer, als Ryan MacKinnon wegen Spielverzögerung auf die Strafbank musste. Doch das Penalty Killing der Black Wings blieb stark und ließ die Gastgeber nicht zum Abschluss kommen. Kurz vor der zweiten Pausensirene bot sich dann auch den Linzern ihr erstes Powerplay des Abends, nachdem Marcus Vela in die Kühlbox beordert wurde. Die Gäste fanden allerdings nur schwer in ihre Formation und kamen zu keiner nennenswerten Torchance mehr, ehe die Sirene zur zweiten Pause ertönte.
Starkes Drittel reicht nicht aus
Zu Beginn des Schlussdrittels bot sich den Linzern eine große Gelegenheit: Korbinian Holzer musste wegen Haltens vom Eis, wodurch die Gäste zu einer doppelten Überzahlsituation kamen, wenn auch nur für 15 Sekunden. Logan Roe suchte sofort den Abschluss mit einem Handgelenksschuss, doch Lagace parierte sicher. Kurz darauf fand Shawn St-Amant auf der rechten Seite eine vielversprechende Position, doch erneut war der Grazer Schlussmann zur Stelle und vereitelte die Chance. Kapital konnten die Stahlstädter aus den beiden Powerplays letztlich nicht schlagen. Im weiteren Verlauf übernahmen die Linzer jedoch klar das Kommando und setzten sich zunehmend im Offensivdrittel fest. Trotzdem waren es die 99ers, die mit einem schnellen Vorstoß gefährlich wurden: Josh Curry zog von der rechten Seite ab und setzte die Scheibe über das Tor von Rasmus Tirronen. Die Hausherren warteten geduldig auf ihre Kontergelegenheiten, doch die Linzer Defensive blieb aufmerksam und vereitelte die Angriffe konsequent. Die Stahlstädter waren im letzten Abschnitt klar das aktivere Team und drängten konsequent auf den Ausgleich. Knott tankte sich hinter das gegnerische Tor durch und legte perfekt ab auf Shawn St-Amant, doch Lagace kam rechtzeitig aus seinem Kasten, machte sich groß und verhinderte mit einer starken Aktion den Ausgleich. Die Oberösterreicher blieben weiterhin am Drücker und Ryan MacKinnon versuchte es wenig später mit einem Schuss von der blauen Linie, setzte den Abschluss jedoch zu zentral, sodass Lagace erneut keine Mühe hatte. Rund zweieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Head Coach Philipp Lukas Rasmus Tirronen vom Eis um einen zusätzlichen Feldspieler zu erlangen. Die Grazer brachten jedoch immer wieder einen Schläger in die Pässe und konnten so ihre knappe 3:2 Führung über die Zeit bringen.
Bereits am Mittwoch kehren die Linzer, nach zwei Auswärtsspielen, gegen die Innsbrucker Haie in die Linz AG Eisarena zurück. Zur Vorweihnachtszeit laden die Linzer zu drei Heimspielen (Mittwoch, Freitag, Samstag) in Folge und bieten dafür ein eigenes Nikolo-Special. Alle Tickets sind unter www.tickets.blackwings.at oder an der Abendkasse erhältlich.
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